Mütter- und Schwangerenforum

Wochenbettdepression

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31.10.2015 18:14
Huhu ihr lieben,

Bereits nach 3 tagen hat es mich erwischt plötzlich abends grundlose Panik und angstattacken und gefühle. Ich glaub die neue Situation zusammen mit den hormonen haben mich übermannt. Ich bin alleinerziehend, der große wohnt bei Papa, die kleine und der minimann bei mir dann. Aktuell sind beide großen noch bei meinem ex, der auch Papa von den dreien ist, aber sich um nr. 3 null schert da er der Meinung ist, dass es nicht sein Kind ist.
Nu kommste nach Hause mit dem kleinen und zack, Angst, Panik, traurigkeit, depressiv. Plötzlich wird einem bewusst, dass nun ein neues leben beginnt. Man ist ohne Partner der einen unterstützt in allen lagen und der sich null fürs Kind interessiert. Dann eben die Gewissheit, das man nu wieder ein kleines menschlein hat, was 24h auf einen angewiesen ist. Das wusste ich logischerweise schon vorher, aber nu durch die Depression wirkt alles schlimmer als es ist. Besonders ab nachmittag wirds schlimm mit dem bergab. Geht bis in die späten abendstunden, gefolgt dadurch von übelkeit, appetitlosigkeit, durchfall, unwohlsein und unschöne gedanken. Ich hätte gern das leben vor der Geburt zurück. Nur mit den zweien, die ja schon gut selbstständig sind. Ich wünschte der kleine wäre jetzt schon 2 Jahre weiter. Weniger abhängigkeit von ihm und mehr selbstständigkeit. Geregelter tagesablauf und nachts durchschlafen. Das muss jetzt alles super egoistisch klingen und macht mich selbst ganz traurig. Aber in diesen downphasen am abend kann ich diese Gedanken fast gar nicht abschalten. In den "klaren" momenten aber weiß ich, dass die Depression und die Gedanken normal sind und nur ne Phase. Ich würde den kleinen auch jetzt schon nie im leben missen wollen, auch wenn ich in den tiefphasen ans abgeben denke. Bei der kleinen hatte ich das auch, diese depressionsphase, allerdings erst einige tage später und da hatte ich den rückhalt meines exfreundes, was mir damals sehr geholfen hat. Mit 18/19 hatte ich das auch, ohne SS, einfach so.
Nu hab ich heute mit meiner hebi darüber gesprochen. Sie empfiehlt mir einen Psychologen und das werd ich auch definitiv in Angriff nehmen. Sie meinte das da mehr hinter steckt, als die Erkenntnis das ich nu allein bin mit dem mini. Das glaub ich allerdings auch, da es ja eben nicht das erste mal ist. Dienstag will meine Tante bei der psychlogin ausmachen für mich, da sie da grad in dem ort ist. Bin auch seit gestern abend bei meiner Tante. Sie unterstützt mich, hat letzte nacht den kleinen genommen, sodass ich schlafen konnte, da mich die Angst und panikattacken nicht mal schlafen ließen. Dazu knuckelt und grummelt der kleine im schlaf. Klar normal, aber ich bin super hellhörig und finde da zusätzlich nicht in schlaf.

Ich hätte mich hier gern mit anderen ausgetauscht, die solche Gedanken und Gefühle kennen. Ein paar aufbauende worte wären schön. Wie habt ihr euch in den tiefphasen abgelenkt ?? Wenn ich wieder diese angstattacken bekomme versuch ich mich abzulenken um wieder runter zukommen. Klappt aber nur arg schwer. Kann ich mir Montag schon was pflanzliches in der Apotheke besorgen gegen diese Angst und panikattacken was auch hilft ??
Ich will wohl auch abstillen. Ich fühl mich da irgendwie in der depression unwohl mit und fühle mich besser mit Flasche und pulvermilch. Ich kann nicht sagen warum, aber ich fühle mich dadurch etwas besser. Vllt etwas "unabhängiger". Ich weiß auch das ist egoistisch. Bei meiner Tochter in der depression bin ich auch auf die Flasche umgestiegen. Ich meine das mir das damals etwas geholfen hat. Das länger durchhalten des Kindes und das sehen was es trinkt. Ich will nicht egoistisch sein aber ich weiß auch, dass es jetzt erstmal mit mir wieder bergauf gehen muss für meine Kinder für die ich da sein muss und auch funktionieren muss. Und flaschenmilch ist ja jetzt nix schlimmes was schadet. Bisher verträgt er es auch gut ohne Probleme ich geb bebivita pre und pumpe nebenbei mit der handpumpe die brüste ab.

