KATZEN - artgerechte Haltung und Ernährung
09.12.2008 19:39
Dies ist ein gut gemeintes Angebot von mir. Leider muss ich immer wieder haarsträubende Beiträge zum Thema Katzenhaltung hier lesen. Deshalb habe ich mal alles zusammengetragen, was ich für Katzenbesitzer als wichtig erachte. Ich hoffe, ich kann der ein oder anderen helfen, denn die Plüschärsche liegen mir sehr am Herzen.
Los geht´s:
Katzenfutter
Macht man sich die Mühe, die Angaben auf den Etiketten im Hinblick auf die natürliche Nahrung der Katze – die Maus - zu hinterfragen, so stellt man fest, dass in fast allen Supermarktfuttern hauptsächlich Getreide enthalten ist und dazu auch noch Zucker oder Karamell. Hab ich ein Pferd oder eine Katze?
Da Katzen reine Fleischfresser sind, gehört in ihr Nassfutter keinerlei Getreide und kein Zucker! Als solche ist der Magen-Darm-Trakt auf die Verdauung von Fleisch ausgerichtet. Kleine Mengen von Getreide, Obst und Gemüse stören nicht, sie finden sich auch vorverdaut im Magen und Darm einer Maus wieder. Man stelle sich jetzt einen Mäusemagen vor. Der ständige Abbau von Getreide, Mais, Gemüse und anderen pflanzlichen Nebenerzeugnissen belastet den Organismus der Katze, so dass irgendwann Leber- und Nierenschäden auftreten können. Zucker dagegen schadet den Zähnen und steigert die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken. Manche Firmen verschleiern den Zucker, in dem sie von Karamel oder Kandis sprechen. Aber auch das ist nichts anders als Zucker. Wer gänzlich Zucker meiden will oder eine diabetische Katze hat, sollte ebenfalls Zuckerrübenschnitzel meiden, da auch hier versteckt Zucker enthalten ist.
Ein hochwertiges Nassfutter mag auf den ersten Blick teurer erscheinen. Allerdings ist der Verbrauch geringer, ebenso verringern sich die Ausscheidungen, da es besser verwertet wird und letztlich die Katze gesünder, was Tierarztkosten spart. So gesehen, ist es dann wieder preisgleich mit dem herkömmlichen Supermarktfutter.
Ähnlich wie Mäuse sind hochwertige Naßfuttersorten für alle Altersgruppen gleichermaßen bekömmlich. Oder haben sie schon mal eine Maus mit Aufkleber „ich bin eine Kittenmaus“ oder „ich bin eine Seniormaus“ gesehen?
Ein hochwertiges Futter wird einen Muskelfleischanteil von etwa 70 % aufweisen. Wertvolle Innereien sind einzeln aufgeführt wie z. B. Leber, Herz. Der Anteil pflanzlicher Bestandteile besteht aus nur etwa 5 %. Der Proteingehalt sollte möglichst hoch, mindestens aber 12 % betragen. Zwar sind natürliche Vitamine den synthetischen Vitaminen vorzuziehen. Allerdings sollte es Sie ebenfalls stutzig machen, wenn nichts von alledem zugesetzt ist, da bei der Zubereitung einiges an Vitaminen zerstört wird.
Sehr kritisch sollten EG Zusatzstoffe gesehen werden und Konservierungsmittel. Natürlich auch kein Zucker, Karamell, Melasse, Zuckerrübenschnitzel oder Salz, Farb- und Lockstoffe und keine Sojaprodukte. Halter empfindlicher Katzen sollten auch Mais meiden, da Soja und Mais vielfach für Allergien verantwortlich sind. Auch die Fütterungsempfehlung ist aussagekräftig. Eine 4 kg Katze kommt in der Regel mit 200 g hochwertigem Futter pro Tag aus.
Warum es bisher zu keinerlei Fleischskandalen in der Tierfuttermittelindustrie gekommen ist, lässt sich leicht erklären, wenn man sich vor Augen hält, dass es für Haustiere noch kein Lebensmittelgesetz gibt. Somit hat die Futtermittelindustrie bei den Rezepturen Gestaltungsfreiheit.
Auf der Seite www.kritische-tiermedizin.de wird nicht nur die vor mehr als 20 Jahren niedergeschriebene Aussage des Pathologe Prof. Dämmrich zitiert: "... mit der Steigerung des Umsatzes der Futtermittelindustrie steigt die Rate der Erkrankungen bei Hunden und Katzen." Sondern auch darauf hingewiesen, dass „Die These, dass die Krankheitszunahme bei unseren Hunden und Katzen in einem direkten Zusammenhang mit den auf dem Markt erhältlichen Fertigfuttern stehen, ist also nicht sehr neu“
Auf der Seite
www.wdr.de/tv/service/tiere/inhalt/20020217/b_2.ph tml [ ->Link ] und //www.wdr.de/tv/service/tiere/inhalt/20031109/b_5. phtml#1 [ ->Link ] wurden handelsübliche Katzenfuttersorten auf ihre Ausgewogenheit geprüft. Hier wird noch einmal sehr deutlich, dass zwar meist alles drin, aber meist auch viel zu viel enthalten ist.
Nachfolgend einmal zum direkten Vergleich der verschiedenen Futtermittel die Pathologie einer Mäusemahlzeit:
Die natürlichste Nahrung der Katze, die Maus besteht aus 70 % Wasser, 14 % Protein (hochwertiges Eiweiß aus Fleisch), 10 % Fett , 1 bis 2 % Kohlenhydrate und Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Ballaststoffe (Fell).
Trockenfutter ist ein Fall für sich, vor allem ist es für Menschen sehr bequem.
Es braucht die 3 – 4fache Menge Wasser um auf das Niveau von Feuchtfutter zu kommen. Trinkt die Katze so viel? Als Wüstentier, welches gewohnt ist, die nötige Feuchtigkeit aus ihrem Beutetier zu entnehmen wohl kaum.
Zudem bestehen bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen fast alle Trockenfuttersorten überwiegend aus Getreide.
Es liest sich natürlich auf dem Etikett klasse, wenn da steht „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Mais, Maisglutenfutter, Reis, Weizenproteine, Zuckerrübenschnitzel etc.“
Natürlich, wir alle wissen, dass das was zuerst auf dem Etikett steht den größten Teil der Zusammensetzung ausmacht. Zählt man aber hier die verschiedenen Getreidesorten zusammen Mais, Maisglutenfutter, Reis, Weizenproteine, kommt man zu dem Schluß, dass der Getreideanteil möglicherweise doch überwiegt.
Abgesehen davon, dass Katzen naturgemäß ihren Wasserbedarf aus der Nahrung ziehen und schon aus diesem Grund von Trockenfutter abgeraten werden sollte, führt eine ausschließliche Fütterung mit Trockenfutter relativ sicher zu Problemen wie Nierenschäden, Leberschäden, Struvit- oder Oxalatsteinen, anderen Organerkrankungen. Wäre Trockenfutter natürlich, würden auch getrocknete Mäuse herumlaufen.
Aber Trockenfutter ist doch gut für die Zähne? Leider gehört diese Aussage in die Welt der Märchen. Meist wird Trockenfutter von der Katze nur geschluckt, in den Fällen, wo Katze darauf herumbeißt, reibt sie ihre Zähne an etwas, was man mit einem Stück hartem Brot vergleichen kann. Getreideprodukte bleiben am Zahn haften und führen letztlich zu Karies. Wirklich gut für die Zähne und die Kaumuskulatur ist die gelegentliche Fütterung von größeren Stücken rohen Rindfleisches, Rinderherz oder auch frischen rohen Hähnchenflügeln oder Hühnerhälsen. Entgegen vielfacher Meinungen ist rohes Hühnerfleisch nicht bedenklich für Katzen. Ihre aggressive Magensäure wird mögliche Salmonellen zerstören.
Sollte Ihre Katze vom Trockenfutter nicht abzubringen sein. Versuchen Sie es einzuweichen. Haben sie auch dann keine Chance versuchen sie zumindest die Katze zur Wasseraufnahme anzuregen. Viele Wassernäpfe an allen strategisch wichtigen Plätzen, wie Türdurchgängen, Lieblingsplätzen, Trinkbrunnen, evtl. bepflanzte Miniaquarien all das regt an im Vorbeigehen einen Schluck Wasser aufzunehmen.
Zu überlegen wäre auch, wie es kommt, dass nicht ein Zoologischer Garten seine Katzen mit Trockenfutter füttert sondern ausschließlich mit Frischfleisch.
Sorten mit Fisch sind bei vielen Katzen sehr beliebt. Allerdings sollte auch von einer ausschließlichen Fütterung mit Fischsorten abgeraten werden, da viele Fischprodukte sehr viel Schwermetall enthält, was sich wiederum im Katzenkörper ablagert und auch zu Organschäden führen kann. Die Fütterung mit Fisch sollte sich auf 1 – 2 x wöchentlich beschränken.
Auch in diesem Zusammenhang sollten die Etiketten gelesen werden. Viele Fleischsorten enthalten nämlich auch Fisch und Fischnebenerzeugnisse und sind dann tatsächlich eher schuppig als fleischig.
Die sicher gesündeste Ernährungsform ist aber sicher BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung). Viele Tiere, die vorher an so genannten Futtermittelunverträglichkeiten gelitten haben, wie ständiges Erbrechen oder Durchfall haben keinerlei Probleme mehr, seit sie gebarft werden.
Allerdings scheuen viele die Mühe und Rechnerei, die es mit sich bringt, wenn man Rohkost katzengerecht herstellen will. Viele Faktoren wie Mineralstoffe und Vitamine müssen dabei beachtet werden. Im Internet finden sich viele Informationen wie und warum gebarft werden kann und soll. Auch ist das Zufügen von Mineralien und Vitaminen erst ab einem bestimmten Prozentsatz nötig. Eine Mengenangabe möchte ich nicht machen, da ich nicht beurteilen kann, wie ausgewogen Sie füttern. Die Kosten von selbst hergestellten liegen pro Katze zwischen etwa 60 Cent und 1,50 Euro pro Tag. Wer sich hierfür interessiert, kann sich auf verschiedenen Seiten im Netz zum Thema informieren. U. a. auf der Web-Site www.du-barfst.de
Was verbirgt sich nun hinter den Angaben auf den Etiketten? Einige Begriffe will ich gern übersetzen:
-Antioxidans / Antioxidantien: verhindert das Ranzigwerden von Fett und dient der Konservierung, natürliche Antioxidantien (Vit. C, Vit. E) schützen den Organismus vor "Freien Radikalen"
-Ascorbinsäure: synthetisch hergestelltes Vitamin C, fälschlicherweise als 'natürliche' -Antioxidantien' bezeichnet, die schon bei leichten Überdosierung einen schädigenden Einfluss gegen körpereigene Zellen ausüben. Vitamin C wird von gesunden Katzen in der Leber selbstständig gebildet und muss nicht mit der Nahrung aufgenommen werden
-Bäckereierzeugnisse: Brot, Nudeln, kann auch ein Hinweis auf versteckten Zucker sein, der in Katzenfutter nichts zu suchen hat
-Braureis: Braureis ist ein Nebenprodukt der Reisherstellung, s.g. Schmachtkörner (Abfall), die für sonst nichts zu gebrauchen sind
-Brauner Reis: unpolierter Reis (Natur- oder Vollkornreis) Reis kann von der Katze verwertet werden.
-Cellulose: unverdauliche Zellwandbestandteile (Ballaststoffe), z.B. Getreidehülsen, Nussschalen, Abfälle der Getreideherstellung – kann als Ersatz von Mäusefell betrachtet werden.
-DL-Methionin / DL-Lysin: chemisch hergestellte Aminosäuren, Hinweis auf sehr geringen Fleischanteil im Futter (oft in Trockenfutter enthalten)
-Eiweißextrakte: auch Kleber- pflanzlich aus z.B. Soja, Abfallprodukt bei der Mehlerzeugung, minderwertige Eiweißquelle
-Erbsenkleie: Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus Erbsen, das in der Hauptsache aus Erbsenschalen besteht, die bei der Schälung und Reinigung von Erbsen anfallen
-Ethoxyquin (E 324): Konservierungsmittel- effizientes und sehr billiges chemisches Antioxydant (Hersteller US-Multi Monsanto, ursprüngliche Verwendung war, die Haltbarkeit von Gummi zu verbessern), in Lebensmitteln nicht mehr zugelassen (früher zur Oberflächenbehandlung von Äpfeln)
-Fette: wenn nicht genauer bezeichnet, meistens Abfall. Die meisten "Tierkörperbeseitiger" in Holland, Belgien und Deutschland haben als zweiten Gewerbezweig die Fettherstellung. Hochwertige Fette und Öle werden in der Regel genau angegeben.
-Fischmehl: getrocknete Fischnebenerzeugnisse und/oder getrockneter Fisch
-Fischnebenerzeugnisse: Fischinnereien, Flossen, Köpfe, Gräten, Fischaugen etc
-Fleischmehl (Tiermehl): kann, wenn nicht näher bezeichnet, alles beinhalten und stammt meist aus Abdeckereien und darf seit 2001 nicht mehr an Nutztiere verfüttert werden
-Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: wenn nicht näher bezeichnet, alles von Tierkörpern oder Teilen von Tierkörpern warmblütiger Landtiere (z.B. Häute, Hufe, Blut, Federn, Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl). Nebenerzeugnisse sind alle Produkte, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind.
-Fructo-Oligosaccharide: regeln die Darmtätigkeit auf natürliche Weise und sorgen für ein gesundes Gleichgewicht innerhalb des Verdauungssystems.
Der Zusatz ist nötig, wenn das z.B. Futter aufgrund seiner Zusammensetzung schlecht verdaulich ist. Zusätzlich wird Durchfall unterdrückt, der auf Grund der Inhaltsstoffe natürlicherweise entstehen würde. Fructo-Oligosaccharide kommen gerne in Diätfuttermitteln zum Einsatz.
-Geflügelmehl: KEIN Fleisch, sondern Geflügelschlachtnebenprodukten (alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel)
-Geflügelfleischmehl: reines Fleisch NACH DEM TROCKNEN!
-Geflügelprotein: besteht aus einer Mischung von Geflügelschlachtnebenprodukten (alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel)
-Geflügelnebenprodukte: sind in der Regel Köpfe, Füße, Eingeweide, Blut, Urin (als Salzersatz, der Hersteller braucht Salz als Zusatzstoff nicht mehr aufzuführen) und Federn (Füllstoff)
-Gemüse: wenn nicht näher aufgeführt, können alle Gemüsearten oder sogar Hülsenfrüchte sein. Hülsenfrüchte im Futter können zu Verdauungsproblemen führen.
-Geschmacksverstärker: sind schädlich und sollten in einem hochwertigen Futter auch nicht notwendig sein, weder künstliche Aromastoffe noch natürliche Verstärker wie Zucker oder Karamell.
-Glucosaminhydrochlorid: aus Schalentieren gewonnene Substanz, die die Wasserspeicherfähigkeit des Knorpels unterstützt
-Grieben: Abfallprodukt aus der Talgproduktion, ausgelassenes Fett von z.B. Innereien aus Tierkörperbeseitigungsanlagen
-Knochenmehl: gemahlene Knochen, meist aus Tierkörperbeseitigungsanlagen
LCarnitin: fördert die Fettverbrennung, das ist auch nötig bei der Menge an Kohlenhydraten und Zucker, die manche Futtersorten enthalten.
