Mütter- und Schwangerenforum

Thread für Mütter von 24-Stunden-Kindern

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SpieloReloaded
14096 Beiträge
18.10.2012 15:26
Zitat von Ulrike1987:

So, jetzt komme ich hier her zum Jammern...nachdem mir der Link für die Mütter von 24 Stunden Kindern gegeben wurde
Es ist gerad mal morgens und ich bin jetzt schon wieder fertig...meine Kleine will ja nun den ganzen Tag getragen werden, um schlafen zu können (kennen hier wahrscheinlich sehr viele)...jetzt hat sie heut morgen wie immer ihre Flasche bekommen und nach einer bestimmten Zeit habe ich dann mitbekommen, dass sie wieder müde ist...also ab in die Trage...sie machts zwar nicht immer, aber heut wieder: Sie schrie wie am Spieß (sie hat ein sehr durchdringendes, schrilles, extremes Schreien), sodass mir davon richtig schlecht wird und mir regelrecht ums Herz ganz komisch wird, hört sich zwar eigenartig an, aber ist wirklich so, mir wird dann immer ganz komisch, wenn sie so doll brüllt, wie dieses Mal wieder...und dann schläft sie in 2 Minuten auf einmal Sie brüllt, als gäbe es kein Morgen mehr und 2 Minuten später ist Ruhe...das macht sie aber auch nicht immer, wenn sie in die Trage kommt...ich frag mich, was sie dann hat bzw. was anders ist, als sonst...

Vielleicht ist ihr die Trage auch unangenehm. Welche hast du denn?
SpieloReloaded
14096 Beiträge
18.10.2012 15:27
Heute geht's wieder. Habe mich heute morgen entschuldigt.
18.10.2012 15:58
Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von Ulrike1987:

So, jetzt komme ich hier her zum Jammern...nachdem mir der Link für die Mütter von 24 Stunden Kindern gegeben wurde
Es ist gerad mal morgens und ich bin jetzt schon wieder fertig...meine Kleine will ja nun den ganzen Tag getragen werden, um schlafen zu können (kennen hier wahrscheinlich sehr viele)...jetzt hat sie heut morgen wie immer ihre Flasche bekommen und nach einer bestimmten Zeit habe ich dann mitbekommen, dass sie wieder müde ist...also ab in die Trage...sie machts zwar nicht immer, aber heut wieder: Sie schrie wie am Spieß (sie hat ein sehr durchdringendes, schrilles, extremes Schreien), sodass mir davon richtig schlecht wird und mir regelrecht ums Herz ganz komisch wird, hört sich zwar eigenartig an, aber ist wirklich so, mir wird dann immer ganz komisch, wenn sie so doll brüllt, wie dieses Mal wieder...und dann schläft sie in 2 Minuten auf einmal Sie brüllt, als gäbe es kein Morgen mehr und 2 Minuten später ist Ruhe...das macht sie aber auch nicht immer, wenn sie in die Trage kommt...ich frag mich, was sie dann hat bzw. was anders ist, als sonst...

Vielleicht ist ihr die Trage auch unangenehm. Welche hast du denn?


Ich hatte erst die Marsupi, jetzt seit 2 Tagen die Manduca, aber das Theater hat sie in beiden Tragen schon gemacht...sie schreit vorallem auch extrem, wenn sie müde ist...wie gesagt, manchmal schläft sie aus dem Schreien heraus dann ganz schnell ein...manchmal keine 2 Minuten
18.10.2012 16:17
Hab grad eher zufällig, das Thema hier entdeckt. Ich empfand meinen Sohn im übrigen nie als Schreibaby, aber als 24-h-Baby. Ich hab unsere "Geschichte" noch nie nieder geschrieben, wollte ich aber immer
Weil ich nämlich verdammt stolz auf mich und meinen Sohn bin, dass wird das so gut hinbekommen haben.

Also, wer Lust hat kann sie ja lesen. Wenn nicht, einfach ignorieren. Ich hab damals viel nach "ähnlichen" Geschichten gegoogelt und alles aufgesaugt, was mir half.

Also:

Unser kleiner Sohn im März 2011 auf die Welt, 16 Tage zufrüh und mit nur 2500 Gramm. Die erste Nacht habe ich nicht geschlafen, ihn nur angeschaut und war sehr glücklich. Inder zweiten Nacht konnte ich nicht schlafen, weil mein Sohn diese komplett durchschrie, stundenlang. Ich hab totale Panik gehabt vor den nächsten Monat und war schon in der zweiten Nacht (!!!) fix und fertig. Es half nix: kein Stillen, kein Tragen, Kein Singen. Absolut Nix.
Dann kamen die nächsten zwei-drei Wochen. Mein Sohn war suuuuuper entspannt, hat beinahe gar nicht geschrien. Meine Hebamme erklärte uns, dass dies wohl auch daran lege, dass er etwas zu früh kam und das dann noch früh genug losginge. Ich sah das anders und erklärte auch gerne meinem Umfeld, weshalb ich so ein entspanntes Kind hatte: Morgens und Abends Babymassage, Familienbett, Stillen und das ich als Über-Super-Tolle-Mutter natürlich die Bedürfnisse meines Kindes kenne. Ich dachte wirklich, ich habs einfach drauf. Tja, falsch gedacht.
Dann kam die harte Zeit. Emil hatte ein Nachtsschlafenszeit von 23:00 Uhr bis 06:00 Uhr morgens, ale 1-2 h wollte er an die Brust. Emil hat permanenten Körperkontakt gebraucht und damit meine ich wirklich 24 h. Ich habe z.B. das gesamte erste Lebensjahr nicht einmal abends nen Film gucken können, denn wenn ich ihn abends ins Bett brachte musste ich neben ihm liegen bleiben, sonst wurde er wach und schrie.Ich hab viel gelesen in der Zeit . (Mittlerweile haben wir den Fernsehr mit langen Kopfhörern im Schlafzimmer). Was sich außerdem erst so mit 13/14 Mon. Änderte: In den ersten 1-3 h wurde Emil ca. alle 15-30 Min. wach und wollte an die Brust. Ich nehme an, er hat „kontrolliert“, dass ich auch noch da bin und Mama nicht weggeht. So mit 4-5 Monaten änderte sich seine Einschlafzeit auf 20-21 Uhr bis morgens um 06:00 Uhr. Das nächtliche Stillen alle 2h (und öfter) sollte sich jedoch im ersten Lebensjahr nicht ändern.

Besonders schwierig in den ersten Monaten: Mit fünf Wochen hatte er eine Saugverwirrung (gegen das unaufhörliche Schreien, wurde uns von unserer Hebamme ein Schnuller empfohlen). Somit schrie mein Sohn nun zusätzlich noch alle 2h beim Stillen, dass eine Woche lang. Nachem ich diese unendlich beschissene Saugverwirrung nach zwei Wochen HARTER Arbeit mit Emil durchgestandn hatte, fing er wieder an, an der Brust zu schreien. Ich habe am Tag sicherlich 100 mal gesagt, dass ich Abstillen werde. Dann habe ich mir eine gaaaanz tolle Stillberaterin gesucht. Ich hatte schlichtweg viel zu viel Milch (während der Saugverwirrung musste ich Emil alle 30-60 Min stillen, damit er das Trinkn an der Brust wieder lernt).