Ich hoffe ich werde hier nicht verurteilt für meine Gedanken, verhalten oder so. Mich macht das auch so schon fertig und ich hoffe, dass ich mit Hilfe von darüber sprechen, hier, mit meiner Familie und beim Psychologen und eventuell mit Hilfe von medis da schnell wieder rauszukommen und das neue leben und den neuen Menschen besser akzeptieren zu können.
31.10.2015 19:40
7 mal gemerkt, aber keine antwort ??
Fresh_easy
516 Beiträge
31.10.2015 20:03
Zitat von Stefania11:

7 mal gemerkt, aber keine antwort ??


Ich bin ja keine Mami (nur eine Katzen-Mami), aber ich mag dir liebe Grüße da lassen.
Ich kann dir also leider keine eigenen Erfahrungen zum Thema Wochenbettdepression mitteilen.
Ich weiß aber, dass das sehr häufig vorkommt.

Ich denke, du brauchst Hilfe.
Deine Tante kümmert sich, was mich als Leserin deines Threads schon mal beruhigt.
Thema Abstillen: wenn es für dich der bessere Weg ist, dann ist es dein Weg bzw. euer Weg.
Hast du Freundinnen oder Verwandte in der Nähe, die dich unterstützen können?

Zu den Panikattacken: kenn ich, habe ich lange drunter gelitten.
Bei mir gab es auch keinen akuten Auslöser, aber nach Jahren hab ich den Grund (tiefer liegend) erkannt.
Bei mir war es die Angst, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.
Nachdem ich mir dann immer gesagt habe, dass alles, was ich entschieden habe, richtig so war, traten die Attacken nie wieder auf.

Bei pflanzlichen Mitteln und Stillen (noch stillst du ja) kenn ich mich überhaupt nicht aus.
Vielleicht kannst du ja nicht nur mit deiner Hebamme, sondern auch mal mit deiner Gynäkologin sprechen.
Wie sieht es mit einer Unterstützung durch die Krankenkasse aus? "Haushaltshilfe" (ich mein, die echte Bezeichung ist eine andere)?

Ich drück dich lieb und wünsch dir, dass es dir bald besser geht.

Liebe Grüße,
Fresh
Dani86
1118 Beiträge
31.10.2015 20:05
Ich kann deine Gedanken verstehen. Nach der Geburt des 2 Babys hatte ich ähnliche Probleme. Bin in ein Loch gefallen und es ging gar nichts mehr. War nicht mehr in der Lage mein baby zu versorgen und wollte genau wie du ihn abgeben. Doch mein Partner hat mich gestützt. Habe mich meiner Hebamme anvertraut diese hat mir was pflanzliches (Neurodoron) empfohlen damit wurde es besser. Und es half.

Vor kurzem steckte ich wieder in so einem Loch. Dachte an den Tod und fühlte mich total schrecklich. Dann war ich beim meinem Hausarzt und er hatte mir Neurexan empfohlen. Ja das nehme ich noch immer und ich fühle mich gut

Hoffentlich konnte ich dir ein wenig helfen. Falls dir nach austauschen ist meld dich einfach
Magnolia__
1145 Beiträge
31.10.2015 20:07
Oh man, das tut mir leid für dich! Ich hatte zwar keine Wochenbettdepression, aber vor Jahren mal eine "normale". Ich weiss, dass es ein Kampf ist da wieder raus zu kommen. Dass du dir Hilfe suchen willst, ist denk ich die einzig richtige Entscheidung, da du Ja Verantwortung für den Wurm hast. Ich hoffe, du findest zeitnah was, dass ist Ja immer so ne Sache mit den Therapieplätzen. Hast du da bereits ne Anlaufstelle?

Im übrigen finde ich es voll ok, abzustillen, wenn du das Gefühl hast es hilft dir! Denn es mag vielleicht stimmen, dass MuMi das Beste fürs Kind ist, aber noch viel wichtiger ist eine gesunde liebevolle Mama, die sich ums Baby kümmern kann.

Ich hatte grosse Angst vor einer Wochenvettdepression, grade weil ich vorbelastet bin..