-Mais: ist laut wissenschaftlicher Untersuchungen Hauptauslöser von Allergien
-Maisglutenfutter: auch Maiskleberfutter Nebenerzeugnis der Maisstärkegewinnung (Nassmüllerei). Es besteht aus Kleie und Kleber und enthält viel Protein, das für uns kaum verwertbar ist und kommt vor allem in der Rinderzucht zum Einsatz. Maisgluten verhindert Durchfall und hält dadurch unverwertete Stoffe als auch Giftstoffe im Körper fest, was eine erhebliche Belastung der Nieren und Leber darstellt, da diese Stoffe ständig abgebaut werden müssen
-Melasse: Nebenprodukt der Zuckerherstellung, besteht zur Hälfte aus Saccharose
-Molkereierzeugnisse: Käse, Milchpulver, Molke etc., können als Zuckerversteck dienen
-Natriumpolyphosphat (E452 auch Polyphosphate, Natriumpolyphosphat, -Kaliumpolyphosphat, Natriumcalciumpolyphosphat, Calciumpolyphosphat): Künstlich hergestellter Stabilisator, Emulgator und Säureregulator- auch als Phosphate bezeichnet
-Natriumsulfat, -bisulfat, -nitrit: Konservierungsmittel mit schädlichen Nebenwirkungen
-Pantothensäure: Vitamin B5
-pflanzliche Eiweißextrakte: Rückstand aus der Herstellung pflanzlicher Öle, meist Sojaprodukte
-pflanzliche Nebenerzeugnisse: z. B. Pressrückstände aus der Ölherstellung, Gemüseabfälle aus der Lebensmittelherstellung. Soja ist kostengünstig und deshalb in vielen minderwertigen Tierfuttern enthalten, allerdings ist Soja für Katzen oft schwer verdaulich. Rübenschnitzel, Maisgluten, Cellulose (Erdnussschalen, Stroh), Braunreis, Reisstärke, Abfallprodukte der Bierbrauereien usw. Sogar Rote Beete Saft kommt zum Einsatz und suggeriert auf Grund der dunkleren Kotfärbung, dass viel Fleisch im Futter wäre
-Propyllgalate: Künstlich hergestelltes Antioxidationsmittel. Es besteht der Verdacht, dass dieser Stoff die Aufnahme von Eisen behindert. Alle Gallate stehen unter Verdacht, Allergien auszulösen
-Zuckerrübentrockenschnitzel: Nebenerzeugnis, das bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben anfällt und aus extrahierten getrockneten Schnitzeln besteht und wird normalerweise als als Kraftfutter für Pferde und Kühe verwendet, kann als Ballaststoff gesehen werden, sozusagen Mäusefellersatz.

Los geht´s:
Katzenfutter
Macht man sich die Mühe, die Angaben auf den Etiketten im Hinblick auf die natürliche Nahrung der Katze – die Maus - zu hinterfragen, so stellt man fest, dass in fast allen Supermarktfuttern hauptsächlich Getreide enthalten ist und dazu auch noch Zucker oder Karamell. Hab ich ein Pferd oder eine Katze?
Da Katzen reine Fleischfresser sind, gehört in ihr Nassfutter keinerlei Getreide und kein Zucker! Als solche ist der Magen-Darm-Trakt auf die Verdauung von Fleisch ausgerichtet. Kleine Mengen von Getreide, Obst und Gemüse stören nicht, sie finden sich auch vorverdaut im Magen und Darm einer Maus wieder. Man stelle sich jetzt einen Mäusemagen vor. Der ständige Abbau von Getreide, Mais, Gemüse und anderen pflanzlichen Nebenerzeugnissen belastet den Organismus der Katze, so dass irgendwann Leber- und Nierenschäden auftreten können. Zucker dagegen schadet den Zähnen und steigert die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken. Manche Firmen verschleiern den Zucker, in dem sie von Karamel oder Kandis sprechen. Aber auch das ist nichts anders als Zucker. Wer gänzlich Zucker meiden will oder eine diabetische Katze hat, sollte ebenfalls Zuckerrübenschnitzel meiden, da auch hier versteckt Zucker enthalten ist.
Ein hochwertiges Nassfutter mag auf den ersten Blick teurer erscheinen. Allerdings ist der Verbrauch geringer, ebenso verringern sich die Ausscheidungen, da es besser verwertet wird und letztlich die Katze gesünder, was Tierarztkosten spart. So gesehen, ist es dann wieder preisgleich mit dem herkömmlichen Supermarktfutter.
Ähnlich wie Mäuse sind hochwertige Naßfuttersorten für alle Altersgruppen gleichermaßen bekömmlich. Oder haben sie schon mal eine Maus mit Aufkleber „ich bin eine Kittenmaus“ oder „ich bin eine Seniormaus“ gesehen?
Ein hochwertiges Futter wird einen Muskelfleischanteil von etwa 70 % aufweisen. Wertvolle Innereien sind einzeln aufgeführt wie z. B. Leber, Herz. Der Anteil pflanzlicher Bestandteile besteht aus nur etwa 5 %. Der Proteingehalt sollte möglichst hoch, mindestens aber 12 % betragen. Zwar sind natürliche Vitamine den synthetischen Vitaminen vorzuziehen. Allerdings sollte es Sie ebenfalls stutzig machen, wenn nichts von alledem zugesetzt ist, da bei der Zubereitung einiges an Vitaminen zerstört wird.
Sehr kritisch sollten EG Zusatzstoffe gesehen werden und Konservierungsmittel. Natürlich auch kein Zucker, Karamell, Melasse, Zuckerrübenschnitzel oder Salz, Farb- und Lockstoffe und keine Sojaprodukte. Halter empfindlicher Katzen sollten auch Mais meiden, da Soja und Mais vielfach für Allergien verantwortlich sind. Auch die Fütterungsempfehlung ist aussagekräftig. Eine 4 kg Katze kommt in der Regel mit 200 g hochwertigem Futter pro Tag aus.
Warum es bisher zu keinerlei Fleischskandalen in der Tierfuttermittelindustrie gekommen ist, lässt sich leicht erklären, wenn man sich vor Augen hält, dass es für Haustiere noch kein Lebensmittelgesetz gibt. Somit hat die Futtermittelindustrie bei den Rezepturen Gestaltungsfreiheit.
Auf der Seite www.kritische-tiermedizin.de wird nicht nur die vor mehr als 20 Jahren niedergeschriebene Aussage des Pathologe Prof. Dämmrich zitiert: "... mit der Steigerung des Umsatzes der Futtermittelindustrie steigt die Rate der Erkrankungen bei Hunden und Katzen." Sondern auch darauf hingewiesen, dass „Die These, dass die Krankheitszunahme bei unseren Hunden und Katzen in einem direkten Zusammenhang mit den auf dem Markt erhältlichen Fertigfuttern stehen, ist also nicht sehr neu“
Auf der Seite
www.wdr.de/tv/service/tiere/inhalt/20020217/b_2.ph tml [ ->Link ] und //www.wdr.de/tv/service/tiere/inhalt/20031109/b_5. phtml#1 [ ->Link ] wurden handelsübliche Katzenfuttersorten auf ihre Ausgewogenheit geprüft. Hier wird noch einmal sehr deutlich, dass zwar meist alles drin, aber meist auch viel zu viel enthalten ist.
Nachfolgend einmal zum direkten Vergleich der verschiedenen Futtermittel die Pathologie einer Mäusemahlzeit:
Die natürlichste Nahrung der Katze, die Maus besteht aus 70 % Wasser, 14 % Protein (hochwertiges Eiweiß aus Fleisch), 10 % Fett , 1 bis 2 % Kohlenhydrate und Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Ballaststoffe (Fell).
Trockenfutter ist ein Fall für sich, vor allem ist es für Menschen sehr bequem.
Es braucht die 3 – 4fache Menge Wasser um auf das Niveau von Feuchtfutter zu kommen. Trinkt die Katze so viel? Als Wüstentier, welches gewohnt ist, die nötige Feuchtigkeit aus ihrem Beutetier zu entnehmen wohl kaum.
Zudem bestehen bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen fast alle Trockenfuttersorten überwiegend aus Getreide.
Es liest sich natürlich auf dem Etikett klasse, wenn da steht „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Mais, Maisglutenfutter, Reis, Weizenproteine, Zuckerrübenschnitzel etc.“
Natürlich, wir alle wissen, dass das was zuerst auf dem Etikett steht den größten Teil der Zusammensetzung ausmacht. Zählt man aber hier die verschiedenen Getreidesorten zusammen Mais, Maisglutenfutter, Reis, Weizenproteine, kommt man zu dem Schluß, dass der Getreideanteil möglicherweise doch überwiegt.
Abgesehen davon, dass Katzen naturgemäß ihren Wasserbedarf aus der Nahrung ziehen und schon aus diesem Grund von Trockenfutter abgeraten werden sollte, führt eine ausschließliche Fütterung mit Trockenfutter relativ sicher zu Problemen wie Nierenschäden, Leberschäden, Struvit- oder Oxalatsteinen, anderen Organerkrankungen. Wäre Trockenfutter natürlich, würden auch getrocknete Mäuse herumlaufen.
Aber Trockenfutter ist doch gut für die Zähne? Leider gehört diese Aussage in die Welt der Märchen. Meist wird Trockenfutter von der Katze nur geschluckt, in den Fällen, wo Katze darauf herumbeißt, reibt sie ihre Zähne an etwas, was man mit einem Stück hartem Brot vergleichen kann. Getreideprodukte bleiben am Zahn haften und führen letztlich zu Karies. Wirklich gut für die Zähne und die Kaumuskulatur ist die gelegentliche Fütterung von größeren Stücken rohen Rindfleisches, Rinderherz oder auch frischen rohen Hähnchenflügeln oder Hühnerhälsen. Entgegen vielfacher Meinungen ist rohes Hühnerfleisch nicht bedenklich für Katzen. Ihre aggressive Magensäure wird mögliche Salmonellen zerstören.
Sollte Ihre Katze vom Trockenfutter nicht abzubringen sein. Versuchen Sie es einzuweichen. Haben sie auch dann keine Chance versuchen sie zumindest die Katze zur Wasseraufnahme anzuregen. Viele Wassernäpfe an allen strategisch wichtigen Plätzen, wie Türdurchgängen, Lieblingsplätzen, Trinkbrunnen, evtl. bepflanzte Miniaquarien all das regt an im Vorbeigehen einen Schluck Wasser aufzunehmen.
Zu überlegen wäre auch, wie es kommt, dass nicht ein Zoologischer Garten seine Katzen mit Trockenfutter füttert sondern ausschließlich mit Frischfleisch.
Sorten mit Fisch sind bei vielen Katzen sehr beliebt. Allerdings sollte auch von einer ausschließlichen Fütterung mit Fischsorten abgeraten werden, da viele Fischprodukte sehr viel Schwermetall enthält, was sich wiederum im Katzenkörper ablagert und auch zu Organschäden führen kann. Die Fütterung mit Fisch sollte sich auf 1 – 2 x wöchentlich beschränken.
Auch in diesem Zusammenhang sollten die Etiketten gelesen werden. Viele Fleischsorten enthalten nämlich auch Fisch und Fischnebenerzeugnisse und sind dann tatsächlich eher schuppig als fleischig.
Die sicher gesündeste Ernährungsform ist aber sicher BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung). Viele Tiere, die vorher an so genannten Futtermittelunverträglichkeiten gelitten haben, wie ständiges Erbrechen oder Durchfall haben keinerlei Probleme mehr, seit sie gebarft werden.
Allerdings scheuen viele die Mühe und Rechnerei, die es mit sich bringt, wenn man Rohkost katzengerecht herstellen will. Viele Faktoren wie Mineralstoffe und Vitamine müssen dabei beachtet werden. Im Internet finden sich viele Informationen wie und warum gebarft werden kann und soll. Auch ist das Zufügen von Mineralien und Vitaminen erst ab einem bestimmten Prozentsatz nötig. Eine Mengenangabe möchte ich nicht machen, da ich nicht beurteilen kann, wie ausgewogen Sie füttern. Die Kosten von selbst hergestellten liegen pro Katze zwischen etwa 60 Cent und 1,50 Euro pro Tag. Wer sich hierfür interessiert, kann sich auf verschiedenen Seiten im Netz zum Thema informieren. U. a. auf der Web-Site www.du-barfst.de
Was verbirgt sich nun hinter den Angaben auf den Etiketten? Einige Begriffe will ich gern übersetzen:
-Antioxidans / Antioxidantien: verhindert das Ranzigwerden von Fett und dient der Konservierung, natürliche Antioxidantien (Vit. C, Vit. E) schützen den Organismus vor "Freien Radikalen"
-Ascorbinsäure: synthetisch hergestelltes Vitamin C, fälschlicherweise als 'natürliche' -Antioxidantien' bezeichnet, die schon bei leichten Überdosierung einen schädigenden Einfluss gegen körpereigene Zellen ausüben. Vitamin C wird von gesunden Katzen in der Leber selbstständig gebildet und muss nicht mit der Nahrung aufgenommen werden
-Bäckereierzeugnisse: Brot, Nudeln, kann auch ein Hinweis auf versteckten Zucker sein, der in Katzenfutter nichts zu suchen hat
-Braureis: Braureis ist ein Nebenprodukt der Reisherstellung, s.g. Schmachtkörner (Abfall), die für sonst nichts zu gebrauchen sind
-Brauner Reis: unpolierter Reis (Natur- oder Vollkornreis) Reis kann von der Katze verwertet werden.
-Cellulose: unverdauliche Zellwandbestandteile (Ballaststoffe), z.B. Getreidehülsen, Nussschalen, Abfälle der Getreideherstellung – kann als Ersatz von Mäusefell betrachtet werden.
-DL-Methionin / DL-Lysin: chemisch hergestellte Aminosäuren, Hinweis auf sehr geringen Fleischanteil im Futter (oft in Trockenfutter enthalten)
-Eiweißextrakte: auch Kleber- pflanzlich aus z.B. Soja, Abfallprodukt bei der Mehlerzeugung, minderwertige Eiweißquelle
-Erbsenkleie: Nebenerzeugnis der Herstellung von Mehl aus Erbsen, das in der Hauptsache aus Erbsenschalen besteht, die bei der Schälung und Reinigung von Erbsen anfallen
-Ethoxyquin (E 324): Konservierungsmittel- effizientes und sehr billiges chemisches Antioxydant (Hersteller US-Multi Monsanto, ursprüngliche Verwendung war, die Haltbarkeit von Gummi zu verbessern), in Lebensmitteln nicht mehr zugelassen (früher zur Oberflächenbehandlung von Äpfeln)
-Fette: wenn nicht genauer bezeichnet, meistens Abfall. Die meisten "Tierkörperbeseitiger" in Holland, Belgien und Deutschland haben als zweiten Gewerbezweig die Fettherstellung. Hochwertige Fette und Öle werden in der Regel genau angegeben.
-Fischmehl: getrocknete Fischnebenerzeugnisse und/oder getrockneter Fisch
-Fischnebenerzeugnisse: Fischinnereien, Flossen, Köpfe, Gräten, Fischaugen etc
-Fleischmehl (Tiermehl): kann, wenn nicht näher bezeichnet, alles beinhalten und stammt meist aus Abdeckereien und darf seit 2001 nicht mehr an Nutztiere verfüttert werden
-Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse: wenn nicht näher bezeichnet, alles von Tierkörpern oder Teilen von Tierkörpern warmblütiger Landtiere (z.B. Häute, Hufe, Blut, Federn, Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl). Nebenerzeugnisse sind alle Produkte, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind.