Das gesamte erste Lebensjahr hat er tagsüber nur im Tragetuch geschlafen (dort aber recht gut). Alleine beschäftigen gabs auch nicht. Was daraus resultierte: Ich war den gesamten Tag bei ihm und lag oder saß bei ihm, meist er auf meinem Arm. Das alles war hart. Aber womit ich am meisten zu kämpfen hatte: Emil hat sich von niemanden auf den Arm nehmen lassen, niemand außer mir konnte ihn beruhigen, es gab Zeiten da durfte ihn nicht mal jmd anschauen (in der Hoch-Zeit der Fremdelphase). Besuch durfte nur kurz kommen, mal Oma und Opa besuchen gabs nicht (haben wir das erste mal gemacht, als er 14 Mon. Alt war), auch musste ich Verabredungen permanent absagen,
ich konnte nicht zur Hochzeit einer guten Freundin. Jeder Arztbesuch war die Hölle: kaum waren wir in der Praxis schrie er bis wir wieder zuhause waren. Krabbelgruppen oder ähnliches waren unmöglich. Emil hatte vor allem und jedem Angst. Besonders andere Babys haben ihm tierisch Angst gemacht. Am meisten hatte er Probleme mit lauten Geräuschen (ich durfte die ersten 14 Mon. Nicht saugen, weil Emil sofort panisch anfing zu schreien.). Ich durfte keine 10 Min. von ihm getrennt sein, ich als Mensch, existierte nicht mehr. Mal ne halbe Stunde in die Badewanne: unmöglich. Mein Sohn klammerte sich an mich, ich war sein sicherer Anker. Und ich habs so hingenommen. In regelmäßigen Abständen hab ich Heulanfälle bekommen, weil ich fand, dass ich selber nicht mehr für mich lebte. Auch konnten wir nicht mit ihm mal eben einkaufen gehen, dass alles hat ihn überfordert, waren zu viele Reize, zu viele Menschen.
Das erste mal mit ihm einen Spaziergang machen, das gabs bei uns mit 9 Wochen!!!
Mit 12 Wochen hatte er einen Schrei-Höhepunkt. Drei Tagelan schrie er beinahe ununterbrochen, wir liefen auf dem Zahnfleisch. Wir hatten beide kaum geschlafen und konnte nicht mehr. Aber nach dem Schub wurde es etwas besser. Er schrie immer noch viel und akzeptierte nur mich, aber er schrie keine 3-4 h am Stück mehr.

Wies uns damit ging: Beschissen. Ich war so überzeugt von unsere Rangehensweise (wichtige Eckpfeiler: NIE schreien oder gar quängeln lassen, Familienbett, Stillen, Tragen, Bedürfnisse erkennen und stillen). Anfangs dachte ich, dass Babys wohl einfach so sind und es war mir ein Rätsel, wie Geschwisterkinder zu stande kommen. Dann zweifelte ich an unseren Eltenqualitäten, waren wir einfach zu doof.

Aber ich hatte auch ein riesigen Joker: Meinen Mann. Mein Mann ist der geborene Papa und er war zu der Zeit noch Student und musste nur noch seine Diplomarbeit schreiben. Somit waren wir zuzweit zuhause. Alleine hätte ich das oft nicht geschafft.

Aber Emil hatte auch eine andere Seite: So schnell er schrie, so schnell lachte er auch. Ich habe oft von anderen Müttern gehört, dass sie ihr Kind noch nie so lachen haben hören, wie meinen Sohn. Emil ist am gesamten Körper kitzelig, hat schon mit wenigen Monaten Lachanfälle gehabt und kann sich über einzelne Wörter schier totlachen.

Dann kam die Wendung so mit 14 Mon. Emil schien zu verstehen, dass er keine Angst vor anderen haben muss. Auf einmal ging er auf andere zu und löste sich von mir ab. Jedoch war auch dies anfangs etwas heikel. Denn wenn er sich dann jmd. Öffnente, war es ein Riesendrama, wenn die Person wieder ging. Er schrie ohne Ende und lies sich kaum beruhigen, mittlerweile hat er verstanden, dass seine Freunde wiederkommen und es nur ein Auf WIEDERsehen ist. Auch seine Angst vor lauten Geräuschen ist verflogen.

Und es hat sich gezeigt, dass Emil sozial sehr stark ausgeprägt ist. So konnte er (natürlich nach Mama), vorallem die Namen anderer Kinder aufsagen. Während andere Kinder andere Erwachsene gar nicht beachteten, hat Emil Kontakt gesucht. Wenn ich mit Emil beim Kinder-Turnen bin (wir waren schon zweimal da und er hat noch NICHT einmal geweint) interessieren ihn nicht die Spielsachen/Sportgeräte, sondern die anderen Kinder. Er umarmt und hilft gerne, gibt gerne ab und ist aufmerksam.
Emotional ist Emil immer noch. Wenn er sich ärgert, dann richtig. Wenn er sich freut, dann richtig.

Emil ist immer noch kein Easy-Baby (wenns sowas gibt, außerdem ist er ja mittlerweile ein Kleinkind). Aber er versteht mich, hat sich mittlerweile gut abgelöst und liebt seinen Papa. Kita und Babysitten müssen noch warten, soweit ist er noch nicht. Nachts brauch er mich noch, auch will er mind. 2 mal (meist jedoch 4-5 mal) in der Nacht gestillt werden. Auch getragen wird er noch gerne. Das Familienbett ist eine Selbstverständlichkeit.
Als Emils „krasse“ Angst vor Anderen ging, wurde es viel leichter. Trotzdem fordert mich Emil gerade in schwierigen Phasen noch sehr.

Was uns übrigens enorm geholfen hat, war uns ist die Zusammenarbeit mit einer tollen Heilpraktikerin. So hat sie z.B. erkannt, dass Emil mehr Kalium brauch. Wenn Kinder z.B. einen Mangel haben, kann auch dies zu schlechter Laune führen. Seit wir auf seinen Körper (also auch auf Stuhl, Urin, brüchige Fingernägel usw.) achten und darauf entsprechend reagieren geht’s ihm auch besser.

Emil ist ein toller Mensch und ich bin sehr froh, genau dieses Kind bekommen zu haben. Sicherlich, habe ich nicht immer alles richtig gemacht. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir den richtigen Weg gegangen sind und gehen. Besonders schwer haben es uns übrigens Freunde und vorallem die Familie gemacht. Wir haben ihn angeblich unterfordert, trauten ihm zu wenig zu, ich bin eh eine Glucke und unsere ganze Erziehung sei eigenartig. Aber, wer so ein Kind nicht hatte, kann das nicht verstehen. Deshalb bin ich da auch niemandem böse.

Ich bin übrigens wieder in 14 Woche (geplant) schwanger. Mal schauen, wies diesmal läuft Aber eins weiß ich: Ich bin ne tolle und verdammt gute Mutter
SpieloReloaded
14096 Beiträge
18.10.2012 16:18
Zitat von Ulrike1987:

Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von Ulrike1987:

So, jetzt komme ich hier her zum Jammern...nachdem mir der Link für die Mütter von 24 Stunden Kindern gegeben wurde
Es ist gerad mal morgens und ich bin jetzt schon wieder fertig...meine Kleine will ja nun den ganzen Tag getragen werden, um schlafen zu können (kennen hier wahrscheinlich sehr viele)...jetzt hat sie heut morgen wie immer ihre Flasche bekommen und nach einer bestimmten Zeit habe ich dann mitbekommen, dass sie wieder müde ist...also ab in die Trage...sie machts zwar nicht immer, aber heut wieder: Sie schrie wie am Spieß (sie hat ein sehr durchdringendes, schrilles, extremes Schreien), sodass mir davon richtig schlecht wird und mir regelrecht ums Herz ganz komisch wird, hört sich zwar eigenartig an, aber ist wirklich so, mir wird dann immer ganz komisch, wenn sie so doll brüllt, wie dieses Mal wieder...und dann schläft sie in 2 Minuten auf einmal Sie brüllt, als gäbe es kein Morgen mehr und 2 Minuten später ist Ruhe...das macht sie aber auch nicht immer, wenn sie in die Trage kommt...ich frag mich, was sie dann hat bzw. was anders ist, als sonst...

