Die Ankunft des Mäuserichs - ein Hausgeburtsbericht
22.10.2015 09:57
Morgen zusammen!
Ich war in den letzten Tagen und den vielen Stillpausen fleißig - hier das Resultat. Zurücklehnen und viel Spaß beim Lesen!
Vorab:
Die Geburt der Eule war, denke ich im Nachhinein, ok. Sie kam im Krankenhaus zur Welt; eine Woche vor dem errechneten Termin wurde eingeleitet, weil meine Frauenärztin den Verdacht hatte, sie sei nicht mehr richtig versorgt. Geboren wurde sie mit 48cm und 2800g, was 400g mehr waren, als im Ultraschall gemessen wurde. Als sie 16 Monate alt war, wurde ich wieder schwanger. Ein Wunschkind, eigentlich sollte ich glücklich sein. Aber der Gedanke kam, dass das Kind nun drin war, und ja auch wieder raus musste - ich hatte Angst vor der Geburt. Im Krankenhaus hatte ich mich sehr unwohl und ausgeliefert gefühlt. Ich verdrängte das Gefühl, es half ja eh nichts. Das Kind war unterwegs, und bis es raus musste, war noch Zeit.
In der 16. Schwangerschaftswoche kam meine Hebamme zum ersten mal zu Besuch, sie hatte mich bei der Eule schon begleitet. Wir redeten lang, und kamen auf das Thema Hausgeburt. Sie hatte ihre beiden Kinder daheim bekommen. Von meiner Chefin auf der Arbeit - wir haben ein sehr gutes Verhältnis - wusste ich auch, dass diese alle 4 Kinder zuhause bekommen hatte. Ich dachte darüber nach. Ob das etwas für mich war?
Ich googelte. Schaute mir Statistiken an über die Sicherheit von außerklinischen Geburten, las Geburtsberichte. Fuhr zu meiner Chefin und fragte sie nach ihren Hausgeburten. Der Gedanke wuchs weiter. Letztendlich rief ich meine Hebamme an und bat sie um die Kontaktdaten der Hebamme, mit der sie ihre Kinder entbunden hatte. Und meldete mich bei dieser. Wir machten einen Termin zum Kennenlernen aus und ich war wahnsinnig nervös. Hoffentlich war das keine total dämliche Idee gewesen!
Die Hebamme kam und nahm sich viel Zeit. D. heißt sie und ist ein eigensinniger Mensch. Sie spricht von gebären statt entbinden, dem Lauf der Natur, Selbstvertrauen und Selbstbestimmung und strahlt unglaublich viel Ruhe aus. Polarisierend, man mag sie oder nicht. Sie war mir direkt sympathisch. Ich polarisiere auch.
Ich hatte vorher den Geburtsbericht der Eule aus dem Krankenhaus geholt, wo alle medizinischen Daten und der Verlauf der Geburt drin standen. Wir gingen ihn gemeinsam durch, sie stellte viele Fragen zum Verlauf. Sie fragte, wie ich auf die Idee komme, zuhause entbinden zu wollen. Wir sprachen über Risiken und Abläufe und ich wurde immer sicherer, ja, das passte. Da sie vorerst nichts für mich tun konnte, einigten wir uns darauf, dass sie nach dem 3. Screening die Vorsorge übernehmen kann. So rief ich sie Ende Juli an, und von da an kam sie alle 2 Wochen und schrieb ein CTG, machte die Vorsorge und unterhielt sich mit mir. Inzwischen konnte ich mir keine Klinikgeburt mehr vorstellen. Hier zuhause, in dieser Wohnung und mit der Hilfe der Hebamme, wollte ich mein Baby bekommen!
Die Schwangerschaft verlief komplikationsfrei, mir ging es gut. 5 Wochen vor dem errechneten Termin schrieb ich noch eine Klausur an der Uni, gewöhnte die Eule im Kindergarten ein, werkelte im Garten und in der Wohnung. Die vielen Kontrollen in der Schwangerschaft mit der Eule hatten mir ein gewaltiges Stück meines Körperbewusstseins geraubt und es dauerte, bis ich dieses Vertrauen in mich wieder entdeckte. Meine Hebamme gab mir viel Sicherheit, wenn sie sagte, "Deinem Kind geht es gut!". Der Termin rückte näher, das Warten begann. Meine To-Do-Liste wurde immer kürzer und schließlich war sie komplett abgehakt. Ich war bereit für die Geburt, nervös, wie es diesmal verlaufen würde, und freute mich auf unser Baby.
14.10. - ET
Bis auf ein paar einzelne, leichte Wehen tat sich gar nichts und das ging schon seit Tagen so. Ich war genervt von den Nachfragen von allen Seiten und verbrachte den Nachmittag mit der Eule bei einer Freundin.
15.10.
Meine Hebamme kam Mittags zum CTG. Es waren, wie vor 2 Tagen auch schon, einige leichte Kontraktionen drauf. Wir unterhielten uns, wie es nun weiter geht. Ich ging davon aus, dass es nicht mehr allzu lang dauern würde und wollte erstmal abwarten. Sie meinte, wenn sich bis Samstag nichts tut, müssten wir uns mal Gedanken machen, damit es nicht zu eng wird für die geplante Hausgeburt..aber erstmal solle ich mir keinen Kopf machen. Wir machten einen neuen CTG-Termin aus, sie sagte, ich solle mich ausruhen, "weiter brüten" und nicht so viel herumrennen.