-Fructo-Oligosaccharide: regeln die Darmtätigkeit auf natürliche Weise und sorgen für ein gesundes Gleichgewicht innerhalb des Verdauungssystems.
Der Zusatz ist nötig, wenn das z.B. Futter aufgrund seiner Zusammensetzung schlecht verdaulich ist. Zusätzlich wird Durchfall unterdrückt, der auf Grund der Inhaltsstoffe natürlicherweise entstehen würde. Fructo-Oligosaccharide kommen gerne in Diätfuttermitteln zum Einsatz.
-Geflügelmehl: KEIN Fleisch, sondern Geflügelschlachtnebenprodukten (alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel)
-Geflügelfleischmehl: reines Fleisch NACH DEM TROCKNEN!
-Geflügelprotein: besteht aus einer Mischung von Geflügelschlachtnebenprodukten (alles vom Huhn was kein Fleisch ist u. a. auch Federn, Klauen, Schnäbel)
-Geflügelnebenprodukte: sind in der Regel Köpfe, Füße, Eingeweide, Blut, Urin (als Salzersatz, der Hersteller braucht Salz als Zusatzstoff nicht mehr aufzuführen) und Federn (Füllstoff)
-Gemüse: wenn nicht näher aufgeführt, können alle Gemüsearten oder sogar Hülsenfrüchte sein. Hülsenfrüchte im Futter können zu Verdauungsproblemen führen.
-Geschmacksverstärker: sind schädlich und sollten in einem hochwertigen Futter auch nicht notwendig sein, weder künstliche Aromastoffe noch natürliche Verstärker wie Zucker oder Karamell.
-Glucosaminhydrochlorid: aus Schalentieren gewonnene Substanz, die die Wasserspeicherfähigkeit des Knorpels unterstützt
-Grieben: Abfallprodukt aus der Talgproduktion, ausgelassenes Fett von z.B. Innereien aus Tierkörperbeseitigungsanlagen
-Knochenmehl: gemahlene Knochen, meist aus Tierkörperbeseitigungsanlagen
LCarnitin: fördert die Fettverbrennung, das ist auch nötig bei der Menge an Kohlenhydraten und Zucker, die manche Futtersorten enthalten.
-Mais: ist laut wissenschaftlicher Untersuchungen Hauptauslöser von Allergien
-Maisglutenfutter: auch Maiskleberfutter Nebenerzeugnis der Maisstärkegewinnung (Nassmüllerei). Es besteht aus Kleie und Kleber und enthält viel Protein, das für uns kaum verwertbar ist und kommt vor allem in der Rinderzucht zum Einsatz. Maisgluten verhindert Durchfall und hält dadurch unverwertete Stoffe als auch Giftstoffe im Körper fest, was eine erhebliche Belastung der Nieren und Leber darstellt, da diese Stoffe ständig abgebaut werden müssen
-Melasse: Nebenprodukt der Zuckerherstellung, besteht zur Hälfte aus Saccharose
-Molkereierzeugnisse: Käse, Milchpulver, Molke etc., können als Zuckerversteck dienen
-Natriumpolyphosphat (E452 auch Polyphosphate, Natriumpolyphosphat, -Kaliumpolyphosphat, Natriumcalciumpolyphosphat, Calciumpolyphosphat): Künstlich hergestellter Stabilisator, Emulgator und Säureregulator- auch als Phosphate bezeichnet
-Natriumsulfat, -bisulfat, -nitrit: Konservierungsmittel mit schädlichen Nebenwirkungen
-Pantothensäure: Vitamin B5
-pflanzliche Eiweißextrakte: Rückstand aus der Herstellung pflanzlicher Öle, meist Sojaprodukte
-pflanzliche Nebenerzeugnisse: z. B. Pressrückstände aus der Ölherstellung, Gemüseabfälle aus der Lebensmittelherstellung. Soja ist kostengünstig und deshalb in vielen minderwertigen Tierfuttern enthalten, allerdings ist Soja für Katzen oft schwer verdaulich. Rübenschnitzel, Maisgluten, Cellulose (Erdnussschalen, Stroh), Braunreis, Reisstärke, Abfallprodukte der Bierbrauereien usw. Sogar Rote Beete Saft kommt zum Einsatz und suggeriert auf Grund der dunkleren Kotfärbung, dass viel Fleisch im Futter wäre
-Propyllgalate: Künstlich hergestelltes Antioxidationsmittel. Es besteht der Verdacht, dass dieser Stoff die Aufnahme von Eisen behindert. Alle Gallate stehen unter Verdacht, Allergien auszulösen
-Zuckerrübentrockenschnitzel: Nebenerzeugnis, das bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben anfällt und aus extrahierten getrockneten Schnitzeln besteht und wird normalerweise als als Kraftfutter für Pferde und Kühe verwendet, kann als Ballaststoff gesehen werden, sozusagen Mäusefellersatz.
09.12.2008 19:39
Taurin
Wenn man sich mit dem Taurinbedarf von Katzen beschäftigt findet man im Internet sehr unterschiedliche Werte, wobei die am häufigsten genannte Menge IM FUTTER für Trockenfutter: bei 1000mg pro kg und bei Nassfutter: bei 2500mg pro kg lag.
In den hochwertigen TroFu-Sorten werden diese Werte meist überschritten (Bsp. Grau 1100 mg/kg, Leonardo 1400mg/kg)
Beim NaFu wird es dann schon schwieriger, weil die wenigsten Hersteller Angaben zum Tauringehalt machen.
Grau gibt 0,10% an, das wären 1g bzw. 1000 mg/kg – viel im Vergleich, aber immer noch zu wenig.
Leonardo: keine Angaben
Shah: 220mg/kg, zu wenig
Lux: 220mg/kg, zu wenig
Animonda Carny: keine Angaben
Porta 21 sensitiv: 200mg, zu wenig
Cat & Clean: 200mg/kg, zu wenig
Schmusy: keine Angaben
Bozita im Tetrapack: keine Angaben
Mac´s: keine Angaben
Felidae gibt 0,05 % an und damit die Hälfte wie das Grau, also auch zu wenig
Wie man sieht, ist selbst in den als hochwertig zu bezheichnenden Nafu-Sorten meist viel zu wenig Taurin enthalten.
Taurin ist wichtig für die Sehnerven, das Herz und wie sich bei den Recherchen herausstellt auch für das Funktionieren der Nieren! Leiden deshalb so viele ältere Katzen an Herz- und Niereninsuffizienz, weil dem Feuchtfutter zu wenig Taurin beigemischt wird?.
Eine Unterversorgung kann außerdem zur Folge haben:
Degeneration der Retina, Blindheit (irreparabler Verlust der Photorezeptoren vor allem in der area centralis), Dilatative Cardiomyopathie, Reproduktionsstörungen bei Kätzinnen, Wachstumsdepression bei Katzenwelpen, Zentralnervöse Störungen bei Katzenwelpen, Deformation der Wirbelsäule bei Welpen, Erhöhte Aggregationsneigung der Thrombozyten, Störungen des Immunsystems.
Erfahrungsberichten zufolge wirkt sich eine zusätzlich Tauringabe positiv aus auf die Muskulatur, die Haut- und Fellbeschaffenheit, weiterhin wurden Verbesserungen bei Krankheitsbildern wie Arthritis, Diabetes, Nierenerkrankungen, Asthma und chronichen Darmentzündungen beobachtet.
Ich möchte an dieser Stelle Elina Sistonen, Heimtierernährungsberaterin, München, 2003 zitieren "Futter aus dem Supermarkt ist dazu da, um Tiere eine gewisse Zeit am Leben zu erhalten. Mehr nicht."
Und nach diesem Motto wird wohl auch Taurin zugesetzt – die Katze überlebt und stirbt nicht gleich in jungen Jahren an Mangelerscheinungen.
Das Taurin für die Katze ist vergleichbar mit dem Vitamin C für den Menschen – die Mindestmenge verhindert bei uns Skorbut – eine höhere Dosis schützt zusätzlich vor Infektionskrankheiten.
Die Rohfütterer wissen, das Taurin in Herz enthalten sind, was machen aber die Rohkostverweigerer?
Zur bessren Anschauung: Der für Katzen empfohlene Tagesbedaraf an Taurin liegt zwischen 300 mg bis 500 mg pro TAG/KATZE – unmöglich diese Empfehlung bei ausschließlicher Fütterung mit Feuchtfutter zu decken. Die Katze müsste ein ganzes Kilo futtern! Noch genauer beschreiben es Meyer und Zentek. sie empfehlen ca. 50 mg Taurin pro kg Körpergewicht der Katze pro Tag.
Wer sich jetzt entschließt Taurin zusätzlich zum Futter zu verabreichen, sollte bedenken, dass sich Taurin wie eine Säure verhält und deshalb unbedingt vorher in Wasser aufgelöst werden sollte – es greift ansonsten den Magen an. Aufgelöst kann es entweder über das Futter oder zusammen mit dem Trinkwasser verabreicht werden.
Es sind keine Nebenwirkungen bei Überdosierung bekannt.
Futtersorten
Allerdings gilt bei allen Futtersorten: ABWECHSLUNG, also möglichst nicht nur eine Firma und schon gar nicht nur eine Sorte füttern! Jede Firma kocht ihr eigenes Süppchen, was Vitamine angeht. Eigentlich ist keine Supplementierung perfekt, wenn man aber etwas abwechselt, dann kommen im schnitt ganz brauchbare Werte bei raus...
empfehlenswerte Sorten wären:
sehr gut:
Grau
Porta 21
Felidae
Mac`s
Auenland
Tiger Cat
Petnatur
gut:
Cat & Clean
Leonardo
Animonda vom Feinsten
Miamor Milde Mahlzeit
Mittelklasse:
Animonda carny
Bozita (nicht die Dosen, nur Tetrapaks)
Shah (Aldi)
Trockenfutter:
Trockenfutter enthält immer sehr viel Getreide, Mais und pflanzliche Nebenerzeugnisse und ist schon deshalb nicht dazu geeignet, Katzen ausschließlich damit zu ernähren. Außerdem sind Katzen von Natur aus Wüstenbewohner, die fast nicht Trinken, sondern Ihre notwendige Wassermenge vor allem aus der Nahrung ziehen.
Eine ausschließliche Ernährung oder eine mit minderwertigem Trockenfutter, kann früh zu Nieren- und anderen Organschäden führen.
Trockenfutter sollte daher grundsätzlich einen hohen Gehalt an Fleisch aufweisen, hingegen sehr wenig Getreide und Pflanzliche Nebenerzeugnisse. Ebenso, sollte der Salzgehalt sehr niedrig liegen.
Allerdings sollte TroFu, wenn überhaupt nur eine Ergänzung sein. Ganz annehmbar ist es z.B. täglich einen Eßlöffel voll pro Katze zu geben. Ansich ist es aber zu empfehlen, besser überhaupt keines zu füttern.
Empfohlen werden könnte (wenn überhaupt) hier:
gut:
Timberwolf Serengeti B
Felidae C, D
Orijen B,C
Mittelklasse (aber definitiv eher als Leckerli oder Snack geeignet):
Grau Lamm&Reis evt. A, B, D
Leonardo C, D, E
Arden Grange C
Prairie Raw Insinct (www.cats-country.de)
Zahnstein ist bei Hauskatzen keine Seltenheit. Ihr Raubtiergebiss ist zum Zerschneiden von Fleisch, nicht aber zum Zermahlen von Trockenfutter geschaffen. Nur wenn Katzen Mäuse fangen und diese mit Haut und Haaren verspeisen, werden die Zähne ausreichend gereinigt. Futterreste, die am Zahnstein hängen bleiben, sind zudem der ideale Nährboden für Bakterien, Pilze und Viren. Mit einem Zahnsteinbefall gehen deshalb meist Zahnfleischentzündungen einher.
Läden:
www.sandras-tieroase.de
Fressnapf bzw. Futterhaus
www.zooplus.de
www.taschungas.de
www.isabello.de
sonstige Zooläden, einen aus deiner Nähe erfährst du bei www.bogro.de
www.prontop.
gutes Futter, dass allerdings kein Alleinfutter ist und daher nur so ca. 2 mal pro Woche gefüttert werden sollte, wären:
almo nature
Shyni cat
Fisch
folgende Futtersorten sind ebenfalls recht gut, enthalten aber viel Fisch, weswegen sie auch nicht so oft gefüttert werden sollten. Fisch enthällt viele Schwermetalle, die im Körper abgelagert werden und dann zu Organschäden führen können:
Schmusy Fisch
Porta 21 Thunfisch
Buchempfehlungen zur Katzenernährung:
Leider gibt es nur wenige wirklich brauchbare Bücher zum Thema „Gesunde Ernährung für Katzen“. Viele sind Subventioniert von großen Futtermittelherstellern oder spiegeln wiederum eine sehr ideologisch verklärte Einstellung wieder.
1.)“Katzen füttern“ von Dr. Anna Laukner (Tierärztin)
Erschienen im Ulmer-Verlag
ISBN: 978-3-8001-5338-1
Preis: 7,95€
2.) "Katzen würden Mäuse kaufen" von Hans Ulrich Grimm
Erschienen im Deuticke Verlag
ISBN: 978-3-552-06049-4
demnächst auch als ausgabe für 7,95€
3.) "Natural Cat Food: Rohfütterung für Katzen
- Ein praktischer Leitfaden (Broschiert) "
von Susanne Reinerth (Autor)
ISBN-10: 3837062317
Preis: 24,99€
* Tischreste und menschliche Nahrung sind nicht als Katzenfutter geeignet. Unsere Nahrung ist häufig zu stark gewürzt und zu fett.
* Immer handwarm füttern. Bitte geben Sie der Katze nichts direkt aus dem Kühlschrank.
* Kein Schweinefleisch! Darin können Viren auftreten, die zu der für Katzen stets tödlich verlaufenden Aujeszkyschen Krankheit führen können.
* Bei Knochen ist große Vorsicht geboten. Wenn auch Katzen Geflügelgerippe sorgfältig abnagen, können dabei leicht kleine Splitter verschluckt werden und zu inneren Verletzungen führen.
* Viel Leber ist nichts für die Katze. Eine übermäßige Leberfütterung kann zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, wobei Lähmungen, Gelenkstarre und Knochenwucherungen entstehen können. Auch reine Fleischfütterung ist nicht unbedenklich, denn Fleisch enthält zu wenig Kalzium. Das kann bei jungen Katzen zu Fehlern beim Skelettaufbau und Neigung zu Knochenbrüchen führen.
* Milch ist kein tägliches Getränk, sondern Nahrung. Und nicht jede Katze verträgt sie. Denn Milch enthält zu viel Milchzucker (Laktose), der von den Verdauungsfermenten der Katze nur unvollständig gespalten wird. Dabei kann es zu schweren Durchfällen kommen.
Wenn man sich mit dem Taurinbedarf von Katzen beschäftigt findet man im Internet sehr unterschiedliche Werte, wobei die am häufigsten genannte Menge IM FUTTER für Trockenfutter: bei 1000mg pro kg und bei Nassfutter: bei 2500mg pro kg lag.