Dir viel Kraft, versuche so viel Sonne wie möglich zu tanken, dir von Freunden u Familie unter die Arme greifen zu lassen, viel frische Luft...
Super_kind
1528 Beiträge
31.10.2015 20:11
hallo,

auch ich hatte Wochenbettdepression, ich war zwar zu dem zeitpunkt noch mit dem kindesvater zusammen aber nicht mehr glücklich.
ich fühle mich innerlich leer, habe ich mit meinem kleinen mann gespielt, lachte ich nie, war oft schlecht gelaunt und kraftlos.
dann hatte ich angst zuversagen, so wie meine mom versagte.
ich viel in ein tiefes loch.
ich suchte mir eine therapeutin aber auch eine selbsthilfegruppe
und diese gruppe hat mich gestärkt und mich in der trennung vom kindesvater unterstützt

eine selbsthilfegruppe is toll, da diese person genau wissen, was in einem vorgeht und sie dir auch tipps geben können.

Espoir
343 Beiträge
31.10.2015 20:12
Hallo,
ich kann leider gar nicht so viel dazu schreiben, weil ich in meinem Mann eine große Unterstützung hatte nach der Geburt unseres zweiten Kindes. Ich hatte da auch ein paar Tage und Wochen unter Wochenbettdepression zu leiden und mich hat das ziemlich überrumpelt, weil ich solche Gefühlslagen bis dahin bei mir gar nicht kannte. Die kleinsten Kleinigkeiten konnten mich total aus der Fassung bringen, mir war sehr schnell alles zu viel, ich konnte mich gar nicht mehr um unseren "Großen" kümmern, auch körperlich ging es mir nicht gut. Und dann habe ich mir auch noch Vorwürfe gemacht und dachte, dass ich diesem kleinen hilflosen Menschlein nicht richtig gerecht werde und er doch wohl merken müsse, dass ich nicht so ganz da bin.
Ich habe mir dann Hilfe geholt von einer sehr kompetenten Frau die bei uns so etwas anbietet wie "emotionelle erste Hilfe". Im Endeffekt hat sie gar nicht viel gemacht oder gesagt, sondern einfach die richtigen Fragen gestellt, mich erzählen lassen und mir ganz viel Verständnis gezeigt bzw. mich in meinen guten Gedanken gestärkt. Und mein Mann war eben auch sehr für mich da und hat sich komplett um den Großen gekümmert.
Was ich dir mit diesem Sermon eigentlich sagen will: ich glaube nicht, dass dich hier irgendwer verurteilt, denn es gibt hier bestimmt sehr viele Frauen, die Ähnliches erlebt haben. Du hast gerade erst entbunden, da sind solche Gefühlsschwankungen völlig normal. Gib dir wirklich Zeit, mit der neuen Situation klar zu kommen. Bis eine gewisse Routine eingekehrt ist, wird es ein paar Wochen dauern, auch bis du die Entbindung körperlich und seelisch "verdaut" hast und wieder voll belastbar bist.
Außerdem hast du dir doch schon gute Pläne gemacht, wie du an deinen "Problemen" arbeiten willst bzw. wie du dir Unterstützung holen kannst. Also auf mich wirkst du jedenfalls sehr stark und auch lebenstüchtig!
Mach dir nicht so viele Gedanken - du schaffst das und kannst stolz auf dich sein. Und jetzt versuche einfach so gut es geht, dein kleines süßes Wunder zu genießen. Sie werden sooooo schnell groß!
Alles gute dir!
31.10.2015 20:18
Danke euch für die lieben Worte
Ja aktuell unterstützt mich meine Tante. Auch sie kennt meine gefühlslage, da sie auch oft mit Depressionen zu tun hat.
Meine Mutti kann aus diversen gründen nicht so helfen und auch sonst hab ich keinen. Klar jeder hat ja sein eigenes leben. Mit nem Partner wäre es eben einfacher, aber da es den nicht gibt, muss es eben irgendwie so gehen.
Ich werde erstmal nen Termin beim Psychologen machen. Mal sehen wie es sich dann entwickelt. Haushaltshilfe wäre ne Idee, aber ich komm mir komisch vor, wenn da wer fremdes kommt um mir zu helfen im Haushalt, wo ich es doch eig machen könnte.

Ja die Gedanken von kind abgeben und so sind die schlimmsten man will sowas nicht denken, kann es aber auch nicht abschalten. Aber immerhin weiß ich schon mal aus der Erfahrung heraus, dass es nur eine Phase ist, die vorbei gehen wird und dann wird es mir auch wieder besser gehen und dann sind diese Angst und panikattacken weg. Aber das es jetzt eben noch ein paar Wochen dauern kann bis dahin ist mir auch klar. Darf mich dadurch nur nicht entmutigen lassen.
31.10.2015 20:19
Nach der Geburt meiner Tochter hatte ich auch zu Beginn eine ähnliche Phase! Ging bestimmt 2-3 Wochen oder auch länger...
Ich habe mir dann direkt gedacht wie ich nur auf die Idee mit einem zweiten Kind kommen konnte und es hat mich Alles überfordert. Abends unter der dusche hab ich oft geweint weil ich mein altes Leben mit nur einem großen Kind wieder haben wollte... auch das stillen War eine Art Isolation zu dem Zeitpunkt in meinen Augen!