Am Abend haben wir, als die Eule im Bett war, gemeinsam einen Baumkuchen gebacken. Sowas dauert ja ewig und macht mit Kleinkind, das bei jeder Lage Teig denkt, der Kuchen sei nun endlich fertig, einfach keinen Spaß. Daher standen wir gemeinsam lang in der Küche, genossen den ruhigen Abend zu zweit, aßen noch ein Stück Kuchen und waren erst gegen Mitternacht im Bett, wo ich auch nochmal eine Weile brauchte, bis ich einschlafen konnte.
16.10.
Um 1.45 Uhr wurde ich durch eine heftige Wehe geweckt. Aufs Handy geschaut, die nächsten kamen um 1.48 und 1.51 Uhr. Ich versuchte, mich nochmal umzudrehen - immerhin ging das seit Tagen so, aber um 2 Uhr stand ich auf, um die friedlich schlafende Eule nicht mit meinem Rumwälzen zu stören. Das Liegen war irgendwie total unbequem, der kalte Flur aber auch. Ich ging ins Wohnzimmer, drehte die Heizung hoch, setzte auf den Pezziball, wippte ein bisschen, schrieb in Whatsapp und fing an, einen herumstehenden Korb Wäsche zusammen zu legen. Die Wehen wurden langsam stärker und ich musste bald währenddessen Pausen machen.
Nachdem die Wäsche zusammengelegt war, trug ich den Korb ins Schlafzimmer und holte die beiden Körbe mit den Utensilien für die geplante Hausgeburt, um sie sicherheitshalber mal im Wohnzimmer zu deponieren. So richtig wusste ich noch nicht, ob das nun wieder ein Fehlalarm war, der mich vom schlafen abhielt, daher lief ich noch ein bisschen durch die Wohnung, räumte an verschiedenen Ecken auf und musste immer wieder innehalten. Die Wehen kamen in regelmäßigen Abständen alle 3 Minuten und ich musste mich mit den Armen abstützen und mich aufs Atmen konzentrieren.
Um 3.00 Uhr beschloss ich, meinen Mann zu wecken. Ich wollte gern duschen gehen, um zu schauen, ob es danach weiter ging, aber bitte nicht allein. Um 3.15 Uhr verstand er endlich (beim 3.!!! Weckversuch), dass ich glaubte, es ginge los und kam murrend mit ins Badezimmer. Unter der heißen Dusche wurden die Wehen richtig stark. Ich hockte mich hin und tastete nach meinem Muttermund - so richtig einordnen konnte ich den Befund nicht, aber das Babyköpfchen lag sehr, sehr tief und ich merkte, dass ich nun doch mal meine Hebamme anrufen sollte. Da war es 3.30 Uhr. Die Arme klang am Telefon etwas verschlafen, fragte mich, wie die Abstände seien und wie sich die Wehen anfühlten (3 Minuten, und sie tun weh!) und meinte, sie kommt gleich. Nach dem Telefonat musste ich erstmal zur Toilette, und danach meldete sich die Eule. Ich veratmete 4 Wehen im Vierfüßlerstand kniend im Bett, während sie meinen Arm hielt und zum Glück wieder einschlief. Mein Mann hatte indes von mir den Auftrag bekommen, die Küche aufzuräumen, das Wohnzimmer vorzubereiten, die Heizungen anzuwerfen und am Fenster auf meine Hebamme zu warten. Nachdem die Eule wieder schlief, suchte ich eine Position, in der die Wehen am besten auszuhalten waren - und landete kniend auf dem Sofa, wo ich in den Wehenpausen den Kopf auf die Kissen legen konnte und während der Wehen über der Rückenlehne lehnte. So fand mich auch meine Hebamme, als sie um 4.20 Uhr kam.
Mein Mann kochte Kaffee, D. packte auf dem Esstisch allerlei Zeug aus und ich spürte, wie die Wehen deutlich stärker wurden. D. war da, es konnte also losgehen. Sie begrüßte mich, fragte nach den Abständen, wie es mir geht und ob sie einmal nach den Herztönen hören dürfe. Diese waren völlig gleichmäßig, auch während der Wehen. "Dein Baby verschläft alles" witzelte sie und fragte, ob sie mal nach dem Muttermund tasten darf. Nach der nächsten Wehe aber erst, dafür solle ich mich nicht hinlegen.