In den hochwertigen TroFu-Sorten werden diese Werte meist überschritten (Bsp. Grau 1100 mg/kg, Leonardo 1400mg/kg)
Beim NaFu wird es dann schon schwieriger, weil die wenigsten Hersteller Angaben zum Tauringehalt machen.
Grau gibt 0,10% an, das wären 1g bzw. 1000 mg/kg – viel im Vergleich, aber immer noch zu wenig.
Leonardo: keine Angaben
Shah: 220mg/kg, zu wenig
Lux: 220mg/kg, zu wenig
Animonda Carny: keine Angaben
Porta 21 sensitiv: 200mg, zu wenig
Cat & Clean: 200mg/kg, zu wenig
Schmusy: keine Angaben
Bozita im Tetrapack: keine Angaben
Mac´s: keine Angaben
Felidae gibt 0,05 % an und damit die Hälfte wie das Grau, also auch zu wenig
Wie man sieht, ist selbst in den als hochwertig zu bezheichnenden Nafu-Sorten meist viel zu wenig Taurin enthalten.
Taurin ist wichtig für die Sehnerven, das Herz und wie sich bei den Recherchen herausstellt auch für das Funktionieren der Nieren! Leiden deshalb so viele ältere Katzen an Herz- und Niereninsuffizienz, weil dem Feuchtfutter zu wenig Taurin beigemischt wird?.
Eine Unterversorgung kann außerdem zur Folge haben:
Degeneration der Retina, Blindheit (irreparabler Verlust der Photorezeptoren vor allem in der area centralis), Dilatative Cardiomyopathie, Reproduktionsstörungen bei Kätzinnen, Wachstumsdepression bei Katzenwelpen, Zentralnervöse Störungen bei Katzenwelpen, Deformation der Wirbelsäule bei Welpen, Erhöhte Aggregationsneigung der Thrombozyten, Störungen des Immunsystems.
Erfahrungsberichten zufolge wirkt sich eine zusätzlich Tauringabe positiv aus auf die Muskulatur, die Haut- und Fellbeschaffenheit, weiterhin wurden Verbesserungen bei Krankheitsbildern wie Arthritis, Diabetes, Nierenerkrankungen, Asthma und chronichen Darmentzündungen beobachtet.
Ich möchte an dieser Stelle Elina Sistonen, Heimtierernährungsberaterin, München, 2003 zitieren "Futter aus dem Supermarkt ist dazu da, um Tiere eine gewisse Zeit am Leben zu erhalten. Mehr nicht."
Und nach diesem Motto wird wohl auch Taurin zugesetzt – die Katze überlebt und stirbt nicht gleich in jungen Jahren an Mangelerscheinungen.
Das Taurin für die Katze ist vergleichbar mit dem Vitamin C für den Menschen – die Mindestmenge verhindert bei uns Skorbut – eine höhere Dosis schützt zusätzlich vor Infektionskrankheiten.
Die Rohfütterer wissen, das Taurin in Herz enthalten sind, was machen aber die Rohkostverweigerer?
Zur bessren Anschauung: Der für Katzen empfohlene Tagesbedaraf an Taurin liegt zwischen 300 mg bis 500 mg pro TAG/KATZE – unmöglich diese Empfehlung bei ausschließlicher Fütterung mit Feuchtfutter zu decken. Die Katze müsste ein ganzes Kilo futtern! Noch genauer beschreiben es Meyer und Zentek. sie empfehlen ca. 50 mg Taurin pro kg Körpergewicht der Katze pro Tag.
Wer sich jetzt entschließt Taurin zusätzlich zum Futter zu verabreichen, sollte bedenken, dass sich Taurin wie eine Säure verhält und deshalb unbedingt vorher in Wasser aufgelöst werden sollte – es greift ansonsten den Magen an. Aufgelöst kann es entweder über das Futter oder zusammen mit dem Trinkwasser verabreicht werden.
Es sind keine Nebenwirkungen bei Überdosierung bekannt.
Futtersorten
Allerdings gilt bei allen Futtersorten: ABWECHSLUNG, also möglichst nicht nur eine Firma und schon gar nicht nur eine Sorte füttern! Jede Firma kocht ihr eigenes Süppchen, was Vitamine angeht. Eigentlich ist keine Supplementierung perfekt, wenn man aber etwas abwechselt, dann kommen im schnitt ganz brauchbare Werte bei raus...
empfehlenswerte Sorten wären:
sehr gut:
Grau
Porta 21
Felidae
Mac`s
Auenland
Tiger Cat
Petnatur
gut:
Cat & Clean
Leonardo
Animonda vom Feinsten
Miamor Milde Mahlzeit
Mittelklasse:
Animonda carny
Bozita (nicht die Dosen, nur Tetrapaks)
Shah (Aldi)
Trockenfutter:
Trockenfutter enthält immer sehr viel Getreide, Mais und pflanzliche Nebenerzeugnisse und ist schon deshalb nicht dazu geeignet, Katzen ausschließlich damit zu ernähren. Außerdem sind Katzen von Natur aus Wüstenbewohner, die fast nicht Trinken, sondern Ihre notwendige Wassermenge vor allem aus der Nahrung ziehen.
Eine ausschließliche Ernährung oder eine mit minderwertigem Trockenfutter, kann früh zu Nieren- und anderen Organschäden führen.
Trockenfutter sollte daher grundsätzlich einen hohen Gehalt an Fleisch aufweisen, hingegen sehr wenig Getreide und Pflanzliche Nebenerzeugnisse. Ebenso, sollte der Salzgehalt sehr niedrig liegen.
Allerdings sollte TroFu, wenn überhaupt nur eine Ergänzung sein. Ganz annehmbar ist es z.B. täglich einen Eßlöffel voll pro Katze zu geben. Ansich ist es aber zu empfehlen, besser überhaupt keines zu füttern.
Empfohlen werden könnte (wenn überhaupt) hier:
gut:
Timberwolf Serengeti B
Felidae C, D
Orijen B,C
Mittelklasse (aber definitiv eher als Leckerli oder Snack geeignet):
Grau Lamm&Reis evt. A, B, D
Leonardo C, D, E
Arden Grange C
Prairie Raw Insinct (www.cats-country.de)
Zahnstein ist bei Hauskatzen keine Seltenheit. Ihr Raubtiergebiss ist zum Zerschneiden von Fleisch, nicht aber zum Zermahlen von Trockenfutter geschaffen. Nur wenn Katzen Mäuse fangen und diese mit Haut und Haaren verspeisen, werden die Zähne ausreichend gereinigt. Futterreste, die am Zahnstein hängen bleiben, sind zudem der ideale Nährboden für Bakterien, Pilze und Viren. Mit einem Zahnsteinbefall gehen deshalb meist Zahnfleischentzündungen einher.
Läden:
www.sandras-tieroase.de
Fressnapf bzw. Futterhaus
www.zooplus.de
www.taschungas.de
www.isabello.de
sonstige Zooläden, einen aus deiner Nähe erfährst du bei www.bogro.de
www.prontop.
gutes Futter, dass allerdings kein Alleinfutter ist und daher nur so ca. 2 mal pro Woche gefüttert werden sollte, wären:
almo nature
Shyni cat
Fisch
folgende Futtersorten sind ebenfalls recht gut, enthalten aber viel Fisch, weswegen sie auch nicht so oft gefüttert werden sollten. Fisch enthällt viele Schwermetalle, die im Körper abgelagert werden und dann zu Organschäden führen können:
Schmusy Fisch
Porta 21 Thunfisch
Buchempfehlungen zur Katzenernährung:
Leider gibt es nur wenige wirklich brauchbare Bücher zum Thema „Gesunde Ernährung für Katzen“. Viele sind Subventioniert von großen Futtermittelherstellern oder spiegeln wiederum eine sehr ideologisch verklärte Einstellung wieder.
1.)“Katzen füttern“ von Dr. Anna Laukner (Tierärztin)
Erschienen im Ulmer-Verlag
ISBN: 978-3-8001-5338-1
Preis: 7,95€
2.) "Katzen würden Mäuse kaufen" von Hans Ulrich Grimm
Erschienen im Deuticke Verlag
ISBN: 978-3-552-06049-4
demnächst auch als ausgabe für 7,95€
3.) "Natural Cat Food: Rohfütterung für Katzen
- Ein praktischer Leitfaden (Broschiert) "
von Susanne Reinerth (Autor)
ISBN-10: 3837062317
Preis: 24,99€
* Tischreste und menschliche Nahrung sind nicht als Katzenfutter geeignet. Unsere Nahrung ist häufig zu stark gewürzt und zu fett.
* Immer handwarm füttern. Bitte geben Sie der Katze nichts direkt aus dem Kühlschrank.
* Kein Schweinefleisch! Darin können Viren auftreten, die zu der für Katzen stets tödlich verlaufenden Aujeszkyschen Krankheit führen können.
* Bei Knochen ist große Vorsicht geboten. Wenn auch Katzen Geflügelgerippe sorgfältig abnagen, können dabei leicht kleine Splitter verschluckt werden und zu inneren Verletzungen führen.
* Viel Leber ist nichts für die Katze. Eine übermäßige Leberfütterung kann zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, wobei Lähmungen, Gelenkstarre und Knochenwucherungen entstehen können. Auch reine Fleischfütterung ist nicht unbedenklich, denn Fleisch enthält zu wenig Kalzium. Das kann bei jungen Katzen zu Fehlern beim Skelettaufbau und Neigung zu Knochenbrüchen führen.
* Milch ist kein tägliches Getränk, sondern Nahrung. Und nicht jede Katze verträgt sie. Denn Milch enthält zu viel Milchzucker (Laktose), der von den Verdauungsfermenten der Katze nur unvollständig gespalten wird. Dabei kann es zu schweren Durchfällen kommen.
09.12.2008 19:40
Haltung
Überlegung zur Anschaffung
Katzen können bis zu 20 Jahren alt werden - manchmal sogar noch älter. Wer sich für eine Katze als Wohungsgenosse entscheidet, sollte wissen, dass er für ein ganzes Katzenleben für sie verantwortlich ist.
Die Stubentiger erfordern täglich ein gewisses Maß an Zeitaufwand: zum Füttern, Spielen, Streicheln und Schmusen. Bei Langhaarkatzen sollte der Katzenhalter die tägliche Fellpflege einplanen.
Katzen sind nicht, wie vielfach angenommen, ausgesprochene Einzelgänger. Den ganzen Tag allein in der Wohnung bleiben möchte keine Katze. Daher empfiehlt es sich für Berufstätige und Menschen, die wenig zu Hause sind, zwei Tiere zu halten. Natürlich ist es für eine Katze herrlich - aber auch gefährlich - wenn sie so viel wie möglich nach draußen kann.
Doch auch als reine Wohnungskatze kann sie glücklich sein. Hat sie einen Artgenossen zum Spielen und bekommt viel Zuwendung von ihrem Besitzer, ist noch nicht einmal die Wohnungsgröße entscheidend.
Wer zur Miete wohnt, benötigt zur Katzenhaltung die Erlaubnis des Vermieters. Allerdings darf dieser die Einwilligung nur dann verweigern, wenn durch die Katze Belästigungen oder Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Am diplomatischsten ist es, vor der Anschaffung den Vermieter und die übrigen Hausbewohner auf die neue Hausgenossin vorzubereiten.
* Für einen Schlafplatz, einen Kratzbaum, eine Katzentoilette und ein Körbchen bzw. einen Transportbehälter sollte allerdings genügend Platz vorhanden sein. Ideal ist es, wenn der Kratzbaum mit Kletter- und Versteckmöglichkeiten ausgestattet ist. Damit können Katzen sich stundenlag beschäftigen.
* Auf eine saubere Toilette legt die Katze großen Wert. Mindestens eimal die Woche sollte das Streu komplett gewechselt, die Häufchen täglich entfernt werden. Am besten verwendet man geruchsbindende Katzenstreu. Die Toilette sollte an einem festen, ruhigen Ort stehen, der leicht sauber zu halten und stets für die Katze zugänglich ist.
* Die Wohnung darf keine Gefahren bergen, wie z. B. gekippte Fenster, herumliegende Plastiktüten oder giftige Zimmerpflanzen. Damit sie nicht in Versuchung kommt, die Zimmerpflanzen anzuknabbern, stellt man der Katze ein Schälchen mit Katzengras zur Verfügung.
* Katzen sind neugierig und verspielt. Sie lieben alles, was sich bewegt, rollt oder baumelt. Egal, ob es sich um ein Bällchen, ein zusammengeknülltes Papier oder eine Spielmaus handelt. Um sich nicht zu langweilen, braucht sie ausreichend Spiel- und Klettermöglichkeiten und wenn nur irgendwie möglich, einen Artgenossen.
Einzelhaltung
7,5 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten. Die Mehrheit wird nicht artgerecht gehalten. Eine kühne Behauptung? Keineswegs, sondern die traurige Bilanz langjähriger Erfahrung der Tierschützer. Ein Blick auf die Natur der Katze macht deutlich, wie ein artgerechtes Katzenleben aussieht.
Die natürlichen Lebensgewohnheiten müssen so gut wie möglich simuliert werden, damit die Katze physisch und psychisch gesund bleibt. Viele Katzenhalter verneinen dies und sind ernsthaft der Auffassung, dass es einer Katze absolut ausreicht, auf
45 m2 als Einzeltier zu leben. Dem ist jedoch nicht so.
Da sich die Tiere in einem solchen Lebensraum nicht entsprechend ihrer Art verhalten können, zeigen sie IMMER – die einen früher, die anderen später – körperliche und/oder seelische Folgen dieser unnatürlichen Haltungsform.
Menschen, die ihre Katze so halten, erzählen zwar, wie super es der Katze gehe und wie glücklich sie sei, nehmen aber gar nicht wahr, was einem Außenstehenden sofort auffällt: Die Katze ist zu dick, peitscht ununterbrochen mit dem Schwanz, kommt zum Streicheln, verweilt nicht lange, legt die Ohren an, haut nach dem Halter, geht hektisch im Flur auf und ab. Ihr Benehmen gleicht dem eines Raubtiers im Zoo, das zwanghaftes, neurotisches Verhalten zeigt. Die Halter sind meist der Ansicht, die Katze wäre glücklich, wolle gar nichts anderes tun, als den ganzen Tag auf der Heizung zu sitzen und raus zu sehen, und – na ja – das bisschen Übergewicht käme daher, dass sie ihren Leckerlis so zugetan sei.
Dass es sich in Wirklichkeit um eine unzufriedene, übergewichtige, gereizte Katze handelt, oder um ein Tier, welches bereits resigniert und sich seinem unabänderbaren Schicksal gefügt hat, will kaum einer wahrhaben, denn: Es „fehlt ihr doch an nichts”.
Doch, tut es! Es fehlt ihr an allem, was sie zu einer Katze macht, und es fehlt ihr der Kontakt zu Artgenossen.
Der Halter interpretiert das Verhalten seiner Katze oft falsch. Das Tier wird abgeschoben, weil es „einen Knall hat”. Die Halter sind jedoch nicht sensibel genug, das abnormale Verhalten ihrer Katze auf die Haltungsform zu beziehen.