Aber es ging vorbei! Die Hormone haben sich eingependelt und je mehr ich mich mit der kleinen nach draußen begeben habe desto besser wurde es auch! Stillen tu ich immernoch voll und bin auch sehr froh darüber weil es für mich einiges erleichtert.
Ich wünsche dir sehr, dass es bei dir ebenso Rum geht und du auch wieder die Sonne sehen kannst. Denn dieser Zustand ist wirklich furchtbar
Super_kind
1528 Beiträge
31.10.2015 20:23
Zitat von Stefania11:

Danke euch für die lieben Worte
Ja aktuell unterstützt mich meine Tante. Auch sie kennt meine gefühlslage, da sie auch oft mit Depressionen zu tun hat.
Meine Mutti kann aus diversen gründen nicht so helfen und auch sonst hab ich keinen. Klar jeder hat ja sein eigenes leben. Mit nem Partner wäre es eben einfacher, aber da es den nicht gibt, muss es eben irgendwie so gehen.
Ich werde erstmal nen Termin beim Psychologen machen. Mal sehen wie es sich dann entwickelt. Haushaltshilfe wäre ne Idee, aber ich komm mir komisch vor, wenn da wer fremdes kommt um mir zu helfen im Haushalt, wo ich es doch eig machen könnte.

Ja die Gedanken von kind abgeben und so sind die schlimmsten man will sowas nicht denken, kann es aber auch nicht abschalten. Aber immerhin weiß ich schon mal aus der Erfahrung heraus, dass es nur eine Phase ist, die vorbei gehen wird und dann wird es mir auch wieder besser gehen und dann sind diese Angst und panikattacken weg. Aber das es jetzt eben noch ein paar Wochen dauern kann bis dahin ist mir auch klar. Darf mich dadurch nur nicht entmutigen lassen.


oh ja, diese gedanken sind, die schlimmsten.
wenn ich mal schlafen konnte, dann träumte ich davon wie ich meinem kind was antue.
ich würde das niemals tun aber ich konnte mit sovielem einfach nicht umgehen.
ich hatte leider niemand (außer hebi) die mir geholfen haben.
erst die therapeutin, die gruppe und die tagesklinik halfen mir dabei, wieder klar zukommen.
31.10.2015 21:04
Ich blieb zum Glück größtenteils davon verschont. Ich habe lediglich am 3 Tag nach der Geburt geheult wie ein Schlosshund. Ich habe mir allerdings immer eingeredet, das ich das schaffe. Wenn Millionen andere Frauen das schaffen, schaff ich das auch.
Eine Freundin von mir, hatte es allerdings richtig schlimm erwischt, Ihr ging es genauso wie Dir. Sie hat sich in psychiatrische Hilfe begeben.
Ich finde es gut, das Du Dir Hilfe holst. Eine Selbsthilfegruppe wäre auch nicht schlecht, denn es gibt viele Frauen, denen es so geht. Ich wünsche Dir alles gute .
01.11.2015 08:54
Hallo. Das tut mir sehr leid das du das Erfahren hast an Gefühlen. Ich selber litt an immer wiederkehrenden Depressionen ( liegt in der Familie). Hatte auch eine heftige Wochenbettdepression und hatte sehr mit mir selbst zu hadern. Ich hatte zwar andere Gedanken als du, aber ich weiß wie es ist wenn man sich schwach fühlt dauerhaft müde ist und auf Hilfe angewiesen ist. Ich habe es auch mit ach und krach überstanden. Heute weiß ich wenn so eine Phase kommt das ich langsam alles angehen lasse. Meine Tochter steht immer an erster Stelle egal wie es mir gerade geht. Mein Partner hilft mir auch. Ich hoffe nur das ich diesmal verschont bleibe in meiner jetzigen Schwangerschaft. Depressionen sind sehr gemein.