Vielleicht ist ihr die Trage auch unangenehm. Welche hast du denn?


Ich hatte erst die Marsupi, jetzt seit 2 Tagen die Manduca, aber das Theater hat sie in beiden Tragen schon gemacht...sie schreit vorallem auch extrem, wenn sie müde ist...wie gesagt, manchmal schläft sie aus dem Schreien heraus dann ganz schnell ein...manchmal keine 2 Minuten

Na, die Manduca ist für so kleine Zwerge nicht so gut. Marsupi ist jetzt auch eher suboptimal, aber für jetzt ein wenig besser.
Hast du einen Pezziball? Manche Kinder mögen es, wenn sie im Tuch sind und Mama dann auf dem Ball sitzend auf und ab wippt.
SpieloReloaded
14096 Beiträge
18.10.2012 16:24
Zitat von FrauUngewiss:

Hab grad eher zufällig, das Thema hier entdeckt. Ich empfand meinen Sohn im übrigen nie als Schreibaby, aber als 24-h-Baby. Ich hab unsere "Geschichte" noch nie nieder geschrieben, wollte ich aber immer
Weil ich nämlich verdammt stolz auf mich und meinen Sohn bin, dass wird das so gut hinbekommen haben.

Also, wer Lust hat kann sie ja lesen. Wenn nicht, einfach ignorieren. Ich hab damals viel nach "ähnlichen" Geschichten gegoogelt und alles aufgesaugt, was mir half.

Also:

Unser kleiner Sohn im März 2011 auf die Welt, 16 Tage zufrüh und mit nur 2500 Gramm. Die erste Nacht habe ich nicht geschlafen, ihn nur angeschaut und war sehr glücklich. Inder zweiten Nacht konnte ich nicht schlafen, weil mein Sohn diese komplett durchschrie, stundenlang. Ich hab totale Panik gehabt vor den nächsten Monat und war schon in der zweiten Nacht (!!!) fix und fertig. Es half nix: kein Stillen, kein Tragen, Kein Singen. Absolut Nix.
Dann kamen die nächsten zwei-drei Wochen. Mein Sohn war suuuuuper entspannt, hat beinahe gar nicht geschrien. Meine Hebamme erklärte uns, dass dies wohl auch daran lege, dass er etwas zu früh kam und das dann noch früh genug losginge. Ich sah das anders und erklärte auch gerne meinem Umfeld, weshalb ich so ein entspanntes Kind hatte: Morgens und Abends Babymassage, Familienbett, Stillen und das ich als Über-Super-Tolle-Mutter natürlich die Bedürfnisse meines Kindes kenne. Ich dachte wirklich, ich habs einfach drauf. Tja, falsch gedacht.
Dann kam die harte Zeit. Emil hatte ein Nachtsschlafenszeit von 23:00 Uhr bis 06:00 Uhr morgens, ale 1-2 h wollte er an die Brust. Emil hat permanenten Körperkontakt gebraucht und damit meine ich wirklich 24 h. Ich habe z.B. das gesamte erste Lebensjahr nicht einmal abends nen Film gucken können, denn wenn ich ihn abends ins Bett brachte musste ich neben ihm liegen bleiben, sonst wurde er wach und schrie.Ich hab viel gelesen in der Zeit . (Mittlerweile haben wir den Fernsehr mit langen Kopfhörern im Schlafzimmer). Was sich außerdem erst so mit 13/14 Mon. Änderte: In den ersten 1-3 h wurde Emil ca. alle 15-30 Min. wach und wollte an die Brust. Ich nehme an, er hat „kontrolliert“, dass ich auch noch da bin und Mama nicht weggeht. So mit 4-5 Monaten änderte sich seine Einschlafzeit auf 20-21 Uhr bis morgens um 06:00 Uhr. Das nächtliche Stillen alle 2h (und öfter) sollte sich jedoch im ersten Lebensjahr nicht ändern.

Besonders schwierig in den ersten Monaten: Mit fünf Wochen hatte er eine Saugverwirrung (gegen das unaufhörliche Schreien, wurde uns von unserer Hebamme ein Schnuller empfohlen). Somit schrie mein Sohn nun zusätzlich noch alle 2h beim Stillen, dass eine Woche lang. Nachem ich diese unendlich beschissene Saugverwirrung nach zwei Wochen HARTER Arbeit mit Emil durchgestandn hatte, fing er wieder an, an der Brust zu schreien. Ich habe am Tag sicherlich 100 mal gesagt, dass ich Abstillen werde. Dann habe ich mir eine gaaaanz tolle Stillberaterin gesucht. Ich hatte schlichtweg viel zu viel Milch (während der Saugverwirrung musste ich Emil alle 30-60 Min stillen, damit er das Trinkn an der Brust wieder lernt).

Das gesamte erste Lebensjahr hat er tagsüber nur im Tragetuch geschlafen (dort aber recht gut). Alleine beschäftigen gabs auch nicht. Was daraus resultierte: Ich war den gesamten Tag bei ihm und lag oder saß bei ihm, meist er auf meinem Arm. Das alles war hart. Aber womit ich am meisten zu kämpfen hatte: Emil hat sich von niemanden auf den Arm nehmen lassen, niemand außer mir konnte ihn beruhigen, es gab Zeiten da durfte ihn nicht mal jmd anschauen (in der Hoch-Zeit der Fremdelphase). Besuch durfte nur kurz kommen, mal Oma und Opa besuchen gabs nicht (haben wir das erste mal gemacht, als er 14 Mon. Alt war), auch musste ich Verabredungen permanent absagen,
ich konnte nicht zur Hochzeit einer guten Freundin. Jeder Arztbesuch war die Hölle: kaum waren wir in der Praxis schrie er bis wir wieder zuhause waren. Krabbelgruppen oder ähnliches waren unmöglich. Emil hatte vor allem und jedem Angst. Besonders andere Babys haben ihm tierisch Angst gemacht. Am meisten hatte er Probleme mit lauten Geräuschen (ich durfte die ersten 14 Mon. Nicht saugen, weil Emil sofort panisch anfing zu schreien.). Ich durfte keine 10 Min. von ihm getrennt sein, ich als Mensch, existierte nicht mehr. Mal ne halbe Stunde in die Badewanne: unmöglich. Mein Sohn klammerte sich an mich, ich war sein sicherer Anker. Und ich habs so hingenommen. In regelmäßigen Abständen hab ich Heulanfälle bekommen, weil ich fand, dass ich selber nicht mehr für mich lebte. Auch konnten wir nicht mit ihm mal eben einkaufen gehen, dass alles hat ihn überfordert, waren zu viele Reize, zu viele Menschen.
Das erste mal mit ihm einen Spaziergang machen, das gabs bei uns mit 9 Wochen!!!
Mit 12 Wochen hatte er einen Schrei-Höhepunkt. Drei Tagelan schrie er beinahe ununterbrochen, wir liefen auf dem Zahnfleisch. Wir hatten beide kaum geschlafen und konnte nicht mehr. Aber nach dem Schub wurde es etwas besser. Er schrie immer noch viel und akzeptierte nur mich, aber er schrie keine 3-4 h am Stück mehr.