Eine „normale” Katze in reiner Wohnungshaltung ohne Artgenossen zu halten, ist ungefähr so, als würde man einen Menschen auf einer einsamen Insel aussetzen, wo er bis an sein Lebensende nie wieder einen anderen Menschen sehen oder sprechen kann. Wer würde da auf Dauer nicht durchdrehen? Selbst in kätzischer Gesellschaft würde man sich doch irgendwann nach einem menschlichen Wort und einer menschlichen Berührung sehnen. Ebenso ergeht es der Katze, der eine kätzische Gesellschaft verwehrt wird. Ein Mensch kann einer Katze nicht das geben, was eine Katze ihr geben kann. Wir können dem Tier nicht rund um die Uhr Ansprache bieten, mit ihm toben und raufen, sein Fell mit der Zunge abschlecken, wie es der Artgenosse tut. Wohnungskatzen sind aufgrund fehlenden Auslaufs schnell unterfordert; Langeweile kommt auf, es entwickeln sich Unarten, weil die Katze nach Beschäftigung sucht. Darunter leiden dann nicht nur Möbel, Tapeten oder Arme und Beine des Besitzers. Es kann auch leicht zum Protest kommen: Die Katze wird unsauber oder neurotisch. Eine katzengerechte Gestaltung der Wohnräume und die Gesellschaft eines Artgenossen können hier Abhilfe schaffen! 80% der Tiere, die aufgrund von Verhaltensstörungen abgegeben werden, sind Einzelkatzen, die in reiner Wohnungshaltung gelebt haben!
Wenn sie nicht psychisch gestört sind, handelt es sich zumeist um Katzen, die sich aus Frust und Langeweile dick und rund gefressen haben; mit verheerenden Folgen für die Gesundheit: Stoffwechselstörungen, Harngries, Diabetes, Herzerkrankungen etc.
Allerdings geraten auch freilaufende Katzen kaum in den Genuss kätzischer Gesellschaft. Denn draußen begegnet die Katze ihren streunenden Artgenossen nicht als Freund, sondern als Rivale. Im Freigang agiert die Katze mit ihren Artgenossen hauptsächlich in Form von Revier-Kämpfen, sie wird nur in seltensten Fällen soziale Kontakte knüpfen. Diese für das Wohl der Katze so wichtigen sozialen Kontakte entstehen und festigen sich nur dort, wo die Tiere in familiärer Weise zusammen leben. Ist eine Katze durch lange Einzelhaltung bereits negativ geprägt, oder zeigt gar schon Verhaltensstörungen, wird eine Zusammenführung mit einem neuen Spielkameraden oft schwer und bedeutet eine große Belastung für Mensch und Tier. Deshalb ist es in jedem Fall ratsam, sich gleich von Anfang an für 2 Katzen zu entscheiden. Im Falle eines Geschwisterpärchens, minimiert man das Risiko, dass die beiden Katzen nicht "zusammen passen".
Natürlich ist es „möglich”, eine Katze allein zu halten - Millionen von Katzen fristen so ihr Dasein. Tausende von Tierärzten, Psychologen und aufmerksamen Tierhalten berichten aber von ebenso vielen körperlich und/oder seelisch kranken Katzen, deren Leid auf die widernatürliche Haltungsform zurückzuführen ist. Und auch wenn es weitaus mehr Katzen als ihren
Bedürfnissen entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten gibt, darf die Konsequenz nicht darin liegen, den Tieren ein nicht artgerechtes Leben zuzumuten! Vielmehr muss darauf abgezielt werden, die Überpopulation durch strikte Kastration zu minimieren und so in den Genuss der Wahlmöglichkeit zu gelangen. Das ist verantwortungsbewusster Tierschutz.
Gefahren im Haushalt
Wohnungskatzen leben gefährlich, was sehr oft völlig unterschätzt wird. Ein besonders großes Risiko stellen Kippfenster dar. Viele Katzen werden Opfer von solchen Unfällen, weil die Besitzer einfach vergessen, die Kippfenster zu schließen. Passiert dann doch etwas, kommt in der Regel jede Hilfe zu spät. Speziell für solche Fenster gibt es Keile bzw. Netze.
Unachtsam weggelegte Plastiktüten sind schon vielen Katzen zum Verhängnis geworden. Katzen lieben es, in Plastiktüten zu kriechen und mit ihnen zu spielen. Hierbei besteht akute Erstickungsgefahr. Besonders gefährlich sind die Plastikgriffe, in denen Katzen mit ihrem Kopf hängen bleiben und sich erdrosseln können. Deshalb sollten Plastiktüten immer gut verstaut werden.
Nicht nur Katzenkinder, sondern auch ältere Stubentiger begeistern sich unter Umständen für offene Toiletten. Fasziniert versuchen sie, mit einer Pfote an das in der Toilette befindliche Wasser zu gelangen. Dabei können sie abrutschen und kopfüber in die Toilette fallen und kommen schlimmstenfalls nicht mehr alleine raus. Vor allem Katzenkinder können bei dieser Aktion ertrinken.
Auch Wasch- und Spülmaschinen haben ihren Reiz, genau wie Trockner. Gestattet man es ihnen, so legen sie sich gerne hinein, ganz besonders dann, wenn schon etwas schmutzige Wäsche mit verführerisch vertrauten Gerüchen darin liegt oder Geschirr mit Essensresten zum Schnuppern und Abschlecken einlädt.
Solche Gewohnheiten können leider tödliche Folgen haben, wenn der Katzenbesitzer vergisst, die Trommel oder den Geschirrwagen zu kontrollieren, bevor er die Maschine anstellt. Lassen Sie daher niemals entsprechende Klappen oder Türen offen stehen und kontrollieren Sie lieber einmal zu viel als zu wenig, ob vielleicht eine Katze in einem Gerät Unterschlupf gefunden hat, bevor sie es
Überlegung zur Anschaffung
Katzen können bis zu 20 Jahren alt werden - manchmal sogar noch älter. Wer sich für eine Katze als Wohungsgenosse entscheidet, sollte wissen, dass er für ein ganzes Katzenleben für sie verantwortlich ist.
Die Stubentiger erfordern täglich ein gewisses Maß an Zeitaufwand: zum Füttern, Spielen, Streicheln und Schmusen. Bei Langhaarkatzen sollte der Katzenhalter die tägliche Fellpflege einplanen.
Katzen sind nicht, wie vielfach angenommen, ausgesprochene Einzelgänger. Den ganzen Tag allein in der Wohnung bleiben möchte keine Katze. Daher empfiehlt es sich für Berufstätige und Menschen, die wenig zu Hause sind, zwei Tiere zu halten. Natürlich ist es für eine Katze herrlich - aber auch gefährlich - wenn sie so viel wie möglich nach draußen kann.
Doch auch als reine Wohnungskatze kann sie glücklich sein. Hat sie einen Artgenossen zum Spielen und bekommt viel Zuwendung von ihrem Besitzer, ist noch nicht einmal die Wohnungsgröße entscheidend.
Wer zur Miete wohnt, benötigt zur Katzenhaltung die Erlaubnis des Vermieters. Allerdings darf dieser die Einwilligung nur dann verweigern, wenn durch die Katze Belästigungen oder Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Am diplomatischsten ist es, vor der Anschaffung den Vermieter und die übrigen Hausbewohner auf die neue Hausgenossin vorzubereiten.
* Für einen Schlafplatz, einen Kratzbaum, eine Katzentoilette und ein Körbchen bzw. einen Transportbehälter sollte allerdings genügend Platz vorhanden sein. Ideal ist es, wenn der Kratzbaum mit Kletter- und Versteckmöglichkeiten ausgestattet ist. Damit können Katzen sich stundenlag beschäftigen.
* Auf eine saubere Toilette legt die Katze großen Wert. Mindestens eimal die Woche sollte das Streu komplett gewechselt, die Häufchen täglich entfernt werden. Am besten verwendet man geruchsbindende Katzenstreu. Die Toilette sollte an einem festen, ruhigen Ort stehen, der leicht sauber zu halten und stets für die Katze zugänglich ist.
* Die Wohnung darf keine Gefahren bergen, wie z. B. gekippte Fenster, herumliegende Plastiktüten oder giftige Zimmerpflanzen. Damit sie nicht in Versuchung kommt, die Zimmerpflanzen anzuknabbern, stellt man der Katze ein Schälchen mit Katzengras zur Verfügung.
* Katzen sind neugierig und verspielt. Sie lieben alles, was sich bewegt, rollt oder baumelt. Egal, ob es sich um ein Bällchen, ein zusammengeknülltes Papier oder eine Spielmaus handelt. Um sich nicht zu langweilen, braucht sie ausreichend Spiel- und Klettermöglichkeiten und wenn nur irgendwie möglich, einen Artgenossen.
Einzelhaltung
7,5 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten. Die Mehrheit wird nicht artgerecht gehalten. Eine kühne Behauptung? Keineswegs, sondern die traurige Bilanz langjähriger Erfahrung der Tierschützer. Ein Blick auf die Natur der Katze macht deutlich, wie ein artgerechtes Katzenleben aussieht.
Die natürlichen Lebensgewohnheiten müssen so gut wie möglich simuliert werden, damit die Katze physisch und psychisch gesund bleibt. Viele Katzenhalter verneinen dies und sind ernsthaft der Auffassung, dass es einer Katze absolut ausreicht, auf
45 m2 als Einzeltier zu leben. Dem ist jedoch nicht so.
Da sich die Tiere in einem solchen Lebensraum nicht entsprechend ihrer Art verhalten können, zeigen sie IMMER – die einen früher, die anderen später – körperliche und/oder seelische Folgen dieser unnatürlichen Haltungsform.
Menschen, die ihre Katze so halten, erzählen zwar, wie super es der Katze gehe und wie glücklich sie sei, nehmen aber gar nicht wahr, was einem Außenstehenden sofort auffällt: Die Katze ist zu dick, peitscht ununterbrochen mit dem Schwanz, kommt zum Streicheln, verweilt nicht lange, legt die Ohren an, haut nach dem Halter, geht hektisch im Flur auf und ab. Ihr Benehmen gleicht dem eines Raubtiers im Zoo, das zwanghaftes, neurotisches Verhalten zeigt. Die Halter sind meist der Ansicht, die Katze wäre glücklich, wolle gar nichts anderes tun, als den ganzen Tag auf der Heizung zu sitzen und raus zu sehen, und – na ja – das bisschen Übergewicht käme daher, dass sie ihren Leckerlis so zugetan sei.
Dass es sich in Wirklichkeit um eine unzufriedene, übergewichtige, gereizte Katze handelt, oder um ein Tier, welches bereits resigniert und sich seinem unabänderbaren Schicksal gefügt hat, will kaum einer wahrhaben, denn: Es „fehlt ihr doch an nichts”.
Doch, tut es! Es fehlt ihr an allem, was sie zu einer Katze macht, und es fehlt ihr der Kontakt zu Artgenossen.
Der Halter interpretiert das Verhalten seiner Katze oft falsch. Das Tier wird abgeschoben, weil es „einen Knall hat”. Die Halter sind jedoch nicht sensibel genug, das abnormale Verhalten ihrer Katze auf die Haltungsform zu beziehen.
Eine „normale” Katze in reiner Wohnungshaltung ohne Artgenossen zu halten, ist ungefähr so, als würde man einen Menschen auf einer einsamen Insel aussetzen, wo er bis an sein Lebensende nie wieder einen anderen Menschen sehen oder sprechen kann. Wer würde da auf Dauer nicht durchdrehen? Selbst in kätzischer Gesellschaft würde man sich doch irgendwann nach einem menschlichen Wort und einer menschlichen Berührung sehnen. Ebenso ergeht es der Katze, der eine kätzische Gesellschaft verwehrt wird. Ein Mensch kann einer Katze nicht das geben, was eine Katze ihr geben kann. Wir können dem Tier nicht rund um die Uhr Ansprache bieten, mit ihm toben und raufen, sein Fell mit der Zunge abschlecken, wie es der Artgenosse tut. Wohnungskatzen sind aufgrund fehlenden Auslaufs schnell unterfordert; Langeweile kommt auf, es entwickeln sich Unarten, weil die Katze nach Beschäftigung sucht. Darunter leiden dann nicht nur Möbel, Tapeten oder Arme und Beine des Besitzers. Es kann auch leicht zum Protest kommen: Die Katze wird unsauber oder neurotisch. Eine katzengerechte Gestaltung der Wohnräume und die Gesellschaft eines Artgenossen können hier Abhilfe schaffen! 80% der Tiere, die aufgrund von Verhaltensstörungen abgegeben werden, sind Einzelkatzen, die in reiner Wohnungshaltung gelebt haben!
Wenn sie nicht psychisch gestört sind, handelt es sich zumeist um Katzen, die sich aus Frust und Langeweile dick und rund gefressen haben; mit verheerenden Folgen für die Gesundheit: Stoffwechselstörungen, Harngries, Diabetes, Herzerkrankungen etc.
Allerdings geraten auch freilaufende Katzen kaum in den Genuss kätzischer Gesellschaft. Denn draußen begegnet die Katze ihren streunenden Artgenossen nicht als Freund, sondern als Rivale. Im Freigang agiert die Katze mit ihren Artgenossen hauptsächlich in Form von Revier-Kämpfen, sie wird nur in seltensten Fällen soziale Kontakte knüpfen. Diese für das Wohl der Katze so wichtigen sozialen Kontakte entstehen und festigen sich nur dort, wo die Tiere in familiärer Weise zusammen leben. Ist eine Katze durch lange Einzelhaltung bereits negativ geprägt, oder zeigt gar schon Verhaltensstörungen, wird eine Zusammenführung mit einem neuen Spielkameraden oft schwer und bedeutet eine große Belastung für Mensch und Tier. Deshalb ist es in jedem Fall ratsam, sich gleich von Anfang an für 2 Katzen zu entscheiden. Im Falle eines Geschwisterpärchens, minimiert man das Risiko, dass die beiden Katzen nicht "zusammen passen".
Natürlich ist es „möglich”, eine Katze allein zu halten - Millionen von Katzen fristen so ihr Dasein. Tausende von Tierärzten, Psychologen und aufmerksamen Tierhalten berichten aber von ebenso vielen körperlich und/oder seelisch kranken Katzen, deren Leid auf die widernatürliche Haltungsform zurückzuführen ist. Und auch wenn es weitaus mehr Katzen als ihren
Bedürfnissen entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten gibt, darf die Konsequenz nicht darin liegen, den Tieren ein nicht artgerechtes Leben zuzumuten! Vielmehr muss darauf abgezielt werden, die Überpopulation durch strikte Kastration zu minimieren und so in den Genuss der Wahlmöglichkeit zu gelangen. Das ist verantwortungsbewusster Tierschutz.
Gefahren im Haushalt
Wohnungskatzen leben gefährlich, was sehr oft völlig unterschätzt wird. Ein besonders großes Risiko stellen Kippfenster dar. Viele Katzen werden Opfer von solchen Unfällen, weil die Besitzer einfach vergessen, die Kippfenster zu schließen. Passiert dann doch etwas, kommt in der Regel jede Hilfe zu spät. Speziell für solche Fenster gibt es Keile bzw. Netze.
Unachtsam weggelegte Plastiktüten sind schon vielen Katzen zum Verhängnis geworden. Katzen lieben es, in Plastiktüten zu kriechen und mit ihnen zu spielen. Hierbei besteht akute Erstickungsgefahr. Besonders gefährlich sind die Plastikgriffe, in denen Katzen mit ihrem Kopf hängen bleiben und sich erdrosseln können. Deshalb sollten Plastiktüten immer gut verstaut werden.