7-8 cm lautete der Befund. Ich staunte gewaltig, wann war das denn passiert? Ich war innerlich darauf eingestellt, so noch eine ganze Weile weiter zu machen. D. fragte, ob sie irgendwas für mich tun könne, Nein, nicht wirklich. Ich kam gut zurecht und wollte eigentlich nur in Ruhe so weiter machen wie jetzt grade. Sie setzte sich an den Tisch, und bereitete Papierkram vor, während ich die Wehen veratmete. Die Schmerzen ließen sich wirklich gut aushalten. Ich war entspannt und dachte, "Um 6 Uhr ist unser Baby da." Es war 4.46 Uhr. Mein Mann trank Kaffee und reichte mir alle paar Wehen mein Wasserglas an, ich hatte die ganze Zeit Durst. In den Wehenpausen quatschten wir, manchmal döste ich auch. D. fragte, ob ich geschlafen hätte. Ja, aber wenig... wir erzählten von dem Baumkuchen und Bauerneinleitung und mussten lachen. D fragte nach, was Bauerneinleitung sei, den Begriff kannte sie nicht. Nach der Erklärung meines Mannes lachten wir alle.
D. fragte, ob ich auf dem Sofa bleiben wolle. Ja, ich gehe nirgendwo mehr hin heute. Mit meinem Mann deckte sie das Sofa mit der Malerfolie und Bettlaken ab, D. legte mir noch eine Einmal-Wickelunterlage unter. Die Fruchtblase sei sehr prall und ich solle nicht erschrecken, wenn sie platzt, meinte sie. Sie nahm auf einem Stuhl gegenüber der Sofalehne platz und ließ mich weiterhin in Ruhe arbeiten. Manchmal reden wir in einer Wehenpause ein bisschen, manchmal schweigen wir. Nur die Lampen in der Ecke und über dem Esstisch leuchteten, es war wunderbar leise.
Um 5 raschelte es im Babyphone, die Eule wachte auf. "Mama hin, Mama kommen!" rief sie. Ich ging hin, bat meinen Mann aber, mitzukommen. Sie warf sich in meine Arme und war sehr unruhig. Nach einer Wehe im Bett wollte ich nur noch raus und zurück ins warme Wohnzimmer. Ich bat meinen Mann, sich um sie zu kümmern und ging. Etwa 30 Sekunden später kam er auch mit der Eule, die jetzt richtig weinte und nicht verstand, was los war. Ich nahm sie in den Arm und kuschelte sie. Sie stellte fest, dass D. da war. "Das Baby kommt heute und D. hilft mir", erklärte ich ihr. "Aber wir müssen dafür ein bisschen Ruhe haben. Magst du mit Papa im Bett Bücher lesen?" Diese Erklärung reichte ihr, und sie ließ sich von meinem Mann ins Schlafzimmer zurück tragen, aber nicht, ohne sich vorher noch einen dicken Stapel Bücher auszusuchen.
Ich machte das Babyphone aus und schloss die Tür vom Wohnzimmer. Die Eule war jetzt gut versorgt und mein Mann würde das schon hinbekommen. Ich machte meinen Kopf frei und spürte, wie die nächste Wehe wieder Fahrt aufnahm. Die letzten beiden Wehen in der Anwesenheit der Eule waren eher Spielerei gewesen, Warmehalteübungen...
Ich merkte bald, wie sich die Wehen veränderten und anfingen, richtig nach unten zu drücken. "Ich muss mal aufs Klo", meinte ich. Das Baby drückte jetzt extrem auf die Blase. "Nur Pipi?" fragte D. - "Bisher schon, aber es drückt. Ich komm sofort wieder, will keine Wehe auf dem Klo haben." Sie lachte, ich beeilte mich, nahm auf dem Rückweg noch eine Haarspange mit und holte eine frische Kanne Wasser aus der Küche, bevor ich meine Position auf dem Sofa wieder einnahm. Noch einmal tastete D. nach dem Muttermund, von dem nur noch ein Saum übrig war. Wenn ich das Bedürfnis verspüre, könne ich mal vorsichtig mit schieben, meinte sie. 2 Wehen später war es auch so weit. Durch die knieende Position konnte ich die Schieberichtung sehr gut ausmachen und spürte, wie mein Baby langsam tiefer rutschte. Der Druck im Becken nahm zu und ich jammerte, dass es weh tut, ich keine Lust mehr habe und wir den Rest einfach auf morgen verschieben. D. hörte kurz nach den Herztönen, die immer noch völlig ruhig waren, massierte meinen Rücken und meinte, dass ich das toll mache und den Rest jetzt auch noch schaffe.
Bei der nächsten Wehe platzte mit einem "Plopp" die Fruchtblase und ein Schwall Wasser ergoss sich auf die Wickelunterlage. Lustigerweise blieb alles drum herum trocken, Volltreffer. D. tauschte die Unterlage unauffällig aus. Nun wurde der Druck im Becken extrem, während ich spürte, wie sich das Baby immer tiefer schob. Ich schob vorsichtig mit, nicht mehr lang und ich habe endlich mein Baby im Arm! D. meinte, dass bei der nächsten Wehe der Kopf kommt, und ich sagte ihr, dass ich riesige Angst habe, zu reißen. Sie versprach mir aufzupassen, dass nichts passiert und massierte weiter meinen Rücken. Bei der nächsten Wehe konnte ich gar nicht anders, als mitzuschieben. Es brannte und ich fluchte und jammerte und schimpfte, bis D. meinte: Fühl mal, das Köpfchen ist da! und ich zum ersten mal unserem halb geborenem Kind über den Kopf streichen konnte. Sie wies mich an, bei der nächsten Wehe "ffffh, fffh" zu machen und dann zu schieben, wenn sie es sagt. Ich glaub, sie hätte auch von mir verlangen können, dass ich auf der Stelle ein Liedchen singe und dazu tanze und ich hätte es getan.