Wies uns damit ging: Beschissen. Ich war so überzeugt von unsere Rangehensweise (wichtige Eckpfeiler: NIE schreien oder gar quängeln lassen, Familienbett, Stillen, Tragen, Bedürfnisse erkennen und stillen). Anfangs dachte ich, dass Babys wohl einfach so sind und es war mir ein Rätsel, wie Geschwisterkinder zu stande kommen. Dann zweifelte ich an unseren Eltenqualitäten, waren wir einfach zu doof.

Aber ich hatte auch ein riesigen Joker: Meinen Mann. Mein Mann ist der geborene Papa und er war zu der Zeit noch Student und musste nur noch seine Diplomarbeit schreiben. Somit waren wir zuzweit zuhause. Alleine hätte ich das oft nicht geschafft.

Aber Emil hatte auch eine andere Seite: So schnell er schrie, so schnell lachte er auch. Ich habe oft von anderen Müttern gehört, dass sie ihr Kind noch nie so lachen haben hören, wie meinen Sohn. Emil ist am gesamten Körper kitzelig, hat schon mit wenigen Monaten Lachanfälle gehabt und kann sich über einzelne Wörter schier totlachen.

Dann kam die Wendung so mit 14 Mon. Emil schien zu verstehen, dass er keine Angst vor anderen haben muss. Auf einmal ging er auf andere zu und löste sich von mir ab. Jedoch war auch dies anfangs etwas heikel. Denn wenn er sich dann jmd. Öffnente, war es ein Riesendrama, wenn die Person wieder ging. Er schrie ohne Ende und lies sich kaum beruhigen, mittlerweile hat er verstanden, dass seine Freunde wiederkommen und es nur ein Auf WIEDERsehen ist. Auch seine Angst vor lauten Geräuschen ist verflogen.

Und es hat sich gezeigt, dass Emil sozial sehr stark ausgeprägt ist. So konnte er (natürlich nach Mama), vorallem die Namen anderer Kinder aufsagen. Während andere Kinder andere Erwachsene gar nicht beachteten, hat Emil Kontakt gesucht. Wenn ich mit Emil beim Kinder-Turnen bin (wir waren schon zweimal da und er hat noch NICHT einmal geweint) interessieren ihn nicht die Spielsachen/Sportgeräte, sondern die anderen Kinder. Er umarmt und hilft gerne, gibt gerne ab und ist aufmerksam.
Emotional ist Emil immer noch. Wenn er sich ärgert, dann richtig. Wenn er sich freut, dann richtig.

Emil ist immer noch kein Easy-Baby (wenns sowas gibt, außerdem ist er ja mittlerweile ein Kleinkind). Aber er versteht mich, hat sich mittlerweile gut abgelöst und liebt seinen Papa. Kita und Babysitten müssen noch warten, soweit ist er noch nicht. Nachts brauch er mich noch, auch will er mind. 2 mal (meist jedoch 4-5 mal) in der Nacht gestillt werden. Auch getragen wird er noch gerne. Das Familienbett ist eine Selbstverständlichkeit.
Als Emils „krasse“ Angst vor Anderen ging, wurde es viel leichter. Trotzdem fordert mich Emil gerade in schwierigen Phasen noch sehr.

Was uns übrigens enorm geholfen hat, war uns ist die Zusammenarbeit mit einer tollen Heilpraktikerin. So hat sie z.B. erkannt, dass Emil mehr Kalium brauch. Wenn Kinder z.B. einen Mangel haben, kann auch dies zu schlechter Laune führen. Seit wir auf seinen Körper (also auch auf Stuhl, Urin, brüchige Fingernägel usw.) achten und darauf entsprechend reagieren geht’s ihm auch besser.

Emil ist ein toller Mensch und ich bin sehr froh, genau dieses Kind bekommen zu haben. Sicherlich, habe ich nicht immer alles richtig gemacht. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir den richtigen Weg gegangen sind und gehen. Besonders schwer haben es uns übrigens Freunde und vorallem die Familie gemacht. Wir haben ihn angeblich unterfordert, trauten ihm zu wenig zu, ich bin eh eine Glucke und unsere ganze Erziehung sei eigenartig. Aber, wer so ein Kind nicht hatte, kann das nicht verstehen. Deshalb bin ich da auch niemandem böse.

Ich bin übrigens wieder in 14 Woche (geplant) schwanger. Mal schauen, wies diesmal läuft Aber eins weiß ich: Ich bin ne tolle und verdammt gute Mutter

Klingt verdammt anstrengend. Einzig und allein versteh ich nicht, wie du noch ein weiteres Kind haben wollen kannst.
Kimal
2526 Beiträge
18.10.2012 16:34
sorry das ich das sage aber mein kleiner ist total entspannt und ruhig seid die große bei oma ist Oo
ich werd bekloppt Oo

kein schreien kein brüllen ... Oo er kichert viel und beschäftigt sich gaaaaaaaaaaaaanz allein auch wenn ich nicht im zimmer bin oo

oh man ich fall vom glauben ab Oo

ob er wohl krank wird ?? das verwirrt mich ^^

spielo ich hoffe deine laune bleibt soweit stabil ... wie sind deine kinder so drauf heut ?
SpieloReloaded
14096 Beiträge
18.10.2012 16:38
Kimal, sehr mysteriöse. Vielleicht wirklich krank oder aber heute besonders gut gelaunt.

Meine Laune ist okay. Ich bin krank. Die Jungs lassen mich komischerweise in Ruhe, seit ich ihnen gesagt habe, dass ich krank bin und Ruhe brauche.
18.10.2012 16:38
Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von FrauUngewiss:

Hab grad eher zufällig, das Thema hier entdeckt. Ich empfand meinen Sohn im übrigen nie als Schreibaby, aber als 24-h-Baby. Ich hab unsere "Geschichte" noch nie nieder geschrieben, wollte ich aber immer
Weil ich nämlich verdammt stolz auf mich und meinen Sohn bin, dass wird das so gut hinbekommen haben.

Also, wer Lust hat kann sie ja lesen. Wenn nicht, einfach ignorieren. Ich hab damals viel nach "ähnlichen" Geschichten gegoogelt und alles aufgesaugt, was mir half.