Nicht nur Katzenkinder, sondern auch ältere Stubentiger begeistern sich unter Umständen für offene Toiletten. Fasziniert versuchen sie, mit einer Pfote an das in der Toilette befindliche Wasser zu gelangen. Dabei können sie abrutschen und kopfüber in die Toilette fallen und kommen schlimmstenfalls nicht mehr alleine raus. Vor allem Katzenkinder können bei dieser Aktion ertrinken.
Auch Wasch- und Spülmaschinen haben ihren Reiz, genau wie Trockner. Gestattet man es ihnen, so legen sie sich gerne hinein, ganz besonders dann, wenn schon etwas schmutzige Wäsche mit verführerisch vertrauten Gerüchen darin liegt oder Geschirr mit Essensresten zum Schnuppern und Abschlecken einlädt.
Solche Gewohnheiten können leider tödliche Folgen haben, wenn der Katzenbesitzer vergisst, die Trommel oder den Geschirrwagen zu kontrollieren, bevor er die Maschine anstellt. Lassen Sie daher niemals entsprechende Klappen oder Türen offen stehen und kontrollieren Sie lieber einmal zu viel als zu wenig, ob vielleicht eine Katze in einem Gerät Unterschlupf gefunden hat, bevor sie es
09.12.2008 19:41
Tätowierung und Mikrochip
Erster Grundsatz für jeden Katzenbesitzer ist, seine Freigänger tätowieren bzw. chipen - das ist der Personalausweis unterm Fell - zu lassen, was von jedem Tierarzt gemacht wird. Es ist ein trauriges Kapitel, aber es soll hier nicht fehlen: Wer jemals eine Katze vermisst hat, wird es nie vergessen und nur schlecht über den Verlust hinweg kommen.
Man sorgt sich, man malt sich die Entführung durch Tierfänger oder die schlimmsten Unfälle aus und ist einfach hilflos. Insgeheim lauert man ständig auf ein Geräusch vor der Terrassentür, wartet selbst nach Wochen noch, dass die Vermisste von einem unendlichen Spaziergang oder Jagdausflug doch noch zurückkehrt.
Jedes Jahr kommen Hunderte von herrenlosen Katzen in Tierheime, Tierhilfen und Auffangstationen. Nicht zu vergessen die vielen Futterstellen von freilebenden Katzen, wo oft auch Hauskatzen zulaufen, die sich verirrt haben. Durch die Nummer im Ohr oder mit den Informationen des Mikrochips kann meist der Katzenbesitzer ausfindig gemacht werden.
Läuft die Katze an einer Futterstelle zu, bzw. wird sie im Tierheim abgeben, wird aufgrund der Nummer der rechtmäßig Besitzer verständigt und dieser kann seine geliebte Katze wieder abholen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Katze auch angemeldet bzw. registriert worden ist. Dieses müssen Sie nach der Kennzeichnung selber bei Tasso bzw. dem Haustierzentralregister machen lassen. Der Tierarzt meldet die Nummer nicht automatisch, wie leider häufig angenommen wird. Natürlich können Sie auch als Privatperson bei Tasso bzw. dem Haustierzentralregister anrufen, wenn Ihnen eine Katze zugelaufen ist.
Pflege und Gesundheit
Für ihre Körperpflege sorgen Hauskatzen selbst. Langhaarkatzen jedoch müssen täglich gebürstet und gekämmt werden. Verfilzungen im Fell können zu Krankheiten führen.
Auch ihre Krallenpflege übernehmen die Stubentiger selbst. Haben sie genügend Gelegenheit nach draußen zu gehen, wetzen sie sich die Krallen an Bäumen usw. ab. Hält sich die Katze in der Wohnung auf, ist ein Kratzbaum oder -brett unerlässlich.
Die richtige Augen- und Ohrenpflege lässt man sich am besten beim Tierarzt zeigen und erklären.
Katzen baden?
Nein. Katzen sind sehr reinliche Tiere und übernehmen den Fellputz.
Sollte es wirklich mal vorkommen, dass man Wasser zum reinigen der Katze benötigt,
so reicht ein nasser Lappen.
Ausnahme: Öl, Benzin usw. im Fell oder bei Pilzbefall (nur nach ärztlicher Anweisung).
Hier muss rasch ein Bad genommen werden.
Kastration
Die Kastration bietet Dir die absolute Sicherheit gegen ungewollte Katzenbabys. Sie ist ein sinnvolles Mittel zur Geburtenkontrolle und verhindert so die Überpopulation von Katzen. Auf der anderen Seite ist eine Kastration eines Katers unerlässlich.Fruchtbarkeitskontrolle ist ein wichtiger Aspekt bei der Katzenhaltung. Kastration ist nicht nur der beste Weg, unliebsamen Katzennachwuchs zu verhindern, sondern dient auch der Gesunderhaltung! Kater, vor allem Freigänger, verwickeln sich nicht so häufig in Revierkämpfe mit den damit verbundenen Verletzungsgefahren. Bei weiblichen Tieren werden Dauerrolligkeit und die Gefahr der Entstehung von Eileitergeschwüren vorgebeugt. Übrigens sollten auch Miezen kastriert und nicht nur sterilisiert werden.
Die Kastration ist ab dem 6. Lebensmonat möglich. Den dazu nötigen Eingriff führt der Tierarzt durch. Es hat keinerlei Nachteile für die Tiere. Sie sind danach genauso munter und lebensfroh wie vorher. Auch reine Wohnungstiere sollten kastriert werden.
Die Kastration - Mythen und Legenden
Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie die Kastration. Zum Schaden der Tiere wird diese Diskussion sehr emotional und oft in Unkenntnis der Sachlage geführt. Die Verwirrung unter den Tierhaltern ist groß, und selbst viele Tierärzte sind leider nicht auf dem neusten Stand der Forschung. Daher sind nachfolgende Argumente noch immer geläufig: Die Tiere sollen sich ausleben können, Katzen sollen sich wie “eine richtige Frau” fühlen und mindestens einmal Kinder bekommen, und Kater sollen ihren Spaß haben!
Doch die Paarung ist keineswegs eine romantische Angelegenheit: Die Katze verführt den Kater mit aufreizenden Gesten und lässt sich für ca. 10 Sekunden begatten, während der Kater ihre Schultern mit seinen Krallen und ihren Nacken mit seinen Zähnen packt...
Daher wird er anschließend von dem Weibchen gekratzt und gebissen. Und auch die weibliche Katze empfindet Schmerzen bei der Paarung. Der Penis des Katers ist mit Widerhaken ausgestattet, was beim Zurückziehen einen intensiven, krampfartigen Schmerz auslöst. Dieser Schmerz ist der Auslöser für den Eisprung.
Und dann hält sich noch immer das Ammenmärchen, eine Katze müsse einmal geworfen haben, und wieder andere möchten sich selbst oder ihre Kinder das “Wunder der Geburt” erleben lassen. Ausgenommen alle Jungen werden behalten, bringt man den Kindern damit statt Achtung vor der Schöpfung eher Verantwortungslosigkeit bei, denn die Katzenüberpopulation ist riesig, und die meisten bekommen kein gutes Zuhause!
Warum kastrieren?
Die Frage sagt es schon: Auch weibliche Katzen werden kastriert - nicht sterilisiert!
Fakt ist, dass rollige Katzen einer großen hormonellen Belastung ausgesetzt sind, der nur durch eine Befruchtung oder durch die Kastration ein Ende gesetzt werden kann. Wird das Tier ausschließlich in der Wohnung gehalten und nichtgedeckt, kommt es zu einer regelrechten “hormonelle Vergiftung”, der Dauerrolligkeit. Lässt man sein Tier decken, verkürzt man nicht nur seine Lebenserwartung und nimmt durch die Beanspruchung und Deformation der Gebärmutter gesundheitliche Schäden in Kauf, sondern man vermehrt das ohnehin schon bestehende Katzenelend. Ist das Tier Freigänger, drohen ihm noch weitere Gefahren: Es wird sich auf der Suche nach einem Partner weit von Zuhause entfernen, unbekannte Straßen überqueren und so lange unterwegs sein, bis es einen Geschlechtspartner gefunden hat. Handelt es sich um eine weibliche Katze, läuft sie Gefahr, sich beim Deckakt das tödliche FIV-Virus (=Katzenaids) einzuhandeln, welches durch den Nackenbiss übertragen wird.
Unkastrierte Kater entlaufen meist bei Einsetzen der Geschlechtsreife, weil sie – dem Geruch eines Weibchens folgend – oft viele Kilometer zurücklegen. Die meisten überfahrenen Tiere werden während der Paarungszeit aufgefunden! Beim Kampf um ein Weibchen sind Kater zusätzlich erbitterten Katerkämpfen mit anderen Revierkatern ausgesetzt, durch die sie oftmals schwer verletzt und mit tödlichen Krankheiten wie FeLV (=Leukose) oder FIV (=Katzenaids) infiziert werden. Da eine Katze in der Regel von mehreren Katern gedeckt wird, ist auch für sie die Gefahr einer Infektion äußerst hoch.
Die Vorteile der Kastration
Aus oben aufgeführten Gründen dürfte es im Sinne des Tieres liegen, über eine Kastration nachzudenken.
Denjenigen, die es nicht für “natürlich” halten, sei
gesagt, dass ein “natürliches” Leben für die wildlebende Katze bedeutet, nur ein Alter von 1-5 Jahren zu
erreichen und in ihrem kurzen Leben möglich viele Junge in die Welt zu setzen, von denen nur ein Drittel überlebt. Für alle anderen, hier die Vorteile auf einen Blick:
* Keine Rolligkeitssymptome
* Keine übelriechenden Markierungen
* Geringeres Bedürfnis zu streunen
* Weniger Aggressionen
* Stärkere Menschenbezogenheit
* Kaum Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten,
Gesäugetumore oder Gebärmutterentzündung bei der
weiblichen Katze sowie Prostatakrebs beim Kater
* Deutlich geringeres Risiko der Infektion mit
FeLV (= Leukose) oder FIV (= Katzenaids) durch
den Wegfall von Paarungsbissen und Katerkämpfen
* Doppelt so hohe Lebenserwartung
* Kein Zuwachs ungewollter Katzenkinder,
für die man kein Zuhause findet
Wann lasse ich meine Katze kastrieren?
Einen idealen ZeitPUNKT gibt es nicht, wohl aber einen idealen ZeitRAUM. Soll Ihre Katze in den Freigang, darf sie dies auf keinen Fall unkastriert, denn in vielen Fällen bemerkt man das Einsetzen der Geschlechtsreife erst, wenn es bereits zu spät, d.h. die Katze entlaufen oder trächtig ist. Durch die gesteigerte Lichtintensität werden Katen seit einigen Jahren bereits mit durchschnittlich 4 - 5 Monaten rollig! Es gibt Tierärzte, die Tiere mit 4 oder 5 Monaten nicht kastrieren und behaupten, Katzen würden erst mit 6-8 Monaten geschlechtsreif, vorher könne gar nichts passieren. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch!!
Auch gibt es aus medizinischer Sicht keinen einzigen Grund, das Tier einmal rollig oder gar trächtig werden zu lassen. Das Gegenteil ist der Fall: Beides schadet der Gesundheit Ihrer Katze. Entgegen anderslautender Gerüchte muss nicht erst die komplette körperliche Entwicklung abgewartet werden, bevor das Tier kastriert werden kann. Langzeitstudien haben gezeigt, dass die Hormone keinerlei Einfluss auf das Wachstum von Katze und Kater haben, sondern dass Größe und Körperbau ausschließlich genetisch bedingt sind.
Prinzipiell kann man sagen, dass es günstig ist, die Katze so früh wie möglich kastrieren zu lassen, denn je jünger ein Tier ist, desto besser verkraftet es die Operation.
Frühkastration
Es spricht vieles dafür, eine Katze bereits mit 3 oder 4 Monaten kastrieren zu lassen, was in anderen Ländern schon jahrzehntelang ohne Probleme praktiziert wird und sich auch bei uns immer mehr durchsetzt. Dass manche Tierärzte es noch ablehnen, begründet sich in erster Linie durch mangelnde OP-Erfahrungen mit Tieren dieses Alters, bei denen insbesondere die Dosis des Narkosemittels genauestens dem Körpergewicht angepasst werden muss. Wird sie von einem sachkundigen Tierarzt durchgeführt, hat die sogenannte Frühkastration viele Vorteile:
* Die Operation ist kürzer
* Die Narkose ist kürzer und weniger belastend
* Die Operation ist einfacher, da die Keimdrüsen frei liegen
und noch nicht von Fettgewebe überlagert sind, dadurch gibt es...
* ...weniger Komplikationen/Blutungen
* Das Tier ist schneller wieder fit
* Das Risiko von Gebärmutterkrebs sowie anderen Krebsarten
geht gen Null, wenn das Tier nie rollig war
*
Eine im Welpenalter gesetzte Tätowierung „wächst mit“ und ist
später sehr gut lesbar
* Ihre Katze kann Sie nicht im Alter von 5 oder 6 Monaten mit
ihrer ersten Schwangerschaft überraschen, obwohl Ihnen doch
irgendjemand versichert hatte, dass dies vor 7 Monaten nicht
möglich sei...
Die Kastration ist ein einfacher chirurgischer Eingriff und kann die Lebenserwartung der Katze verdoppeln und macht sie zu einem noch angenehmeren und liebenswerteren Haustier!
Impfungen und Wurmkuren
Der Tierarzt weiß, wann welche Impfungen für Katzen notwendig sind. Geimpft wird vorbeugend gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut. Bei Katzen mit Freigang kann ebenfalls gegen Leukose geimpft werden.
Die Impfungen werden regelmäßig nach Absprache mit dem Tierarzt wiederholt.
Ein jährlicher Gesundheits-Check beim Tierarzt ist zu empfehlen.
Geimpft werden muss:
Gegen Tollwut
Allgemein genügt eine Impfung im Alter von sieben bis zehn Wochen. Eine jährliche Wiederholungsimpfung ist besonders bei freilaufenden Katzen unbedingt erforderlich. Katzen, die sich lediglich in der Wohnung aufhalten und mit freilaufenden Katzen und anderen Tieren nicht in Berührung kommen, brauchen nicht geimpft zu werden. Die Tollwutschutzimpfung gibt es in Kombination mit der Impfung gegen die Katzenseuche. Sei aber hier vorsichtig, denn nicht jede Katze verträgt die kombinierte Impfung. Dein Arzt berät Dich sicherlich gerne.
Bei Auslandsreisen wird die Tollwutschutzimpfung in der Regel nur dann anerkannt, wenn sie mindestens 30 Tage vor der Einreise durchgeführt wurde und nicht älter als zwölf Monate ist. Beachten bitte aber auf jeden Fall die Einreisebestimmungen der einzelnen Länder. In manchen Ländern wird die Katze an der Grenze nochmals geimpft.
Gegen Katzenseuche
Hier sind zwei Impfungen nötig. Die erste Impfung erfolgt im Lebensalter von acht bis zehn Wochen, die zweite Impfung zwischen der 12. und 16. Lebenswoche. Alle ein bis zwei Jahre empfiehlt sich eine Wiederholungsimpfung. Katzen, die mit Frauchen und Herrchen oft unterwegs sind oder sich regelmäßig auf Ausstellungen herumtreiben, sollten laut Pharmaindustrie jährlich geimpft werden.