Die letzte Wehe kam rasch und mit ihr wurde unser Baby geboren - ein kleiner Junge! So klein... ich hatte vergessen, wie winzig Neugeborene wirklich sind. D. fing ihn auf, parkte ihn zwischen meinen Knien, half mir, das Tshirt auszuziehen und mich hinzulegen und legte ihn dann auf meinen Bauch, während mein Mann mit der Eule auf dem Arm ins Wohnzimmer kam. Sie hatte mich im Schlafzimmer gehört und wollte zu mir, daher haben die beiden die letzten 5 Minuten durch den Türspalt zugesehen. Jetzt fasste die Eule die Lage zusammen: "D. da, Mama da, Baby da... Baby nass!" und inspizierte erstmal die Abdeckung des Sofas. Ich glaube nicht, dass sie verstanden hat, was grade geschehen ist. D. zeigte uns, wie die Nabelschnur auspulsierte, klemmte sie ab und mein Mann durfte sie abschneiden. Sie tastete meinen Bauch ab und fragte, ob ich nochmal schieben wolle, die Plazenta sei schon gelöst. Ich wusste nicht, wohin ich schieben sollte. Sie drückte und zog ein bisschen mit, ich drückte etwas ziellos, und die Plazenta kam. D fragte, ob wir sie sehen wollten - ja, aber sicher - und legte sie auf eine Unterlage auf den Maltisch der Eule neben mir. Dann erklärte sie ausführlich, was das alles war - beide Eihäute, welche Seite auf der des Babys, welche meine war und schaute, ob sie vollständig ist. Da wir noch nicht einig waren, was wir damit anstellen wollen, packte sie sie in eine Tüte und mein Mann brachte sie in den Keller zur Kühltruhe.
Die Eule wollte malen, der kleine Minimann machte sich auf die Suche nach Futter und ich legte ihn zum ersten mal an. D untersuchte mich, und es war wirklich, wie versprochen, alles heil geblieben bis auf ein paar kleine Schürfwunden. Die Nachwehen begannen kurz nach dem Anlegen. Ich fragte D., ob sie sicher sei, dass nicht noch ein Kind kommt. Sie meinte, ziemlich sicher, die Nachwehen werden mit jedem Kind schlimmer und wies meinen Mann an, Ibuprofen zu holen. Ich stillte und veratmete die Nachwehen. Der kleine Mann sah sich die Welt mit großen Augen an, er war hellwach. Nach einer ganzen Weile nahm D. ihn kurz, um die U1 durchzuführen. Beim Gewicht staunte ich nicht schlecht - 3340g, das waren über 500g mehr, als die Eule damals wog. So viel zum kleinen und leichten Baby, das meinte Ärztin mir beim letzten Ultraschall prophezeit hatte. D. fragte mich, ob sie ihn anziehen soll, aber ich wollte ihn lieber noch eine Weile so kuscheln und sie legte ihn wieder auf meinen Bauch. Die Schmerzmittel begannen zu wirken und nahmen den Nachwehen die Spitzen. Es wurde langsam hell draußen und mein Mann fuhr mit der Eule los, um Brötchen zu kaufen. D. schaute den Mäuserich an und lobte mich, ich habe ihn gut ausgebrütet. Er sei ganz reif, keine Käseschmiere mehr dran, lange Fingernägel. Und ich habe das super gemacht. Sie packte langsam ihre Sachen, nach der kurzen Nacht wartete gleich schon der erste Termin auf sie. Als mein Mann zurück kam, verabschiedete sie sich - ich solle mich aber unbedingt bald melden, wie es uns geht.
***
Ich bin unglaublich dankbar für diese Geburt. Die respektvolle Behandlung durch meine Hebamme, die geballte Kraft, die mein Körper aufbrachte, und gleichzeitig die Ruhe, in der unser Sohn zur Welt kommen durfte. Nicht nur das Ergebnis ist toll, sondern auch der Weg dahin. Das alles ist nun ein wichtiges Stückchen von mir geworden, es war ein einzigartiges, wunderschönes Erlebnis.

Ich war in den letzten Tagen und den vielen Stillpausen fleißig - hier das Resultat. Zurücklehnen und viel Spaß beim Lesen!

Die Geburt des Mäuserichs
Vorab:
Die Geburt der Eule war, denke ich im Nachhinein, ok. Sie kam im Krankenhaus zur Welt; eine Woche vor dem errechneten Termin wurde eingeleitet, weil meine Frauenärztin den Verdacht hatte, sie sei nicht mehr richtig versorgt. Geboren wurde sie mit 48cm und 2800g, was 400g mehr waren, als im Ultraschall gemessen wurde. Als sie 16 Monate alt war, wurde ich wieder schwanger. Ein Wunschkind, eigentlich sollte ich glücklich sein. Aber der Gedanke kam, dass das Kind nun drin war, und ja auch wieder raus musste - ich hatte Angst vor der Geburt. Im Krankenhaus hatte ich mich sehr unwohl und ausgeliefert gefühlt. Ich verdrängte das Gefühl, es half ja eh nichts. Das Kind war unterwegs, und bis es raus musste, war noch Zeit.