Also:

Unser kleiner Sohn im März 2011 auf die Welt, 16 Tage zufrüh und mit nur 2500 Gramm. Die erste Nacht habe ich nicht geschlafen, ihn nur angeschaut und war sehr glücklich. Inder zweiten Nacht konnte ich nicht schlafen, weil mein Sohn diese komplett durchschrie, stundenlang. Ich hab totale Panik gehabt vor den nächsten Monat und war schon in der zweiten Nacht (!!!) fix und fertig. Es half nix: kein Stillen, kein Tragen, Kein Singen. Absolut Nix.
Dann kamen die nächsten zwei-drei Wochen. Mein Sohn war suuuuuper entspannt, hat beinahe gar nicht geschrien. Meine Hebamme erklärte uns, dass dies wohl auch daran lege, dass er etwas zu früh kam und das dann noch früh genug losginge. Ich sah das anders und erklärte auch gerne meinem Umfeld, weshalb ich so ein entspanntes Kind hatte: Morgens und Abends Babymassage, Familienbett, Stillen und das ich als Über-Super-Tolle-Mutter natürlich die Bedürfnisse meines Kindes kenne. Ich dachte wirklich, ich habs einfach drauf. Tja, falsch gedacht.
Dann kam die harte Zeit. Emil hatte ein Nachtsschlafenszeit von 23:00 Uhr bis 06:00 Uhr morgens, ale 1-2 h wollte er an die Brust. Emil hat permanenten Körperkontakt gebraucht und damit meine ich wirklich 24 h. Ich habe z.B. das gesamte erste Lebensjahr nicht einmal abends nen Film gucken können, denn wenn ich ihn abends ins Bett brachte musste ich neben ihm liegen bleiben, sonst wurde er wach und schrie.Ich hab viel gelesen in der Zeit . (Mittlerweile haben wir den Fernsehr mit langen Kopfhörern im Schlafzimmer). Was sich außerdem erst so mit 13/14 Mon. Änderte: In den ersten 1-3 h wurde Emil ca. alle 15-30 Min. wach und wollte an die Brust. Ich nehme an, er hat „kontrolliert“, dass ich auch noch da bin und Mama nicht weggeht. So mit 4-5 Monaten änderte sich seine Einschlafzeit auf 20-21 Uhr bis morgens um 06:00 Uhr. Das nächtliche Stillen alle 2h (und öfter) sollte sich jedoch im ersten Lebensjahr nicht ändern.

Besonders schwierig in den ersten Monaten: Mit fünf Wochen hatte er eine Saugverwirrung (gegen das unaufhörliche Schreien, wurde uns von unserer Hebamme ein Schnuller empfohlen). Somit schrie mein Sohn nun zusätzlich noch alle 2h beim Stillen, dass eine Woche lang. Nachem ich diese unendlich beschissene Saugverwirrung nach zwei Wochen HARTER Arbeit mit Emil durchgestandn hatte, fing er wieder an, an der Brust zu schreien. Ich habe am Tag sicherlich 100 mal gesagt, dass ich Abstillen werde. Dann habe ich mir eine gaaaanz tolle Stillberaterin gesucht. Ich hatte schlichtweg viel zu viel Milch (während der Saugverwirrung musste ich Emil alle 30-60 Min stillen, damit er das Trinkn an der Brust wieder lernt).

Das gesamte erste Lebensjahr hat er tagsüber nur im Tragetuch geschlafen (dort aber recht gut). Alleine beschäftigen gabs auch nicht. Was daraus resultierte: Ich war den gesamten Tag bei ihm und lag oder saß bei ihm, meist er auf meinem Arm. Das alles war hart. Aber womit ich am meisten zu kämpfen hatte: Emil hat sich von niemanden auf den Arm nehmen lassen, niemand außer mir konnte ihn beruhigen, es gab Zeiten da durfte ihn nicht mal jmd anschauen (in der Hoch-Zeit der Fremdelphase). Besuch durfte nur kurz kommen, mal Oma und Opa besuchen gabs nicht (haben wir das erste mal gemacht, als er 14 Mon. Alt war), auch musste ich Verabredungen permanent absagen,
ich konnte nicht zur Hochzeit einer guten Freundin. Jeder Arztbesuch war die Hölle: kaum waren wir in der Praxis schrie er bis wir wieder zuhause waren. Krabbelgruppen oder ähnliches waren unmöglich. Emil hatte vor allem und jedem Angst. Besonders andere Babys haben ihm tierisch Angst gemacht. Am meisten hatte er Probleme mit lauten Geräuschen (ich durfte die ersten 14 Mon. Nicht saugen, weil Emil sofort panisch anfing zu schreien.). Ich durfte keine 10 Min. von ihm getrennt sein, ich als Mensch, existierte nicht mehr. Mal ne halbe Stunde in die Badewanne: unmöglich. Mein Sohn klammerte sich an mich, ich war sein sicherer Anker. Und ich habs so hingenommen. In regelmäßigen Abständen hab ich Heulanfälle bekommen, weil ich fand, dass ich selber nicht mehr für mich lebte. Auch konnten wir nicht mit ihm mal eben einkaufen gehen, dass alles hat ihn überfordert, waren zu viele Reize, zu viele Menschen.
Das erste mal mit ihm einen Spaziergang machen, das gabs bei uns mit 9 Wochen!!!
Mit 12 Wochen hatte er einen Schrei-Höhepunkt. Drei Tagelan schrie er beinahe ununterbrochen, wir liefen auf dem Zahnfleisch. Wir hatten beide kaum geschlafen und konnte nicht mehr. Aber nach dem Schub wurde es etwas besser. Er schrie immer noch viel und akzeptierte nur mich, aber er schrie keine 3-4 h am Stück mehr.

Wies uns damit ging: Beschissen. Ich war so überzeugt von unsere Rangehensweise (wichtige Eckpfeiler: NIE schreien oder gar quängeln lassen, Familienbett, Stillen, Tragen, Bedürfnisse erkennen und stillen). Anfangs dachte ich, dass Babys wohl einfach so sind und es war mir ein Rätsel, wie Geschwisterkinder zu stande kommen. Dann zweifelte ich an unseren Eltenqualitäten, waren wir einfach zu doof.

Aber ich hatte auch ein riesigen Joker: Meinen Mann. Mein Mann ist der geborene Papa und er war zu der Zeit noch Student und musste nur noch seine Diplomarbeit schreiben. Somit waren wir zuzweit zuhause. Alleine hätte ich das oft nicht geschafft.

Aber Emil hatte auch eine andere Seite: So schnell er schrie, so schnell lachte er auch. Ich habe oft von anderen Müttern gehört, dass sie ihr Kind noch nie so lachen haben hören, wie meinen Sohn. Emil ist am gesamten Körper kitzelig, hat schon mit wenigen Monaten Lachanfälle gehabt und kann sich über einzelne Wörter schier totlachen.

Dann kam die Wendung so mit 14 Mon. Emil schien zu verstehen, dass er keine Angst vor anderen haben muss. Auf einmal ging er auf andere zu und löste sich von mir ab. Jedoch war auch dies anfangs etwas heikel. Denn wenn er sich dann jmd. Öffnente, war es ein Riesendrama, wenn die Person wieder ging. Er schrie ohne Ende und lies sich kaum beruhigen, mittlerweile hat er verstanden, dass seine Freunde wiederkommen und es nur ein Auf WIEDERsehen ist. Auch seine Angst vor lauten Geräuschen ist verflogen.

Und es hat sich gezeigt, dass Emil sozial sehr stark ausgeprägt ist. So konnte er (natürlich nach Mama), vorallem die Namen anderer Kinder aufsagen. Während andere Kinder andere Erwachsene gar nicht beachteten, hat Emil Kontakt gesucht. Wenn ich mit Emil beim Kinder-Turnen bin (wir waren schon zweimal da und er hat noch NICHT einmal geweint) interessieren ihn nicht die Spielsachen/Sportgeräte, sondern die anderen Kinder. Er umarmt und hilft gerne, gibt gerne ab und ist aufmerksam.
Emotional ist Emil immer noch. Wenn er sich ärgert, dann richtig. Wenn er sich freut, dann richtig.