Gegen Katzenschnupfen
In der Regel sind drei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen notwendig. Die erste Impfung erfolgt zwischen der neunten und zehnten Lebenswoche, die zweite Impfung zwischen der 12. und 13. Lebenswoche und die dritte Impfung zwischen der 16. und 17. Lebenswoche. Eine jährliche Wiederholungsimpfung ist sehr zu empfehlen, wenn man sich auf den Beipackzettel bezieht. Wie lange der Schutz wirklich anhält, kann nicht genau gesagt werden, da diese Forschungen nicht erforderlich sind.
Im konkreten Fall muss der Tierarzt über die Art und Weise der Impfung entscheiden. Er hat in seinem Praxisgebiet den besten Überblick der jeweiligen Seuchenlage. Durch die Forschung werden auch ständig neue Impfstoffe entwickelt, die kombiniert verabreicht werden können. Dein Tierarzt hat hierüber stets die neuesten Informationen.
Gebräuchliche Kombinationsimpfungen sind:
Katzenschnupfen + Katzenseuche oder
Katzenseuche + Tollwut
Achtung: Es sollten nicht alle Impfungen mit einer einzigen Spritze und an einer einzigen Stelle gegeben werden, auch wenn es für Tierarzt und Patient so am bequemsten ist und am schnellsten geht. Je mehr Impfungen auf einmal, desto höher das Sarkomrisiko (bösartiges Krebsgeschwulst).
Handelt es sich bei Deiner Katze um eine ausschließlich in der Wohnung lebende Katze ist eine Kombination aus Katzenschnupfen und Katzenseuche ausreichend. Bei freilaufenden Katzen ist eine zusätzliche Impfung gegen Tollwut sinnvoll. Eine wirklich 100% zutreffende Übersicht über die Impfwiederholungen können wir Dir hier nicht nennen, da wir der Meinung sind, dass es nicht immer wirklich erforderlich ist, jede Schutzimpfung jährlich zu wiederholen. Trotzdem haben wir Dir nachfolgend eine Tabelle über die allgemein üblichen Impfungen und Termine aufgeführt. Näheres findest Du weiter tiefer auf dieser Seite unter Wissenswertes zum Thema Impfen - Impfen wir zuviel?
Der internationale Impfpass
Er ist ein wichtiges Dokument, das besondere Beachtung verdient. In ihm werden alle durchgeführten Schutzimpfungen eingetragen, die dadurch allen interessierten Personen und Behörden nachgewiesen werden können. Der Pass entspricht den Vorschriften der internationalen Fachverbände und dient als Impfnachweis bei Auslandsreisen.
Vor der Schutzimpfung sind Katzen auf jeden Fall zu entwurmen! Der Impfschutz tritt erst nach ca. 1-2 Wochen ein!
Vorbedingungen für die Impfung:
- es dürfen nur klinisch gesunde Tiere geimpft werden
- der Tierarzt kontrolliert den Gesundheitszustand des Tieres anlässlich der Impfung
- auch ein eventuell vorhandener Parasitenbefall muss unbedingt vorher beseitigt werden
- die Katze sollte daher ca. 14 Tage vor der Impfung entwurmt werden
Krankheiten und Verletzungen
Freigänger sind im Vergleich zu Wohnungskatzen viel häufiger beim Tierarzt. Parasitenbefall von Würmern und Flöhen ist dabei eine Kleinigkeit. Angesichts der vielen Vergiftungsmöglichkeiten, denen Katzen ausgesetzt sind, ist es erstaunlich, wie selten es tatsächlich zu einer Vergiftung kommt. Eine der häufigsten Vergiftungsursachen ist Rattengift. Es wird von Katzen durch das Fangen von geschwächten Nagern aufgenommen.
Da häufig neue Katzen das Revier durchstreifen, kommt es immer wieder zu Kämpfen und die Kontrahenten kommen dann mit Biss- und Kratzwunden nach Hause. Diese Verletzungen sind nicht ohne, denn es kann sich ganz schnell eine Infektion bilden. Auch Viruserkrankungen können auf diese Weise übertragen werden. Es empfiehlt sich daher, eine kleine Hausapotheke speziell für Katzen parat zu haben.
Es ist eine zwiespältige Angelegenheit, ob nun Wohnungskatzen oder Freigänger die glücklicheren Samtpfoten sind. Das muss jeder Tierfreund für sich selbst (und für seine Katzen!) entscheiden. Nicht jeder Freigänger lässt sich zur Wohnungskatze umfunktionieren.
Wir selbst haben Wohnungskatzen und Freigänger. Unser Kater Mao ist bereits im 21. Lebensjahr und ein absoluter Freigänger. Ihn einzusperren wäre eine Qual, er ist den lieben langen Tag draußen und genießt es, in der Sonne zu liegen. Trotzdem haben natürlich auch wir Angst, dass er eines Tages nicht wiederkommt. Und so empfinden wir es als ein Geschenk, dass er noch bei uns weilen darf und seine Freiheit genießen kann.
Anmerkung: Kastrieren, Impfen, Chipen, das alles kostet Geld. Dessen muss man sich bei der Anschafung eines Tieres bewusst sein. Man übernimmt die Verantwortung für ein Lebewesen, das vollkommen abhängig von unseren Entscheidungen ist. Viele Tiere leiden in deutschen Haushalten unter dem Unwissen und der Verantwortungslosigkeit ihrer Halter. Sie können sich nicht wehren und ihr Leid nicht ausdrücken. Ihre Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung liegt allein in unserer Hand. Kastration und regelmäßige Impfungen sowie Entwurmungen sind für den verantwortungsvollen Katzenhalter unerlässlich! Und wenn es wirklich nur eine Frage des Geldes sein sollte: Durch sachgemäße Vorsorge (sprich Kastration, Impfungen, Vorsorgetermine) ersparen sie sich die enormen Behandlungskosten die im Falle von Krankheiten, die aufgrund mangelnder Vorsorge auftreten werden, anfallen. Diese Kosten können sich oft auf das 10-20fache einer verantwortungsvollen Vorbeugung belaufen.
Haben sie sich für ein Haustier entschieden, dann doch deshalb, um ihm ein glückliches, artgerechtes Leben zu ermöglichen. Kastration und Impfungen sind dazu zwingend notwendig. Das sind Sie Ihrem Tier schuldig!
Erster Grundsatz für jeden Katzenbesitzer ist, seine Freigänger tätowieren bzw. chipen - das ist der Personalausweis unterm Fell - zu lassen, was von jedem Tierarzt gemacht wird. Es ist ein trauriges Kapitel, aber es soll hier nicht fehlen: Wer jemals eine Katze vermisst hat, wird es nie vergessen und nur schlecht über den Verlust hinweg kommen.
Man sorgt sich, man malt sich die Entführung durch Tierfänger oder die schlimmsten Unfälle aus und ist einfach hilflos. Insgeheim lauert man ständig auf ein Geräusch vor der Terrassentür, wartet selbst nach Wochen noch, dass die Vermisste von einem unendlichen Spaziergang oder Jagdausflug doch noch zurückkehrt.
Jedes Jahr kommen Hunderte von herrenlosen Katzen in Tierheime, Tierhilfen und Auffangstationen. Nicht zu vergessen die vielen Futterstellen von freilebenden Katzen, wo oft auch Hauskatzen zulaufen, die sich verirrt haben. Durch die Nummer im Ohr oder mit den Informationen des Mikrochips kann meist der Katzenbesitzer ausfindig gemacht werden.
Läuft die Katze an einer Futterstelle zu, bzw. wird sie im Tierheim abgeben, wird aufgrund der Nummer der rechtmäßig Besitzer verständigt und dieser kann seine geliebte Katze wieder abholen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Katze auch angemeldet bzw. registriert worden ist. Dieses müssen Sie nach der Kennzeichnung selber bei Tasso bzw. dem Haustierzentralregister machen lassen. Der Tierarzt meldet die Nummer nicht automatisch, wie leider häufig angenommen wird. Natürlich können Sie auch als Privatperson bei Tasso bzw. dem Haustierzentralregister anrufen, wenn Ihnen eine Katze zugelaufen ist.
Pflege und Gesundheit
Für ihre Körperpflege sorgen Hauskatzen selbst. Langhaarkatzen jedoch müssen täglich gebürstet und gekämmt werden. Verfilzungen im Fell können zu Krankheiten führen.
Auch ihre Krallenpflege übernehmen die Stubentiger selbst. Haben sie genügend Gelegenheit nach draußen zu gehen, wetzen sie sich die Krallen an Bäumen usw. ab. Hält sich die Katze in der Wohnung auf, ist ein Kratzbaum oder -brett unerlässlich.
Die richtige Augen- und Ohrenpflege lässt man sich am besten beim Tierarzt zeigen und erklären.
Katzen baden?
Nein. Katzen sind sehr reinliche Tiere und übernehmen den Fellputz.
Sollte es wirklich mal vorkommen, dass man Wasser zum reinigen der Katze benötigt,
so reicht ein nasser Lappen.
Ausnahme: Öl, Benzin usw. im Fell oder bei Pilzbefall (nur nach ärztlicher Anweisung).
Hier muss rasch ein Bad genommen werden.
Kastration
Die Kastration bietet Dir die absolute Sicherheit gegen ungewollte Katzenbabys. Sie ist ein sinnvolles Mittel zur Geburtenkontrolle und verhindert so die Überpopulation von Katzen. Auf der anderen Seite ist eine Kastration eines Katers unerlässlich.Fruchtbarkeitskontrolle ist ein wichtiger Aspekt bei der Katzenhaltung. Kastration ist nicht nur der beste Weg, unliebsamen Katzennachwuchs zu verhindern, sondern dient auch der Gesunderhaltung! Kater, vor allem Freigänger, verwickeln sich nicht so häufig in Revierkämpfe mit den damit verbundenen Verletzungsgefahren. Bei weiblichen Tieren werden Dauerrolligkeit und die Gefahr der Entstehung von Eileitergeschwüren vorgebeugt. Übrigens sollten auch Miezen kastriert und nicht nur sterilisiert werden.
Die Kastration ist ab dem 6. Lebensmonat möglich. Den dazu nötigen Eingriff führt der Tierarzt durch. Es hat keinerlei Nachteile für die Tiere. Sie sind danach genauso munter und lebensfroh wie vorher. Auch reine Wohnungstiere sollten kastriert werden.
Die Kastration - Mythen und Legenden
Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie die Kastration. Zum Schaden der Tiere wird diese Diskussion sehr emotional und oft in Unkenntnis der Sachlage geführt. Die Verwirrung unter den Tierhaltern ist groß, und selbst viele Tierärzte sind leider nicht auf dem neusten Stand der Forschung. Daher sind nachfolgende Argumente noch immer geläufig: Die Tiere sollen sich ausleben können, Katzen sollen sich wie “eine richtige Frau” fühlen und mindestens einmal Kinder bekommen, und Kater sollen ihren Spaß haben!
Doch die Paarung ist keineswegs eine romantische Angelegenheit: Die Katze verführt den Kater mit aufreizenden Gesten und lässt sich für ca. 10 Sekunden begatten, während der Kater ihre Schultern mit seinen Krallen und ihren Nacken mit seinen Zähnen packt...
Daher wird er anschließend von dem Weibchen gekratzt und gebissen. Und auch die weibliche Katze empfindet Schmerzen bei der Paarung. Der Penis des Katers ist mit Widerhaken ausgestattet, was beim Zurückziehen einen intensiven, krampfartigen Schmerz auslöst. Dieser Schmerz ist der Auslöser für den Eisprung.
Und dann hält sich noch immer das Ammenmärchen, eine Katze müsse einmal geworfen haben, und wieder andere möchten sich selbst oder ihre Kinder das “Wunder der Geburt” erleben lassen. Ausgenommen alle Jungen werden behalten, bringt man den Kindern damit statt Achtung vor der Schöpfung eher Verantwortungslosigkeit bei, denn die Katzenüberpopulation ist riesig, und die meisten bekommen kein gutes Zuhause!
Warum kastrieren?
Die Frage sagt es schon: Auch weibliche Katzen werden kastriert - nicht sterilisiert!
Fakt ist, dass rollige Katzen einer großen hormonellen Belastung ausgesetzt sind, der nur durch eine Befruchtung oder durch die Kastration ein Ende gesetzt werden kann. Wird das Tier ausschließlich in der Wohnung gehalten und nichtgedeckt, kommt es zu einer regelrechten “hormonelle Vergiftung”, der Dauerrolligkeit. Lässt man sein Tier decken, verkürzt man nicht nur seine Lebenserwartung und nimmt durch die Beanspruchung und Deformation der Gebärmutter gesundheitliche Schäden in Kauf, sondern man vermehrt das ohnehin schon bestehende Katzenelend. Ist das Tier Freigänger, drohen ihm noch weitere Gefahren: Es wird sich auf der Suche nach einem Partner weit von Zuhause entfernen, unbekannte Straßen überqueren und so lange unterwegs sein, bis es einen Geschlechtspartner gefunden hat. Handelt es sich um eine weibliche Katze, läuft sie Gefahr, sich beim Deckakt das tödliche FIV-Virus (=Katzenaids) einzuhandeln, welches durch den Nackenbiss übertragen wird.
Unkastrierte Kater entlaufen meist bei Einsetzen der Geschlechtsreife, weil sie – dem Geruch eines Weibchens folgend – oft viele Kilometer zurücklegen. Die meisten überfahrenen Tiere werden während der Paarungszeit aufgefunden! Beim Kampf um ein Weibchen sind Kater zusätzlich erbitterten Katerkämpfen mit anderen Revierkatern ausgesetzt, durch die sie oftmals schwer verletzt und mit tödlichen Krankheiten wie FeLV (=Leukose) oder FIV (=Katzenaids) infiziert werden. Da eine Katze in der Regel von mehreren Katern gedeckt wird, ist auch für sie die Gefahr einer Infektion äußerst hoch.
Die Vorteile der Kastration
Aus oben aufgeführten Gründen dürfte es im Sinne des Tieres liegen, über eine Kastration nachzudenken.
Denjenigen, die es nicht für “natürlich” halten, sei
gesagt, dass ein “natürliches” Leben für die wildlebende Katze bedeutet, nur ein Alter von 1-5 Jahren zu
erreichen und in ihrem kurzen Leben möglich viele Junge in die Welt zu setzen, von denen nur ein Drittel überlebt. Für alle anderen, hier die Vorteile auf einen Blick:
* Keine Rolligkeitssymptome
* Keine übelriechenden Markierungen
* Geringeres Bedürfnis zu streunen
* Weniger Aggressionen
* Stärkere Menschenbezogenheit
* Kaum Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten,
Gesäugetumore oder Gebärmutterentzündung bei der
weiblichen Katze sowie Prostatakrebs beim Kater
* Deutlich geringeres Risiko der Infektion mit
FeLV (= Leukose) oder FIV (= Katzenaids) durch
den Wegfall von Paarungsbissen und Katerkämpfen
* Doppelt so hohe Lebenserwartung
* Kein Zuwachs ungewollter Katzenkinder,
für die man kein Zuhause findet
Wann lasse ich meine Katze kastrieren?
Einen idealen ZeitPUNKT gibt es nicht, wohl aber einen idealen ZeitRAUM. Soll Ihre Katze in den Freigang, darf sie dies auf keinen Fall unkastriert, denn in vielen Fällen bemerkt man das Einsetzen der Geschlechtsreife erst, wenn es bereits zu spät, d.h. die Katze entlaufen oder trächtig ist. Durch die gesteigerte Lichtintensität werden Katen seit einigen Jahren bereits mit durchschnittlich 4 - 5 Monaten rollig! Es gibt Tierärzte, die Tiere mit 4 oder 5 Monaten nicht kastrieren und behaupten, Katzen würden erst mit 6-8 Monaten geschlechtsreif, vorher könne gar nichts passieren. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch!!