In der 16. Schwangerschaftswoche kam meine Hebamme zum ersten mal zu Besuch, sie hatte mich bei der Eule schon begleitet. Wir redeten lang, und kamen auf das Thema Hausgeburt. Sie hatte ihre beiden Kinder daheim bekommen. Von meiner Chefin auf der Arbeit - wir haben ein sehr gutes Verhältnis - wusste ich auch, dass diese alle 4 Kinder zuhause bekommen hatte. Ich dachte darüber nach. Ob das etwas für mich war?
Ich googelte. Schaute mir Statistiken an über die Sicherheit von außerklinischen Geburten, las Geburtsberichte. Fuhr zu meiner Chefin und fragte sie nach ihren Hausgeburten. Der Gedanke wuchs weiter. Letztendlich rief ich meine Hebamme an und bat sie um die Kontaktdaten der Hebamme, mit der sie ihre Kinder entbunden hatte. Und meldete mich bei dieser. Wir machten einen Termin zum Kennenlernen aus und ich war wahnsinnig nervös. Hoffentlich war das keine total dämliche Idee gewesen!
Die Hebamme kam und nahm sich viel Zeit. D. heißt sie und ist ein eigensinniger Mensch. Sie spricht von gebären statt entbinden, dem Lauf der Natur, Selbstvertrauen und Selbstbestimmung und strahlt unglaublich viel Ruhe aus. Polarisierend, man mag sie oder nicht. Sie war mir direkt sympathisch. Ich polarisiere auch.
Ich hatte vorher den Geburtsbericht der Eule aus dem Krankenhaus geholt, wo alle medizinischen Daten und der Verlauf der Geburt drin standen. Wir gingen ihn gemeinsam durch, sie stellte viele Fragen zum Verlauf. Sie fragte, wie ich auf die Idee komme, zuhause entbinden zu wollen. Wir sprachen über Risiken und Abläufe und ich wurde immer sicherer, ja, das passte. Da sie vorerst nichts für mich tun konnte, einigten wir uns darauf, dass sie nach dem 3. Screening die Vorsorge übernehmen kann. So rief ich sie Ende Juli an, und von da an kam sie alle 2 Wochen und schrieb ein CTG, machte die Vorsorge und unterhielt sich mit mir. Inzwischen konnte ich mir keine Klinikgeburt mehr vorstellen. Hier zuhause, in dieser Wohnung und mit der Hilfe der Hebamme, wollte ich mein Baby bekommen!
Die Schwangerschaft verlief komplikationsfrei, mir ging es gut. 5 Wochen vor dem errechneten Termin schrieb ich noch eine Klausur an der Uni, gewöhnte die Eule im Kindergarten ein, werkelte im Garten und in der Wohnung. Die vielen Kontrollen in der Schwangerschaft mit der Eule hatten mir ein gewaltiges Stück meines Körperbewusstseins geraubt und es dauerte, bis ich dieses Vertrauen in mich wieder entdeckte. Meine Hebamme gab mir viel Sicherheit, wenn sie sagte, "Deinem Kind geht es gut!". Der Termin rückte näher, das Warten begann. Meine To-Do-Liste wurde immer kürzer und schließlich war sie komplett abgehakt. Ich war bereit für die Geburt, nervös, wie es diesmal verlaufen würde, und freute mich auf unser Baby.
14.10. - ET
Bis auf ein paar einzelne, leichte Wehen tat sich gar nichts und das ging schon seit Tagen so. Ich war genervt von den Nachfragen von allen Seiten und verbrachte den Nachmittag mit der Eule bei einer Freundin.
15.10.
Meine Hebamme kam Mittags zum CTG. Es waren, wie vor 2 Tagen auch schon, einige leichte Kontraktionen drauf. Wir unterhielten uns, wie es nun weiter geht. Ich ging davon aus, dass es nicht mehr allzu lang dauern würde und wollte erstmal abwarten. Sie meinte, wenn sich bis Samstag nichts tut, müssten wir uns mal Gedanken machen, damit es nicht zu eng wird für die geplante Hausgeburt..aber erstmal solle ich mir keinen Kopf machen. Wir machten einen neuen CTG-Termin aus, sie sagte, ich solle mich ausruhen, "weiter brüten" und nicht so viel herumrennen.
Am Abend haben wir, als die Eule im Bett war, gemeinsam einen Baumkuchen gebacken. Sowas dauert ja ewig und macht mit Kleinkind, das bei jeder Lage Teig denkt, der Kuchen sei nun endlich fertig, einfach keinen Spaß. Daher standen wir gemeinsam lang in der Küche, genossen den ruhigen Abend zu zweit, aßen noch ein Stück Kuchen und waren erst gegen Mitternacht im Bett, wo ich auch nochmal eine Weile brauchte, bis ich einschlafen konnte.
16.10.