Emil ist immer noch kein Easy-Baby (wenns sowas gibt, außerdem ist er ja mittlerweile ein Kleinkind). Aber er versteht mich, hat sich mittlerweile gut abgelöst und liebt seinen Papa. Kita und Babysitten müssen noch warten, soweit ist er noch nicht. Nachts brauch er mich noch, auch will er mind. 2 mal (meist jedoch 4-5 mal) in der Nacht gestillt werden. Auch getragen wird er noch gerne. Das Familienbett ist eine Selbstverständlichkeit.
Als Emils „krasse“ Angst vor Anderen ging, wurde es viel leichter. Trotzdem fordert mich Emil gerade in schwierigen Phasen noch sehr.

Was uns übrigens enorm geholfen hat, war uns ist die Zusammenarbeit mit einer tollen Heilpraktikerin. So hat sie z.B. erkannt, dass Emil mehr Kalium brauch. Wenn Kinder z.B. einen Mangel haben, kann auch dies zu schlechter Laune führen. Seit wir auf seinen Körper (also auch auf Stuhl, Urin, brüchige Fingernägel usw.) achten und darauf entsprechend reagieren geht’s ihm auch besser.

Emil ist ein toller Mensch und ich bin sehr froh, genau dieses Kind bekommen zu haben. Sicherlich, habe ich nicht immer alles richtig gemacht. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir den richtigen Weg gegangen sind und gehen. Besonders schwer haben es uns übrigens Freunde und vorallem die Familie gemacht. Wir haben ihn angeblich unterfordert, trauten ihm zu wenig zu, ich bin eh eine Glucke und unsere ganze Erziehung sei eigenartig. Aber, wer so ein Kind nicht hatte, kann das nicht verstehen. Deshalb bin ich da auch niemandem böse.

Ich bin übrigens wieder in 14 Woche (geplant) schwanger. Mal schauen, wies diesmal läuft Aber eins weiß ich: Ich bin ne tolle und verdammt gute Mutter

Klingt verdammt anstrengend. Einzig und allein versteh ich nicht, wie du noch ein weiteres Kind haben wollen kannst.


Ich auch nicht. Offiziell gebe ich das natürlich nicht immer zu, aber ich habe regelmäßig wahnsinnig Panik. Wir setzen alles drauf, dass Kind Nr. zwei einfach wird.
Außerdem ist Emil zwar anstrengend (gewesen), aber auch toll und an der Mutterliebe können diese kleinen Würstchen ja doch nix ändern.
Cassiel
1825 Beiträge
18.10.2012 19:55
Zitat von FrauUngewiss:

Hab grad eher zufällig, das Thema hier entdeckt. Ich empfand meinen Sohn im übrigen nie als Schreibaby, aber als 24-h-Baby. Ich hab unsere "Geschichte" noch nie nieder geschrieben, wollte ich aber immer
Weil ich nämlich verdammt stolz auf mich und meinen Sohn bin, dass wird das so gut hinbekommen haben.

Also, wer Lust hat kann sie ja lesen. Wenn nicht, einfach ignorieren. Ich hab damals viel nach "ähnlichen" Geschichten gegoogelt und alles aufgesaugt, was mir half.

Also:

Unser kleiner Sohn im März 2011 auf die Welt, 16 Tage zufrüh und mit nur 2500 Gramm. Die erste Nacht habe ich nicht geschlafen, ihn nur angeschaut und war sehr glücklich. Inder zweiten Nacht konnte ich nicht schlafen, weil mein Sohn diese komplett durchschrie, stundenlang. Ich hab totale Panik gehabt vor den nächsten Monat und war schon in der zweiten Nacht (!!!) fix und fertig. Es half nix: kein Stillen, kein Tragen, Kein Singen. Absolut Nix.
Dann kamen die nächsten zwei-drei Wochen. Mein Sohn war suuuuuper entspannt, hat beinahe gar nicht geschrien. Meine Hebamme erklärte uns, dass dies wohl auch daran lege, dass er etwas zu früh kam und das dann noch früh genug losginge. Ich sah das anders und erklärte auch gerne meinem Umfeld, weshalb ich so ein entspanntes Kind hatte: Morgens und Abends Babymassage, Familienbett, Stillen und das ich als Über-Super-Tolle-Mutter natürlich die Bedürfnisse meines Kindes kenne. Ich dachte wirklich, ich habs einfach drauf. Tja, falsch gedacht.
Dann kam die harte Zeit. Emil hatte ein Nachtsschlafenszeit von 23:00 Uhr bis 06:00 Uhr morgens, ale 1-2 h wollte er an die Brust. Emil hat permanenten Körperkontakt gebraucht und damit meine ich wirklich 24 h. Ich habe z.B. das gesamte erste Lebensjahr nicht einmal abends nen Film gucken können, denn wenn ich ihn abends ins Bett brachte musste ich neben ihm liegen bleiben, sonst wurde er wach und schrie.Ich hab viel gelesen in der Zeit . (Mittlerweile haben wir den Fernsehr mit langen Kopfhörern im Schlafzimmer). Was sich außerdem erst so mit 13/14 Mon. Änderte: In den ersten 1-3 h wurde Emil ca. alle 15-30 Min. wach und wollte an die Brust. Ich nehme an, er hat „kontrolliert“, dass ich auch noch da bin und Mama nicht weggeht. So mit 4-5 Monaten änderte sich seine Einschlafzeit auf 20-21 Uhr bis morgens um 06:00 Uhr. Das nächtliche Stillen alle 2h (und öfter) sollte sich jedoch im ersten Lebensjahr nicht ändern.

Besonders schwierig in den ersten Monaten: Mit fünf Wochen hatte er eine Saugverwirrung (gegen das unaufhörliche Schreien, wurde uns von unserer Hebamme ein Schnuller empfohlen). Somit schrie mein Sohn nun zusätzlich noch alle 2h beim Stillen, dass eine Woche lang. Nachem ich diese unendlich beschissene Saugverwirrung nach zwei Wochen HARTER Arbeit mit Emil durchgestandn hatte, fing er wieder an, an der Brust zu schreien. Ich habe am Tag sicherlich 100 mal gesagt, dass ich Abstillen werde. Dann habe ich mir eine gaaaanz tolle Stillberaterin gesucht. Ich hatte schlichtweg viel zu viel Milch (während der Saugverwirrung musste ich Emil alle 30-60 Min stillen, damit er das Trinkn an der Brust wieder lernt).

Das gesamte erste Lebensjahr hat er tagsüber nur im Tragetuch geschlafen (dort aber recht gut). Alleine beschäftigen gabs auch nicht. Was daraus resultierte: Ich war den gesamten Tag bei ihm und lag oder saß bei ihm, meist er auf meinem Arm. Das alles war hart. Aber womit ich am meisten zu kämpfen hatte: Emil hat sich von niemanden auf den Arm nehmen lassen, niemand außer mir konnte ihn beruhigen, es gab Zeiten da durfte ihn nicht mal jmd anschauen (in der Hoch-Zeit der Fremdelphase). Besuch durfte nur kurz kommen, mal Oma und Opa besuchen gabs nicht (haben wir das erste mal gemacht, als er 14 Mon. Alt war), auch musste ich Verabredungen permanent absagen,
ich konnte nicht zur Hochzeit einer guten Freundin. Jeder Arztbesuch war die Hölle: kaum waren wir in der Praxis schrie er bis wir wieder zuhause waren. Krabbelgruppen oder ähnliches waren unmöglich. Emil hatte vor allem und jedem Angst. Besonders andere Babys haben ihm tierisch Angst gemacht. Am meisten hatte er Probleme mit lauten Geräuschen (ich durfte die ersten 14 Mon. Nicht saugen, weil Emil sofort panisch anfing zu schreien.). Ich durfte keine 10 Min. von ihm getrennt sein, ich als Mensch, existierte nicht mehr. Mal ne halbe Stunde in die Badewanne: unmöglich. Mein Sohn klammerte sich an mich, ich war sein sicherer Anker. Und ich habs so hingenommen. In regelmäßigen Abständen hab ich Heulanfälle bekommen, weil ich fand, dass ich selber nicht mehr für mich lebte. Auch konnten wir nicht mit ihm mal eben einkaufen gehen, dass alles hat ihn überfordert, waren zu viele Reize, zu viele Menschen.
Das erste mal mit ihm einen Spaziergang machen, das gabs bei uns mit 9 Wochen!!!
Mit 12 Wochen hatte er einen Schrei-Höhepunkt. Drei Tagelan schrie er beinahe ununterbrochen, wir liefen auf dem Zahnfleisch. Wir hatten beide kaum geschlafen und konnte nicht mehr. Aber nach dem Schub wurde es etwas besser. Er schrie immer noch viel und akzeptierte nur mich, aber er schrie keine 3-4 h am Stück mehr.