Auch gibt es aus medizinischer Sicht keinen einzigen Grund, das Tier einmal rollig oder gar trächtig werden zu lassen. Das Gegenteil ist der Fall: Beides schadet der Gesundheit Ihrer Katze. Entgegen anderslautender Gerüchte muss nicht erst die komplette körperliche Entwicklung abgewartet werden, bevor das Tier kastriert werden kann. Langzeitstudien haben gezeigt, dass die Hormone keinerlei Einfluss auf das Wachstum von Katze und Kater haben, sondern dass Größe und Körperbau ausschließlich genetisch bedingt sind.
Prinzipiell kann man sagen, dass es günstig ist, die Katze so früh wie möglich kastrieren zu lassen, denn je jünger ein Tier ist, desto besser verkraftet es die Operation.
Frühkastration
Es spricht vieles dafür, eine Katze bereits mit 3 oder 4 Monaten kastrieren zu lassen, was in anderen Ländern schon jahrzehntelang ohne Probleme praktiziert wird und sich auch bei uns immer mehr durchsetzt. Dass manche Tierärzte es noch ablehnen, begründet sich in erster Linie durch mangelnde OP-Erfahrungen mit Tieren dieses Alters, bei denen insbesondere die Dosis des Narkosemittels genauestens dem Körpergewicht angepasst werden muss. Wird sie von einem sachkundigen Tierarzt durchgeführt, hat die sogenannte Frühkastration viele Vorteile:
* Die Operation ist kürzer
* Die Narkose ist kürzer und weniger belastend
* Die Operation ist einfacher, da die Keimdrüsen frei liegen
und noch nicht von Fettgewebe überlagert sind, dadurch gibt es...
* ...weniger Komplikationen/Blutungen
* Das Tier ist schneller wieder fit
* Das Risiko von Gebärmutterkrebs sowie anderen Krebsarten
geht gen Null, wenn das Tier nie rollig war
*
Eine im Welpenalter gesetzte Tätowierung „wächst mit“ und ist
später sehr gut lesbar
* Ihre Katze kann Sie nicht im Alter von 5 oder 6 Monaten mit
ihrer ersten Schwangerschaft überraschen, obwohl Ihnen doch
irgendjemand versichert hatte, dass dies vor 7 Monaten nicht
möglich sei...
Die Kastration ist ein einfacher chirurgischer Eingriff und kann die Lebenserwartung der Katze verdoppeln und macht sie zu einem noch angenehmeren und liebenswerteren Haustier!
Impfungen und Wurmkuren
Der Tierarzt weiß, wann welche Impfungen für Katzen notwendig sind. Geimpft wird vorbeugend gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut. Bei Katzen mit Freigang kann ebenfalls gegen Leukose geimpft werden.
Die Impfungen werden regelmäßig nach Absprache mit dem Tierarzt wiederholt.
Ein jährlicher Gesundheits-Check beim Tierarzt ist zu empfehlen.
Geimpft werden muss:
Gegen Tollwut
Allgemein genügt eine Impfung im Alter von sieben bis zehn Wochen. Eine jährliche Wiederholungsimpfung ist besonders bei freilaufenden Katzen unbedingt erforderlich. Katzen, die sich lediglich in der Wohnung aufhalten und mit freilaufenden Katzen und anderen Tieren nicht in Berührung kommen, brauchen nicht geimpft zu werden. Die Tollwutschutzimpfung gibt es in Kombination mit der Impfung gegen die Katzenseuche. Sei aber hier vorsichtig, denn nicht jede Katze verträgt die kombinierte Impfung. Dein Arzt berät Dich sicherlich gerne.
Bei Auslandsreisen wird die Tollwutschutzimpfung in der Regel nur dann anerkannt, wenn sie mindestens 30 Tage vor der Einreise durchgeführt wurde und nicht älter als zwölf Monate ist. Beachten bitte aber auf jeden Fall die Einreisebestimmungen der einzelnen Länder. In manchen Ländern wird die Katze an der Grenze nochmals geimpft.
Gegen Katzenseuche
Hier sind zwei Impfungen nötig. Die erste Impfung erfolgt im Lebensalter von acht bis zehn Wochen, die zweite Impfung zwischen der 12. und 16. Lebenswoche. Alle ein bis zwei Jahre empfiehlt sich eine Wiederholungsimpfung. Katzen, die mit Frauchen und Herrchen oft unterwegs sind oder sich regelmäßig auf Ausstellungen herumtreiben, sollten laut Pharmaindustrie jährlich geimpft werden.
Gegen Katzenschnupfen
In der Regel sind drei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen notwendig. Die erste Impfung erfolgt zwischen der neunten und zehnten Lebenswoche, die zweite Impfung zwischen der 12. und 13. Lebenswoche und die dritte Impfung zwischen der 16. und 17. Lebenswoche. Eine jährliche Wiederholungsimpfung ist sehr zu empfehlen, wenn man sich auf den Beipackzettel bezieht. Wie lange der Schutz wirklich anhält, kann nicht genau gesagt werden, da diese Forschungen nicht erforderlich sind.
Im konkreten Fall muss der Tierarzt über die Art und Weise der Impfung entscheiden. Er hat in seinem Praxisgebiet den besten Überblick der jeweiligen Seuchenlage. Durch die Forschung werden auch ständig neue Impfstoffe entwickelt, die kombiniert verabreicht werden können. Dein Tierarzt hat hierüber stets die neuesten Informationen.
Gebräuchliche Kombinationsimpfungen sind:
Katzenschnupfen + Katzenseuche oder
Katzenseuche + Tollwut
Achtung: Es sollten nicht alle Impfungen mit einer einzigen Spritze und an einer einzigen Stelle gegeben werden, auch wenn es für Tierarzt und Patient so am bequemsten ist und am schnellsten geht. Je mehr Impfungen auf einmal, desto höher das Sarkomrisiko (bösartiges Krebsgeschwulst).
Handelt es sich bei Deiner Katze um eine ausschließlich in der Wohnung lebende Katze ist eine Kombination aus Katzenschnupfen und Katzenseuche ausreichend. Bei freilaufenden Katzen ist eine zusätzliche Impfung gegen Tollwut sinnvoll. Eine wirklich 100% zutreffende Übersicht über die Impfwiederholungen können wir Dir hier nicht nennen, da wir der Meinung sind, dass es nicht immer wirklich erforderlich ist, jede Schutzimpfung jährlich zu wiederholen. Trotzdem haben wir Dir nachfolgend eine Tabelle über die allgemein üblichen Impfungen und Termine aufgeführt. Näheres findest Du weiter tiefer auf dieser Seite unter Wissenswertes zum Thema Impfen - Impfen wir zuviel?
Der internationale Impfpass
Er ist ein wichtiges Dokument, das besondere Beachtung verdient. In ihm werden alle durchgeführten Schutzimpfungen eingetragen, die dadurch allen interessierten Personen und Behörden nachgewiesen werden können. Der Pass entspricht den Vorschriften der internationalen Fachverbände und dient als Impfnachweis bei Auslandsreisen.
Vor der Schutzimpfung sind Katzen auf jeden Fall zu entwurmen! Der Impfschutz tritt erst nach ca. 1-2 Wochen ein!
Vorbedingungen für die Impfung:
- es dürfen nur klinisch gesunde Tiere geimpft werden
- der Tierarzt kontrolliert den Gesundheitszustand des Tieres anlässlich der Impfung
- auch ein eventuell vorhandener Parasitenbefall muss unbedingt vorher beseitigt werden
- die Katze sollte daher ca. 14 Tage vor der Impfung entwurmt werden
Krankheiten und Verletzungen
Freigänger sind im Vergleich zu Wohnungskatzen viel häufiger beim Tierarzt. Parasitenbefall von Würmern und Flöhen ist dabei eine Kleinigkeit. Angesichts der vielen Vergiftungsmöglichkeiten, denen Katzen ausgesetzt sind, ist es erstaunlich, wie selten es tatsächlich zu einer Vergiftung kommt. Eine der häufigsten Vergiftungsursachen ist Rattengift. Es wird von Katzen durch das Fangen von geschwächten Nagern aufgenommen.
Da häufig neue Katzen das Revier durchstreifen, kommt es immer wieder zu Kämpfen und die Kontrahenten kommen dann mit Biss- und Kratzwunden nach Hause. Diese Verletzungen sind nicht ohne, denn es kann sich ganz schnell eine Infektion bilden. Auch Viruserkrankungen können auf diese Weise übertragen werden. Es empfiehlt sich daher, eine kleine Hausapotheke speziell für Katzen parat zu haben.
Es ist eine zwiespältige Angelegenheit, ob nun Wohnungskatzen oder Freigänger die glücklicheren Samtpfoten sind. Das muss jeder Tierfreund für sich selbst (und für seine Katzen!) entscheiden. Nicht jeder Freigänger lässt sich zur Wohnungskatze umfunktionieren.
Wir selbst haben Wohnungskatzen und Freigänger. Unser Kater Mao ist bereits im 21. Lebensjahr und ein absoluter Freigänger. Ihn einzusperren wäre eine Qual, er ist den lieben langen Tag draußen und genießt es, in der Sonne zu liegen. Trotzdem haben natürlich auch wir Angst, dass er eines Tages nicht wiederkommt. Und so empfinden wir es als ein Geschenk, dass er noch bei uns weilen darf und seine Freiheit genießen kann.
Anmerkung: Kastrieren, Impfen, Chipen, das alles kostet Geld. Dessen muss man sich bei der Anschafung eines Tieres bewusst sein. Man übernimmt die Verantwortung für ein Lebewesen, das vollkommen abhängig von unseren Entscheidungen ist. Viele Tiere leiden in deutschen Haushalten unter dem Unwissen und der Verantwortungslosigkeit ihrer Halter. Sie können sich nicht wehren und ihr Leid nicht ausdrücken. Ihre Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung liegt allein in unserer Hand. Kastration und regelmäßige Impfungen sowie Entwurmungen sind für den verantwortungsvollen Katzenhalter unerlässlich! Und wenn es wirklich nur eine Frage des Geldes sein sollte: Durch sachgemäße Vorsorge (sprich Kastration, Impfungen, Vorsorgetermine) ersparen sie sich die enormen Behandlungskosten die im Falle von Krankheiten, die aufgrund mangelnder Vorsorge auftreten werden, anfallen. Diese Kosten können sich oft auf das 10-20fache einer verantwortungsvollen Vorbeugung belaufen.
Haben sie sich für ein Haustier entschieden, dann doch deshalb, um ihm ein glückliches, artgerechtes Leben zu ermöglichen. Kastration und Impfungen sind dazu zwingend notwendig. Das sind Sie Ihrem Tier schuldig!
09.12.2008 19:47
Klasse Thread Sabrina
Wußte eine zeitlang auch nix über Katzenfutter bis ich mich informiert habe und im Masterfood (Whiskas und Co) ist wirklich nur Schrott drin.

Wußte eine zeitlang auch nix über Katzenfutter bis ich mich informiert habe und im Masterfood (Whiskas und Co) ist wirklich nur Schrott drin.
09.12.2008 20:01
also ich habmich beim Tierarzt informiert.
aber trotzdem gut. vielleicht kennen sich hier paar leute nicht aus kA..
unser kater bekommt nur trocken futter. der mag nichts anderes. aber extra vom tierarzt royal canin
aber trotzdem gut. vielleicht kennen sich hier paar leute nicht aus kA..
unser kater bekommt nur trocken futter. der mag nichts anderes. aber extra vom tierarzt royal canin
09.12.2008 20:07
Zitat von Mummies-Sunshine:
also ich habmich beim Tierarzt informiert.
aber trotzdem gut. vielleicht kennen sich hier paar leute nicht aus kA..
unser kater bekommt nur trocken futter. der mag nichts anderes. aber extra vom tierarzt royal canin
Dann solltest genau du dir den Text mal durchlesen.

09.12.2008 20:48
Zitat von Mummies-Sunshine:
also ich habmich beim Tierarzt informiert.
aber trotzdem gut. vielleicht kennen sich hier paar leute nicht aus kA..
unser kater bekommt nur trocken futter. der mag nichts anderes. aber extra vom tierarzt royal canin
Ich glaube, genau wegen solcher Aussagen in einem anderen Thread hat sie diesen aufgemacht. Und bitte sieh' das jetzt nicht als Angriff! Ist wirklich nicht so gemeint, aber wenn du dir mal anschaust, was in deinem Trockenfutter enthalten wirst und das mit diesen Tipps vergleichst, wirste merken, dass dein Tierarzt dir da nicht so einen suuuper Tip gegeben hat.
Finde ich übrigens klasse!!! Leider wird mein Schatzi trotzdem keine zweite Katze wollen.

09.12.2008 20:49
wow, hast du das nur so hobbymäßig gemacht? ist ja extrem viel info
lebe zum glück mit nem tierarzt zusammen und denke, dass der das schon regeln wird


09.12.2008 20:52
sowas find ich super, mit katzen hab ich es nicht so,aber bei meerschweinen und kaninchen machen die meisten halter leider auch einiges falsch
09.12.2008 20:53
Ich hab nicht alles gelesen war mir ehrlich gesagt zu viel aber zu dem thema futter stimme ich nicht zu trockenfutter ist sehr gesund meine katzen bekommen nur noch trocken und seither geht es ihnen mit dem magen besser das fellkleid sieht auch gesünder aus und für die zähne ist es auch besser das das futter aus dem supermarkt nicht gut ist stimme ich zu aber ich denke das soll jeder so machen wie er das für richtig hält.
09.12.2008 21:02
eigentlich dürfte man so gut wie kein fertig futter geben da es auch meist konservirungsstoffe enthält. wie fast alle tierfutter. meine katzen bekommen meist nur trocken futter trinken natürlich dadurch viel. nassfutter bekommen sie einmal am tag aber das steht ihnen nicht wirklich an.
mein hund z.B barfe ich teilweise (ernährung mit rohem fleich) das ist eigentlich das art gerächteste
mein hund z.B barfe ich teilweise (ernährung mit rohem fleich) das ist eigentlich das art gerächteste
09.12.2008 21:15
sagt mal, nur so zur info: ernährt ihr euch persönlich auch alle so bewusst? ich meine, kein fast food, kein fertigessen, nicht ausm supermarkt sondern vom bioladen oder bauern usw...? ich meine, man kanns auch übertreiben, will hier jetzt keinen angreifen, aber oft bekommen die tiere besseres futter als man selber!
09.12.2008 21:20
Zitat von conny83:
Ich hab nicht alles gelesen war mir ehrlich gesagt zu viel aber zu dem thema futter stimme ich nicht zu trockenfutter ist sehr gesund meine katzen bekommen nur noch trocken und seither geht es ihnen mit dem magen besser das fellkleid sieht auch gesünder aus und für die zähne ist es auch besser das das futter aus dem supermarkt nicht gut ist stimme ich zu aber ich denke das soll jeder so machen wie er das für richtig hält.
Tzz.... typysches Beispiel. Du gibst offen zu, dass du nicht bereit bist, dich vernünftig zu informieren. Nicht mal dann, wenn man dir alle wichtigen Infos mundgerecht auf dem Silbertablett serviert. Und dann verbreitest du auch noch Unwahrheiten.


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