Um 1.45 Uhr wurde ich durch eine heftige Wehe geweckt. Aufs Handy geschaut, die nächsten kamen um 1.48 und 1.51 Uhr. Ich versuchte, mich nochmal umzudrehen - immerhin ging das seit Tagen so, aber um 2 Uhr stand ich auf, um die friedlich schlafende Eule nicht mit meinem Rumwälzen zu stören. Das Liegen war irgendwie total unbequem, der kalte Flur aber auch. Ich ging ins Wohnzimmer, drehte die Heizung hoch, setzte auf den Pezziball, wippte ein bisschen, schrieb in Whatsapp und fing an, einen herumstehenden Korb Wäsche zusammen zu legen. Die Wehen wurden langsam stärker und ich musste bald währenddessen Pausen machen.
Nachdem die Wäsche zusammengelegt war, trug ich den Korb ins Schlafzimmer und holte die beiden Körbe mit den Utensilien für die geplante Hausgeburt, um sie sicherheitshalber mal im Wohnzimmer zu deponieren. So richtig wusste ich noch nicht, ob das nun wieder ein Fehlalarm war, der mich vom schlafen abhielt, daher lief ich noch ein bisschen durch die Wohnung, räumte an verschiedenen Ecken auf und musste immer wieder innehalten. Die Wehen kamen in regelmäßigen Abständen alle 3 Minuten und ich musste mich mit den Armen abstützen und mich aufs Atmen konzentrieren.
Um 3.00 Uhr beschloss ich, meinen Mann zu wecken. Ich wollte gern duschen gehen, um zu schauen, ob es danach weiter ging, aber bitte nicht allein. Um 3.15 Uhr verstand er endlich (beim 3.!!! Weckversuch), dass ich glaubte, es ginge los und kam murrend mit ins Badezimmer. Unter der heißen Dusche wurden die Wehen richtig stark. Ich hockte mich hin und tastete nach meinem Muttermund - so richtig einordnen konnte ich den Befund nicht, aber das Babyköpfchen lag sehr, sehr tief und ich merkte, dass ich nun doch mal meine Hebamme anrufen sollte. Da war es 3.30 Uhr. Die Arme klang am Telefon etwas verschlafen, fragte mich, wie die Abstände seien und wie sich die Wehen anfühlten (3 Minuten, und sie tun weh!) und meinte, sie kommt gleich. Nach dem Telefonat musste ich erstmal zur Toilette, und danach meldete sich die Eule. Ich veratmete 4 Wehen im Vierfüßlerstand kniend im Bett, während sie meinen Arm hielt und zum Glück wieder einschlief. Mein Mann hatte indes von mir den Auftrag bekommen, die Küche aufzuräumen, das Wohnzimmer vorzubereiten, die Heizungen anzuwerfen und am Fenster auf meine Hebamme zu warten. Nachdem die Eule wieder schlief, suchte ich eine Position, in der die Wehen am besten auszuhalten waren - und landete kniend auf dem Sofa, wo ich in den Wehenpausen den Kopf auf die Kissen legen konnte und während der Wehen über der Rückenlehne lehnte. So fand mich auch meine Hebamme, als sie um 4.20 Uhr kam.
Mein Mann kochte Kaffee, D. packte auf dem Esstisch allerlei Zeug aus und ich spürte, wie die Wehen deutlich stärker wurden. D. war da, es konnte also losgehen. Sie begrüßte mich, fragte nach den Abständen, wie es mir geht und ob sie einmal nach den Herztönen hören dürfe. Diese waren völlig gleichmäßig, auch während der Wehen. "Dein Baby verschläft alles" witzelte sie und fragte, ob sie mal nach dem Muttermund tasten darf. Nach der nächsten Wehe aber erst, dafür solle ich mich nicht hinlegen.
7-8 cm lautete der Befund. Ich staunte gewaltig, wann war das denn passiert? Ich war innerlich darauf eingestellt, so noch eine ganze Weile weiter zu machen. D. fragte, ob sie irgendwas für mich tun könne, Nein, nicht wirklich. Ich kam gut zurecht und wollte eigentlich nur in Ruhe so weiter machen wie jetzt grade. Sie setzte sich an den Tisch, und bereitete Papierkram vor, während ich die Wehen veratmete. Die Schmerzen ließen sich wirklich gut aushalten. Ich war entspannt und dachte, "Um 6 Uhr ist unser Baby da." Es war 4.46 Uhr. Mein Mann trank Kaffee und reichte mir alle paar Wehen mein Wasserglas an, ich hatte die ganze Zeit Durst. In den Wehenpausen quatschten wir, manchmal döste ich auch. D. fragte, ob ich geschlafen hätte. Ja, aber wenig... wir erzählten von dem Baumkuchen und Bauerneinleitung und mussten lachen. D fragte nach, was Bauerneinleitung sei, den Begriff kannte sie nicht. Nach der Erklärung meines Mannes lachten wir alle.
D. fragte, ob ich auf dem Sofa bleiben wolle. Ja, ich gehe nirgendwo mehr hin heute. Mit meinem Mann deckte sie das Sofa mit der Malerfolie und Bettlaken ab, D. legte mir noch eine Einmal-Wickelunterlage unter. Die Fruchtblase sei sehr prall und ich solle nicht erschrecken, wenn sie platzt, meinte sie. Sie nahm auf einem Stuhl gegenüber der Sofalehne platz und ließ mich weiterhin in Ruhe arbeiten. Manchmal reden wir in einer Wehenpause ein bisschen, manchmal schweigen wir. Nur die Lampen in der Ecke und über dem Esstisch leuchteten, es war wunderbar leise.