Wies uns damit ging: Beschissen. Ich war so überzeugt von unsere Rangehensweise (wichtige Eckpfeiler: NIE schreien oder gar quängeln lassen, Familienbett, Stillen, Tragen, Bedürfnisse erkennen und stillen). Anfangs dachte ich, dass Babys wohl einfach so sind und es war mir ein Rätsel, wie Geschwisterkinder zu stande kommen. Dann zweifelte ich an unseren Eltenqualitäten, waren wir einfach zu doof.

Aber ich hatte auch ein riesigen Joker: Meinen Mann. Mein Mann ist der geborene Papa und er war zu der Zeit noch Student und musste nur noch seine Diplomarbeit schreiben. Somit waren wir zuzweit zuhause. Alleine hätte ich das oft nicht geschafft.

Aber Emil hatte auch eine andere Seite: So schnell er schrie, so schnell lachte er auch. Ich habe oft von anderen Müttern gehört, dass sie ihr Kind noch nie so lachen haben hören, wie meinen Sohn. Emil ist am gesamten Körper kitzelig, hat schon mit wenigen Monaten Lachanfälle gehabt und kann sich über einzelne Wörter schier totlachen.

Dann kam die Wendung so mit 14 Mon. Emil schien zu verstehen, dass er keine Angst vor anderen haben muss. Auf einmal ging er auf andere zu und löste sich von mir ab. Jedoch war auch dies anfangs etwas heikel. Denn wenn er sich dann jmd. Öffnente, war es ein Riesendrama, wenn die Person wieder ging. Er schrie ohne Ende und lies sich kaum beruhigen, mittlerweile hat er verstanden, dass seine Freunde wiederkommen und es nur ein Auf WIEDERsehen ist. Auch seine Angst vor lauten Geräuschen ist verflogen.

Und es hat sich gezeigt, dass Emil sozial sehr stark ausgeprägt ist. So konnte er (natürlich nach Mama), vorallem die Namen anderer Kinder aufsagen. Während andere Kinder andere Erwachsene gar nicht beachteten, hat Emil Kontakt gesucht. Wenn ich mit Emil beim Kinder-Turnen bin (wir waren schon zweimal da und er hat noch NICHT einmal geweint) interessieren ihn nicht die Spielsachen/Sportgeräte, sondern die anderen Kinder. Er umarmt und hilft gerne, gibt gerne ab und ist aufmerksam.
Emotional ist Emil immer noch. Wenn er sich ärgert, dann richtig. Wenn er sich freut, dann richtig.

Emil ist immer noch kein Easy-Baby (wenns sowas gibt, außerdem ist er ja mittlerweile ein Kleinkind). Aber er versteht mich, hat sich mittlerweile gut abgelöst und liebt seinen Papa. Kita und Babysitten müssen noch warten, soweit ist er noch nicht. Nachts brauch er mich noch, auch will er mind. 2 mal (meist jedoch 4-5 mal) in der Nacht gestillt werden. Auch getragen wird er noch gerne. Das Familienbett ist eine Selbstverständlichkeit.
Als Emils „krasse“ Angst vor Anderen ging, wurde es viel leichter. Trotzdem fordert mich Emil gerade in schwierigen Phasen noch sehr.

Was uns übrigens enorm geholfen hat, war uns ist die Zusammenarbeit mit einer tollen Heilpraktikerin. So hat sie z.B. erkannt, dass Emil mehr Kalium brauch. Wenn Kinder z.B. einen Mangel haben, kann auch dies zu schlechter Laune führen. Seit wir auf seinen Körper (also auch auf Stuhl, Urin, brüchige Fingernägel usw.) achten und darauf entsprechend reagieren geht’s ihm auch besser.

Emil ist ein toller Mensch und ich bin sehr froh, genau dieses Kind bekommen zu haben. Sicherlich, habe ich nicht immer alles richtig gemacht. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir den richtigen Weg gegangen sind und gehen. Besonders schwer haben es uns übrigens Freunde und vorallem die Familie gemacht. Wir haben ihn angeblich unterfordert, trauten ihm zu wenig zu, ich bin eh eine Glucke und unsere ganze Erziehung sei eigenartig. Aber, wer so ein Kind nicht hatte, kann das nicht verstehen. Deshalb bin ich da auch niemandem böse.

Ich bin übrigens wieder in 14 Woche (geplant) schwanger. Mal schauen, wies diesmal läuft Aber eins weiß ich: Ich bin ne tolle und verdammt gute Mutter

Danke für deine geschichte!!!
Meine raupe scheint doch nicht das einzige kind zu sein, das vor allem und jedem panik hat... mei du machst mir voll mut! Danke.. also mein kind hat auch vor allem und jedem angst.. nicht ganz so extrem wie deiner aber fast.. fremde machen sie sofort nervös.. sind diese zu nah und oder zu laut schreit sie.. irgendwann so sehr, dass auch ich sie nicht mehr beruhigen kann.. krabbelgruppe vor 2 tagen war total fürn arsch.. sie schrie und weinte die meiste zeit.. ich mach mir immer mehr gedanken und ängste, wie das weitergehen soll.. kein mensch drum rum versteht das.. meine schwiegermutter meinte nur wir hätten es mit der kleinen eh verkackt, weil sie so ängstlich ist... wir isolieren sie ja.. die muss halt da durch und abgehärtet werden.. ich fühl mich bei treffs mit anderen muttis und kindern immer soo fehl am platz.. alle krabbeln rum nur meine krallt sich an meinem bein fest und alle wissen, dass es ja so ist weil ich sie verwöhne.. sie immernoch stille.. sie nie hab schreien lassen und trage... das macht mich derzeit soooo mürbe.. aber deine geschichte macht mir ein bisschen hoffnung.. hut ab, dass ihr das so hinbekommen habt und stark geblieben seit! Ich wünsch euch von herzen ein einfaches geschwisterchen
18.10.2012 20:25
wow frau ungewiss, das ist ja echt eine krasse geschichte mit deinem emil. freut mich aber, dass ihr einen so guten weg für euch gefunden habt. und hut ab, dass ihr nochmal "freiwillig" nachgelegt habt!

cassiel, versteh deine ängste und deine unsicherheit nur zu gut wenn du mit anderen mamis zusammen bist, die alle nicht deine situation kennen.