Ich habe meine Ernährung geändert das hat auch viel geholfen. Viel Kalium ist sehr gut. Heilkräuter auch am besten die Melisse. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und das du weiter so stark bleibst
Fresh_easy
516 Beiträge
01.11.2015 20:53
Zitat von Stefania11:

Danke euch für die lieben Worte
Ja aktuell unterstützt mich meine Tante. Auch sie kennt meine gefühlslage, da sie auch oft mit Depressionen zu tun hat.
Meine Mutti kann aus diversen gründen nicht so helfen und auch sonst hab ich keinen. Klar jeder hat ja sein eigenes leben. Mit nem Partner wäre es eben einfacher, aber da es den nicht gibt, muss es eben irgendwie so gehen.
Ich werde erstmal nen Termin beim Psychologen machen. Mal sehen wie es sich dann entwickelt. Haushaltshilfe wäre ne Idee, aber ich komm mir komisch vor, wenn da wer fremdes kommt um mir zu helfen im Haushalt, wo ich es doch eig machen könnte.

Ja die Gedanken von kind abgeben und so sind die schlimmsten man will sowas nicht denken, kann es aber auch nicht abschalten. Aber immerhin weiß ich schon mal aus der Erfahrung heraus, dass es nur eine Phase ist, die vorbei gehen wird und dann wird es mir auch wieder besser gehen und dann sind diese Angst und panikattacken weg. Aber das es jetzt eben noch ein paar Wochen dauern kann bis dahin ist mir auch klar. Darf mich dadurch nur nicht entmutigen lassen.


Hallo, du Liebe!

Ich versteh deine Bedenken gegenüber einer Haushaltshilfe oder Familienhelferin sehr gut.
Aber schau: sie würde dir helfen, nicht über dich werten oder urteilen.

Hilfe bei einem Psychologen bzw. Psychotherapeuten halte ich auch für ganz wichtig.

Was ich dir auch ans Herz legen mag, ist die Telefonseelsorge.
Es klingt so unglaublich banal, aber mir hat es einige Male sehr geholfen.
Keine Angst: es ist anonym, kostenlos und die Mitarbeiterinnen (ich hatte bislang nur Frauen am Telefon) sind sehr einfühlsam und sehr hilfsbereit.
Sie haben auch eine Liste mit Hilfestellen für das jeweilige Problem, was der Anrufer hat.
Und wirklich niemand kommt dir mit Gott, Glaube oder Bibel, auch wenn die Träger die Kirchen sind.
Manchmal ist bei denen länger mal besetzt bzw. es läuft eine Bandansage, so dass man etwas Geduld braucht.
Aber dort kannst du rauslassen, was dich belastet, kannst weinen, wenn dir danach ist.
Vielleicht hilft dir das?

Vielleicht habt ihr in deiner Stadt auch eine Art Krisendienst/Lebenshilfe für akute seelische Notlagen?

Dein letzter Absatz klingt recht zuversichtlich - du weißt, dass diese Phase vorübergeht.
Und das wird sie auch

Viele liebe Grüße,
Fresh
02.11.2015 00:23
Falls noch nicht passiert, schau dich mal um im Forum von Schatten&Licht.
Auch ich hatte eine 4-Wöche PPD-Phase, die, weil sie so schlagartig wie sie kam genauso knall auf Fall weg war, als extremer babyblues durchgehen hätte können (Aussage Neurologe nach Abschlusstermin).

War sofort offen damit umgegangen. Hebi, Psychologin von der Cariats die zu mir kam & die Familie hatte ich und stand hinter mir.
Ich konnte zu Anfangs nicht mal aus dem Haus.

Die Gedanken waren das schlimmste.
Das ganze ist nun über 2 Jahre her, und mittlerweile denke ich gerne an Nummer 2. Aber noch nicht sofort.
02.11.2015 12:58
Hallo,

das kenne ich zu gut. Hatte auch nur noch das Gefühl als müsste ich funktionieren wie eine Maschine. Keine Muttergefühle und wochenlang nur geheult und elendig gefühlt. Habe mir über www.schatten-und-licht.de eine Psychologin in meiner Nähe gesucht, die kommt heute noch. Damit habe ich auch kein Problem. Bin froh das ich zudem meine Familie habe und so auf Hilfe zählen kann. Aber schlimm ist es, wenn man sein Baby ansieht und nichts empfindet (echt zum heulen). Bei mir kommt hinzu, das meine Tochter 6 Wochen zu früh auf die WElt gekommen ist und die Betreuung im KH mega beschissen war. Daher werde ich noch mal ein Gespräch mit der Oberärztin suchen und Frust ablassen.
In der Apotheke hab ich mir Neurexan geholt, nehme es schon über 3 Wochen und seit einigen Tagen fühle ich mich besser. Probier es aus, hilft mit Sicherheit. Das du dir Hilfe holst finde ich gut und vor allem das es sowas heutzutage auch gibt! Man möchte ja voll und ganz für sein Kind da sein und es lieben......

Ich wünsche dir alles Gute und du schaffst das
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