Um 5 raschelte es im Babyphone, die Eule wachte auf. "Mama hin, Mama kommen!" rief sie. Ich ging hin, bat meinen Mann aber, mitzukommen. Sie warf sich in meine Arme und war sehr unruhig. Nach einer Wehe im Bett wollte ich nur noch raus und zurück ins warme Wohnzimmer. Ich bat meinen Mann, sich um sie zu kümmern und ging. Etwa 30 Sekunden später kam er auch mit der Eule, die jetzt richtig weinte und nicht verstand, was los war. Ich nahm sie in den Arm und kuschelte sie. Sie stellte fest, dass D. da war. "Das Baby kommt heute und D. hilft mir", erklärte ich ihr. "Aber wir müssen dafür ein bisschen Ruhe haben. Magst du mit Papa im Bett Bücher lesen?" Diese Erklärung reichte ihr, und sie ließ sich von meinem Mann ins Schlafzimmer zurück tragen, aber nicht, ohne sich vorher noch einen dicken Stapel Bücher auszusuchen.
Ich machte das Babyphone aus und schloss die Tür vom Wohnzimmer. Die Eule war jetzt gut versorgt und mein Mann würde das schon hinbekommen. Ich machte meinen Kopf frei und spürte, wie die nächste Wehe wieder Fahrt aufnahm. Die letzten beiden Wehen in der Anwesenheit der Eule waren eher Spielerei gewesen, Warmehalteübungen...
Ich merkte bald, wie sich die Wehen veränderten und anfingen, richtig nach unten zu drücken. "Ich muss mal aufs Klo", meinte ich. Das Baby drückte jetzt extrem auf die Blase. "Nur Pipi?" fragte D. - "Bisher schon, aber es drückt. Ich komm sofort wieder, will keine Wehe auf dem Klo haben." Sie lachte, ich beeilte mich, nahm auf dem Rückweg noch eine Haarspange mit und holte eine frische Kanne Wasser aus der Küche, bevor ich meine Position auf dem Sofa wieder einnahm. Noch einmal tastete D. nach dem Muttermund, von dem nur noch ein Saum übrig war. Wenn ich das Bedürfnis verspüre, könne ich mal vorsichtig mit schieben, meinte sie. 2 Wehen später war es auch so weit. Durch die knieende Position konnte ich die Schieberichtung sehr gut ausmachen und spürte, wie mein Baby langsam tiefer rutschte. Der Druck im Becken nahm zu und ich jammerte, dass es weh tut, ich keine Lust mehr habe und wir den Rest einfach auf morgen verschieben. D. hörte kurz nach den Herztönen, die immer noch völlig ruhig waren, massierte meinen Rücken und meinte, dass ich das toll mache und den Rest jetzt auch noch schaffe.
Bei der nächsten Wehe platzte mit einem "Plopp" die Fruchtblase und ein Schwall Wasser ergoss sich auf die Wickelunterlage. Lustigerweise blieb alles drum herum trocken, Volltreffer. D. tauschte die Unterlage unauffällig aus. Nun wurde der Druck im Becken extrem, während ich spürte, wie sich das Baby immer tiefer schob. Ich schob vorsichtig mit, nicht mehr lang und ich habe endlich mein Baby im Arm! D. meinte, dass bei der nächsten Wehe der Kopf kommt, und ich sagte ihr, dass ich riesige Angst habe, zu reißen. Sie versprach mir aufzupassen, dass nichts passiert und massierte weiter meinen Rücken. Bei der nächsten Wehe konnte ich gar nicht anders, als mitzuschieben. Es brannte und ich fluchte und jammerte und schimpfte, bis D. meinte: Fühl mal, das Köpfchen ist da! und ich zum ersten mal unserem halb geborenem Kind über den Kopf streichen konnte. Sie wies mich an, bei der nächsten Wehe "ffffh, fffh" zu machen und dann zu schieben, wenn sie es sagt. Ich glaub, sie hätte auch von mir verlangen können, dass ich auf der Stelle ein Liedchen singe und dazu tanze und ich hätte es getan.