spielo: schön, dass deine jungs dich heute so schonen.

meiner ist beleidigt und wollte mir keinen gute-nacht-kuss geben, weil ich eine suppe gekocht habe, die er nicht wollte......doofnase! manchmal versteh ich das kind nicht. als wäre das eine persönliche beleidigung für ihn......
Jani85
27577 Beiträge
18.10.2012 20:35
@cassiel: Ich les hier nur still mit weil ich eigentlich ein "normales" Kind habe. Aber meiner war auch so, oder zumindest ähnlich! Er hat "Fremde" wahnsinnig gehasst. Das fing mit 4 oder 5 Monaten an und war zwischenzeitlich so heftig das meine Schwiegermama ihn nur anschauen musste und er in Tränen ausgebrochen ist Bei der Krabbelgruppe und bei Rückbildungsgruppen treffen hat er nur an mir gehangen und hat sich nicht weggerührt. Auch als einziger... und jetzt auf einmal als hätte es "Klick" gemacht. Seit er laufen kann ist es vieeeel besser geworden. In der Krabbelgruppe (wir gehn schon fast ein Jahr hin) findet er sich langsam zurecht. Ne halbe stunde sitzt er auf meinem Schoß und dann bringt einer der "größeren" Jungs ihm immer einen Traktor, auf den fährt er voll ab und dann geht er auch etwas spielen aber er achtet drauf das nicht zu viele andere Leute zwischen uns sind. Auf dem Spielplatz (da sind wir meist allein ) bewegt er sich auch weiter von mir weg ohne Probleme.
Aber in der krabbelgruppe ist auch ein Mädchen das wenn es was nicht bekommt so schrill brüllt, da fängt er auch immer an zu weinen... Auch wenn andere Kinder weinen weint er mit. Ich sag immer, er ist halt sehr empathisch
Den staubsauger kann er mitlerweile einigermaßen ertragen er darf nur nie zwischen uns sein...
Also wie gesagt es wird langsam besser. Und ich bin ganz stolz auf ihn das er das langsam so hinbekommt
19.10.2012 07:30
@Cassiel

Jaaa du bist nicht alleine
Bei uns gings übrigens auch schlagartig besser, als er lief (halt so mit 14,15 Mon.). Bei anderen Muttis hab ich mich auch oft total blöd gefühlt, so ne Muttigruppe hab ich einmal ausprobiert und dann nie wieder. Das war nämlich für uns beide nur Streß .
Als er so 13 Mon. alt war bin ich mit ihm viel auf dem Spielplatz (wir haben hier einen im Hof, wo immer die gleichen Kinder kommen, war also ganz praktisch). Wenn dann ein anderes Kind in seine Nähe kam, hat er immer sein sämtliches Spielzeug genommen und dem Kind schon aus 1m Entfernung alles zugeworfen, nur damits nicht näher kommt.

Wenn ich jetzt andere Muttis kennenlerne kann sich immer keiner vorstellen, dass mein Sohn ängstlich sein soll. Auch wenn wir irgendwoanders zu Besuch sind rennt er einfach los und erkundet alles.

Ich finds toll das du noch stillst. Ich glaube fest dran, dass "so Kinder" das besonders brauchen, diese Sicherheit und Nähe.

Im übrigen wollte ich nicht, dass der Eindruck entsteht, dass ich immer alles super oder gar richtig gemacht hab. Ich war oft gereizt und geladen (das hat vorallem mein Partner zu spüren bekommen). Auch war ich sicherlich oft unfair Emil gegenüber (auch wenn ich ihn nicht schreien lassen habe, habe ich nicht immer nette Dinge zu ihm gesagt ).

Was ich also sagen wollte: Das wird, du bist auf dem richtigen Weg. Und wenn ich, der ungeduldigste Mensch auf der Welt, dass geschafft habe, dann du auch!
19.10.2012 07:38
Ach eins hatte ich noch vergessen:
Das mit deiner Schwiegermutter kann ich auch soooo gut verstehen. Unsere Schwiegereltern haben auch immer gesagt, dass er von der Außenwelt isoliert wird. Mein Mann hat damals einige Ansagen gemacht, ihnen sogar Literatur ausgeliehen. Wir sollten Emil auch einfach mal irgendwo "durchziehen" und in der Kita hätte er sicherlich sooo viel Spaß. Besonders toll waren so Sprüche zu Emil selber "Ach Mensch, hier zuhause kannst du gar nicht mit andern Babys spielen".

Sie sind wirklich tolle Großeltern, haben aber noch sehr veraltete Vorstellungen und lassen sich nicht belehren (totales Drama gerade, dass ich trotz SS noch stille).
Wenn man selber unsicher ist und eh schon an sich zweifelt ist das natürlich total doof, wenn dann noch ständig jmd. kommt und gute Ratschläge gibt.
Mittlerweile hat sich alles entspannt. Sie denken natürlich immer noch, dass Emil zu alledem viel früher bereit gewesen wär, aber sie sagens halt nicht mehr. Und so können wir alle damit leben.

Also,lass dich nicht ärgern und berichte aufjedenfall weiter wie sich deine Raupe entwickelt. Ich bin gespannt.
Cassiel
1825 Beiträge
19.10.2012 08:53
@frauungewiss
Vielen vielen dank!!! Es tut einfach schon total gut sowas von jemand anderem zu hören.. auch ich war und bin zu meinem partner und auch zu ihr manchmal unfair.. wenn ich sie im familiencafe schon ne stunde rumtrage, alle mich schon mitleidig angucken.. da hab ich dann vor der tür auch schon zu ihr gesagt "mensch kind, kannst du nicht einfach mal normal so wie andere kinder sein"
...
Hab schon die gedanken, dass sie vielleicht ne miese bindung zu mir hat und ichs irgendwo verkackt habe und sie deswegen so ist.. ich hab selber ne ganz miese kindheit durch und bin wohl deshalb oft so unsicher, weil ich daraus nicht schöpfen kann.. oder eben nur indirekt, indem ich versuche das zu meiden, was für mich schlimm war..
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Auf schwiegermonster bin ich allerdings immer noch sauer.. aber das is ne andere sache schließlich ists ja kein thread für 24 stunden schwiegermonster *g*

Gestern war mein mann mit ihr draußen vorm haus und da waren auch andere kinder und ne mutti mit baby in ihrem alter.. auch wenn er mit ihr draußen ist, ist sie genauso.. aus 3 m entfernung ist sie super interessiert und lacht das andere baby auch an.. als er näher hin ging klammerte sie sich auch an ihn und als die andere laut los quiekte hatte sie wieder angst und wollte aufn arm..
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Wir lassen ihr einfach die zeit und probieren es halt immer wieder.. sie wird uns schon zeigen, wenn sie bereit ist.. wenn deiner das geschafft hat, sollte meine das doch auch irgendwie und irgendwann hinbekommen..
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Die treffen mit den muttis mach ich trozdem weiterhin, dass sind auch alles liebe, mit denen ich auf einer wellenlänge bin.. meistens gehts sogar, wenn auch mehr auf meinem schoss guckend als aufm boden spielend. Nur wenn eben sehr viel los ist gehts nicht mehr..
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Sie neigt zu dem ja auch zu affektkrämpfen.. was es für mich grad draußen noch streßiger macht, wenn sie dann so weint.. die wenigsten wissen eben, dass es das gibt und vorallem das es nicht so dramatisch ist wies aussieht..
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