Die letzte Wehe kam rasch und mit ihr wurde unser Baby geboren - ein kleiner Junge! So klein... ich hatte vergessen, wie winzig Neugeborene wirklich sind. D. fing ihn auf, parkte ihn zwischen meinen Knien, half mir, das Tshirt auszuziehen und mich hinzulegen und legte ihn dann auf meinen Bauch, während mein Mann mit der Eule auf dem Arm ins Wohnzimmer kam. Sie hatte mich im Schlafzimmer gehört und wollte zu mir, daher haben die beiden die letzten 5 Minuten durch den Türspalt zugesehen. Jetzt fasste die Eule die Lage zusammen: "D. da, Mama da, Baby da... Baby nass!" und inspizierte erstmal die Abdeckung des Sofas. Ich glaube nicht, dass sie verstanden hat, was grade geschehen ist. D. zeigte uns, wie die Nabelschnur auspulsierte, klemmte sie ab und mein Mann durfte sie abschneiden. Sie tastete meinen Bauch ab und fragte, ob ich nochmal schieben wolle, die Plazenta sei schon gelöst. Ich wusste nicht, wohin ich schieben sollte. Sie drückte und zog ein bisschen mit, ich drückte etwas ziellos, und die Plazenta kam. D fragte, ob wir sie sehen wollten - ja, aber sicher - und legte sie auf eine Unterlage auf den Maltisch der Eule neben mir. Dann erklärte sie ausführlich, was das alles war - beide Eihäute, welche Seite auf der des Babys, welche meine war und schaute, ob sie vollständig ist. Da wir noch nicht einig waren, was wir damit anstellen wollen, packte sie sie in eine Tüte und mein Mann brachte sie in den Keller zur Kühltruhe.
Die Eule wollte malen, der kleine Minimann machte sich auf die Suche nach Futter und ich legte ihn zum ersten mal an. D untersuchte mich, und es war wirklich, wie versprochen, alles heil geblieben bis auf ein paar kleine Schürfwunden. Die Nachwehen begannen kurz nach dem Anlegen. Ich fragte D., ob sie sicher sei, dass nicht noch ein Kind kommt. Sie meinte, ziemlich sicher, die Nachwehen werden mit jedem Kind schlimmer und wies meinen Mann an, Ibuprofen zu holen. Ich stillte und veratmete die Nachwehen. Der kleine Mann sah sich die Welt mit großen Augen an, er war hellwach. Nach einer ganzen Weile nahm D. ihn kurz, um die U1 durchzuführen. Beim Gewicht staunte ich nicht schlecht - 3340g, das waren über 500g mehr, als die Eule damals wog. So viel zum kleinen und leichten Baby, das meinte Ärztin mir beim letzten Ultraschall prophezeit hatte. D. fragte mich, ob sie ihn anziehen soll, aber ich wollte ihn lieber noch eine Weile so kuscheln und sie legte ihn wieder auf meinen Bauch. Die Schmerzmittel begannen zu wirken und nahmen den Nachwehen die Spitzen. Es wurde langsam hell draußen und mein Mann fuhr mit der Eule los, um Brötchen zu kaufen. D. schaute den Mäuserich an und lobte mich, ich habe ihn gut ausgebrütet. Er sei ganz reif, keine Käseschmiere mehr dran, lange Fingernägel. Und ich habe das super gemacht. Sie packte langsam ihre Sachen, nach der kurzen Nacht wartete gleich schon der erste Termin auf sie. Als mein Mann zurück kam, verabschiedete sie sich - ich solle mich aber unbedingt bald melden, wie es uns geht.
***
Ich bin unglaublich dankbar für diese Geburt. Die respektvolle Behandlung durch meine Hebamme, die geballte Kraft, die mein Körper aufbrachte, und gleichzeitig die Ruhe, in der unser Sohn zur Welt kommen durfte. Nicht nur das Ergebnis ist toll, sondern auch der Weg dahin. Das alles ist nun ein wichtiges Stückchen von mir geworden, es war ein einzigartiges, wunderschönes Erlebnis.
22.10.2015 10:07
ein sehr schöner geburtsbericht!
mal etwas anderes als die "üblichen" kh-berichte
mal etwas anderes als die "üblichen" kh-berichte
22.10.2015 10:08
Wow, wunderschön geschrieben. Und das klingt wirklich nach einer perfekten Geburt.
22.10.2015 10:12
*Tränchen wegwische*
Ein wundervoller Geburtsbericht!
Das habt ihr toll gemacht
Ein wundervoller Geburtsbericht!
Das habt ihr toll gemacht

22.10.2015 10:13
Liebe Little, alles Gute zur Geburt deines kleinen Sohnes.
Ich freu mich sehr für dich, dass alles glatt ging und du zuhause bleiben konntest, wie du es wolltest. Schön, dass alles so gut gegangen ist


22.10.2015 10:18
ich hab tränen in den augen, ein wundervoller bericht.
gut gemacht und Glückwunsch zum Sohn
gut gemacht und Glückwunsch zum Sohn


22.10.2015 10:18


22.10.2015 10:18
Was für ein wundervoller Geburtsbericht.
Da freue ich mich ja direkt auf meine Geburt
Echt toll wie ihr das gemeistert habt.
Da freue ich mich ja direkt auf meine Geburt

Echt toll wie ihr das gemeistert habt.

22.10.2015 10:45
Beneidenswert
Das habt ihr wirklich toll gemacht.
Und dein Bericht strahlt super gut die Ruhe aus, von der du schreibst
Herzlichen Glückwunsch zum Mäuserich

Das habt ihr wirklich toll gemacht.
Und dein Bericht strahlt super gut die Ruhe aus, von der du schreibst

Herzlichen Glückwunsch zum Mäuserich

22.10.2015 10:55
Oh wie wunderschön sich euer Erlebnis liest, ganz ganz toll!
Unbekannterweise alles Gute für dich und die Familie.
Unbekannterweise alles Gute für dich und die Familie.

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